10.06.2016 (eh)
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Scality vereinfacht Object-Storage-Einsatz mit RING-6.0-Version

  • Inhalt dieses Artikels
  • Migration von Fremdsystemen zu Scality ist großes Thema
  • Scality kooperiert mit dem deutschen Softwarehaus iTernity
  • Scality-Kooperation mit Hewlett Packard Enterprise zahlt sich immer mehr aus

Was das neue S3-API alles für Object-Storage ermöglicht (Bild: Scality)Was das neue S3-API alles für Object-Storage ermöglicht (Bild: Scality)Der Object-Storage-Spezialist Scality bringt mit dem brandneuen »RING 6.0«-Release die erste S3-kompatiblen Objektspeicherlösung mit vollständiger Unterstützung von Microsoft Active Directory (AD) und Amazon Web Services (AWS) »Identity und Access Management« (IAM) auf den Markt. Mit der vollständigen Unterstützung der produktive Einsatz von S3-basierter Anwendungen im Unternehmen deutlich einfacher.

Bisher war der Einsatz von Object-Storage durch eine fehlende Standard-API und die nicht vorhandene Integration mit bestehenden Single-Sign-on-Systemen eher begrenzt. Tom Leyden, Senior Director Product Marketing von Scality, räumte gegenüber speicherguide.de ein, dass man zwar schon eine S3-kompatible API im Programm hatte, »aber die war nun doch schon etwas in die Jahre gekommen«. Jetzt setzt Scality auf eine neue SAML 2.0 konforme S3-API, die es mit der Authentifizierung und dem Benutzermanagement von Microsoft AD und AWS IAM kann. »Außerdem«, betont Leyden, »haben Unternehmen dank der vollständigen Kompatibilität auf Codeebene die freie Wahl zwischen einem Einsatz vor Ort, in der öffentlichen Cloud oder in einer Hybrid-Cloud.«

Diese API, die sowohl AWS als auch Microsoft unterstützt, sei letztendlich eine Anforderung von großen Enterprises gewesen. »Es gibt dort Daten, die können in eine Public-Cloud verlagert werden«, erläutert Leyden, »aber es gibt auch sehr viele Daten, die innerhalb der Unternehmens-Firewall bleiben müssen.« Mit der neuen API ist diese Anforderung nun gelöst.

Migration von Fremdsystemen zu Scality ist großes Thema

Neben der neuen S3-API hat Scality allerhand neue Features vor allem für die Migration eingebaut. »Object-Storage ist Scale-out-Storage«, sagt Leyden, »und deshalb muss die Software Hardware-agnostisch sein.« Im Falle Scality heißt das, dass jede beliebige darunter liegende Hardware verwendet werden kann. »Ein Kunde kann mit einer Box starten, und dann beliebig wachsen. Und es ist egal, ob zwischenzeitlich neue CPU- oder Server-Generationen kamen.«

Migration bedeutet in diesem Zusammenhang übrigens Migration von anderen Storage-Systemen auf Scality. Neu ist hier eine vereinfachte Migration von EMC Centera und von NetApp-Snaplock-Lösungen. Heißt damit auch, dass RING nun auch File-Storage-Lösungen besser versteht. Für Kunden, die RING einsetzen, habe sich das Thema Migration dagegen erledigt. Leyden verweist auf das belgische Telekommunikationsunternehmen Telenet, das RING seit sechs Jahren einsetzt. In diesem Zeitraum habe es zwei Hardware-Wechsel gegeben. Für RING bedeutete dies, das lediglich neue Hardware angedockt und alte Hardware entfernt wurde – RING selbst wurde laut Leyden nicht runtergefahren, es musste auch nichts migriert werden: »Mit RING kann ein Unternehmen Migration in Zukunft einfach vergessen.«

Zu den weiteren neuen Features gehört eine verbesserte File System-Unterstützung mit automatischem Failover. Außerdem wurde die parallele Schreibleistung für mehrere Benutzer in dieselben File-System-Verzeichnisse für spezifische Backup-, Medien- und Unterhaltungsanwendungen verbessert. Und um auch auf dem anziehenden Docker-Zug mitfahren zu können, gibt es eine Open-Source-Lösung in einem Docker-Container kostenlos für kleinere Umgebungen.

Scality kooperiert mit dem deutschen Softwarehaus iTernity

Immer mehr unabhängige Softwarehäuser unterstützen Scality-Object-Storage, wie beispielsweise die deutsche Iternity mit »iCAS« (Bild: Scality)Immer mehr unabhängige Softwarehäuser unterstützen Scality-Object-Storage, wie beispielsweise die deutsche Iternity mit »iCAS« (Bild: Scality)Neu ist auch eine Kooperation mit dem deutschen Softwarehaus iTernity. Hierbei geht es darum, wenn Unternehmen rechtskonforme Anforderungen haben. Die Iternity-Lösung iCAS ist bereits seit Jahren bei Hewlett-Packard (HP) im Einsatz; und da die Nachfolgeorganisation Hewlett Packard Enterprise (HPE) mittlerweile stark auf Scality setzt, empfahlen die HPE-Leute Iternity für Scality. Hierbei ist iCAS nahtlos in den Scality RING integriert, um rechtskonforme Archive im PByte-Bereich zu ermöglichen, welche verschiedenste Compliance-Anforderungen erfüllen.

»Wir haben viele Kunden mit Compliance-Anforderungen, vor allem aus dem Behördenbereich, die wir noch nicht so richtig bedienen konnten«, sagt Leyden. »Mit Iternity iCAS öffnet sich jetzt für uns eine ganz neue Welt. Und es ist auch eine gute Story für Centera-Kunden, endlich zu uns zu wechseln.«

Scality-Kooperation mit Hewlett Packard Enterprise zahlt sich immer mehr aus

Die neue Version 6.0 von RING hat Scality auf der HPE-Hausmesse »Discover« vorgestellt. Das kommt nicht von ungefähr. Denn HPE setzt seit Anfang des Jahres stark auf RING. Vorher fuhr HPE bei Object-Storage zweigleisig, und setzte auch auf Cleversafe. Doch seit IBM Cleversafe übernahm, kühlt HPE-intern die Begeisterung für Cleversafe verständlicherweise ab.

»Dass IBM Cleversafe übernahm, war das beste, was uns passieren konnte«, süffisiert Leyden. »Zum einen gab es Cleversafe-Kunden, die nun auf einmal IBM-Kunden wurden, und die das eigentlich nicht wollten; von dieser Seite gibt es jetzt etliche Anfragen. Und zum anderen zeigte die Übernahme, dass der Object-Storage-Sektor nun aus der Nische heraus in den Mainstream-Markt tritt.«

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