14.06.2013 (eh)
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HP: All-Flash-Array-Debüt mit »3PAR StoreServ 7450«

  • Inhalt dieses Artikels
  • »3PAR StoreServ 7450« mit Hardware-unterstützten Thin-Technologien
  • All-Flash-Array benötigt keine neue Architektur
  • »StoreOnce VSA« ist virtuelle Disk-Backup-Appliance
  • Ebenfalls neu: Tape-Library »StoreEver MSL6480« und Backup-Software »Data Protector 8«
All-Flash-Array »3PAR StoreServ 7450« (Bild: HP)
All-Flash-Array »3PAR StoreServ 7450« (Bild: HP)
Eine Fülle von Ankündigungen gibt es von HP auf der derzeit in Las Vegas tagenden Hausmesse »HP Discover«. Die zwei bedeutendsten aus dem Storage-Bereich sind das All-Flash-Array »3PAR StoreServ 7450« sowie eine neue virtuelle Appliance des Backup-Systems »StoreOnce«.

Mit dem Einstieg von Hewlett-Packard in den Markt der All-Flash-Arrays wird das Angebot nun größer. NetApp, EMC, IBM, Dell und Violin Memory sind hier schon unter anderem unterwegs. Aber der Marktvorsprung ist nicht groß. Und mit Spezifikationen von mehr als 550.000 IOPS, Durchsatz von 5,2 GByte/s bei einer Latenz von 0,6 Millisekunden hat HP gute Chancen, adäquat mitzureden.

»3PAR StoreServ 7450« mit Hardware-unterstützten Thin-Technologien

Flash-spezifische Caching-Algorithmen steuern laut HP die Granularität von Lese- und Schreibvorgängen dynamisch. Das reduziere die Latenzzeit und beschleunigt die Datenübertragung. Zusätzlich passe die Software »HP 3PAR Priority Optimization« die Speicherleistung für spezielle Arbeitslasten an, um die generelle Leistungsfähigkeit zu verbessern.

Das Array verfügt über Hardware-unterstützte Thin-Technologien, die nach Angaben von HP die benötigte Speicherkapazität um bis zu 50 Prozent reduzieren, ohne dabei die Leistung zu beeinträchtigen. Zudem biete das Array automatisches Wide-Striping über das gesamte System hinweg. Dieses Verfahren ermögliche es, Daten automatisch auf alle physikalischen Laufwerke zu schreiben. Dadurch würden höhere Datendurchsatzraten erreicht und Lastspitzen besser ausbalanciert als bei Systemen ohne Striping. Darüber hinaus trage das Verfahren dazu bei, Lastspitzen und Hot-Spots zu vermeiden, was die Lebensdauer der Speichermedien erhöhe. Die Preise des Storeserv 7450 beginnen bei 99.000 Euro.

All-Flash-Array benötigt keine neue Architektur

HP sieht sich derzeit als der einzige Anbieter auf dem Markt mit einer Produktfamilie, die Plattformen im mittleren Preissegment, leistungsoptimierte Flash-Systeme und Enterprise-Plattformen mit einer Kapazität im PByte-Bereich umfasst. HP bezeichnet das als »Polymorphic Simplicity«: eine Hard- und Software-Architektur mit einem Betriebssystem und einem Set an Speichersoftware, die für die gesamte Produktfamilie vom Einstiegs- bis zum Highend-Modell kompatibel ist.

Durch diese einheitliche Architektur proklamiert HP einen technologischen Vorsprung gegenüber anderen Anbietern mit gewachsenen Lösungen und einem daher fragmentierten Produktportfolio: Denn diese würden für Flash-optimierte Systeme eine weitere, neue Architektur benötigen, die zu den anderen Produkten nicht kompatibel sei. Die moderne Architektur des 3PAR-Storeserv-Systems mache dagegen dessen Inbetriebnahme und Verwaltung äußerst einfach. Da alle Systeme auf derselben Kern-Architektur aufsetzen, könnten sie Datenservices wie Peer Motion gemeinsam nutzen. Mit dieser Software sollen sich Speichersysteme derart bündeln lassen, dass aktive Daten störungsfrei auf andere Systeme im selben Rechenzentrum oder sogar an andere Standorte übertragen werden können.

»StoreOnce VSA« ist virtuelle Disk-Backup-Appliance

Weiterhin neu im HP-Programm ist »StoreOnce VSA«, das laut HP Software-Defined Storage der nächsten Generation bedeutet. Storeonce VSA läuft als virtuelle Maschine auf bestehenden Standard-Servern mit einem Hypervisor. Besonderheit der virtuellen Appliance: Hosting-Provider können damit Backup-as-a-Service anbieten.

Zudem Storeonce VSA den Bedarf an physischer Hardware um bis zu 50 Prozent und Energiekosten um bis zu 70 Prozent reduzieren. Die neue VSA vereint Software-Defined Networking, Server und Storage, die bereits zum Angebot der HP Converged Infrastructure gehören.

Während andere Angebote nach Meinung von HP oft fragmentiert und komplex seien, bedient Storeonce den Disk-Backup-Bedarf von Unternehmen mit einer einzigen Storage-Infrastruktur. Diese kann in Form physischer oder virtueller Storage-Appliances bereitgestellt werden und eignet sich für Anwendungs- ebenso wie für Backup-Server.

Dank der einheitlichen Kern-Architektur können Nutzer deduplizierte Daten zwischen allen Storeonce-Systemen verschieben, ohne Bandbreiten- und Verwaltungsbedarf für zusätzliche Systeme zu verursachen. Zudem steht eine zentrale Managementlösung zur Verfügung: Sie erlaubt es, auch die dezentralen Storeonce-Appliances und -VSAs ohne lokalen Support zu verwalten und zu betreiben. Storeonce VSA soll ab dem 22. Juli 2013 verfügbar sein. Der Preis liegt bei 3.500 Euro für 10 TByte Kapazität.

Ebenfalls neu: Tape-Library »StoreEver MSL6480« und Backup-Software »Data Protector 8«

Neu ist zudem bei HP die Midrange-Tape-Library »StoreEver MSL6480«. Die Einstiegsversion lässt sich von 80 auf bis zu 560 Slots erweitern. Sie erreicht Transferraten von bis zu 60,4 TByte/h. Der Einstiegspreis der ab sofort verfügbaren Library liegt bei 30.000 Euro.

Das Angebot von HP Converged Storage ist zudem integriert mit der neuen Backup- und Recovery-Software »Data Protector 8«. Nutzer können damit Umgebungen mit bis zu einer Trillion spezifischer Dateinamen sichern. Das ist laut HP hundert Mal mehr als andere Backup-Anwendungen leisten können. Der Einstiegspreis das Pakets liegt bei 1.238 Euro.

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