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Marktübersicht: Tape-Librarys

Bandbibliotheken legen Unternehmen nicht auf eine Konfiguration fest. Richtig ausgewählt, ermöglichen sie ein bedarfsgerechtes Wachstum und schützen somit die getätigten Investitionen. Aktuell lassen sich Speicherkapazitäten zwischen 1,6 TByte und 2,6 PByte sichern.

von Karl Fröhlich

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Tape-Librarys werden nicht nur zur Automatisierung der Datensicherung eingesetzt, sondern finden hauptsächlich für die dauerhafte Speicherung von Daten Verwendung. Im Gegensatz zu einem Autoloader besitzen Bandbibliotheken zwei oder mehrere Bandlaufwerke. Die Anzahl der Kassettenplätze beginnt bei 16 Tapes (Sony »StorStation LIB162EAA«-Serie) und reicht bis zu mehreren Tausend. Die Konfiguration ist nicht fest vorgeschrieben, so dass sie der Administrator dem Bedarf entsprechend ausbauen kann.
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Geringe Stillstandzeiten durch redundante Komponenten

Ab den Mittelklassegeräten berücksichtigen Bandbibliotheken Mechanismen, um einen ausfallsicheren Betrieb zu gewährleisten. Sollen Stillstandzeiten vermieden werden, müssen systemkritische Komponenten wie Laufwerke, Stromversorgung und Controller bis hin zur Robotik redundant und hotswapfähig ausgelegt sein. Beispielsweise sind die Quantum »PX500«-Serie, die SER »TLX-625«- und »TLB-180«-Reihe sowie Tandbergs »StorageLibrary T40« durchgängig mit einer redundanten Stromversorgung ausgestattet, die sich im laufenden Betrieb austauschen lässt. Dies trifft auch auf Teile von Graus »ITL«-Familie zu.

Vor dem Kauf sollte feststehen, wie viele Daten insgesamt bzw. täglich gesichert werden müssen. Zudem sind IT-Verwalter gut beraten, das zu erwartende Wachstum möglichst genau zu ermitteln. Je modularer das System aufgebaut ist, desto flexibler lässt es sich später erweitern. Entsprechende Librarys sind zwar in der Anschaffung teurer, bleiben dafür aber länger im Einsatz. Das Backup ist eine Versicherung für den Ernstfall. IT-Manager sollten daher nicht nur das Zeitfenster für die Sicherung der Daten berücksichtigen, sondern in erster Linie die Dauer, die ihre Wiederherstellung in Anspruch nehmen darf.

Speicherkapazität zwischen 1,6 TByte und 2,6 PByte

Das Produktangebot im Markt reicht von Einstiegssystemen mit unkomprimierten 1,6 TByte (Sony »StorStation LIB162EAA3«) bis hin zu Bandbibliotheken mit über 2,6 PByte (Grau »Infinistore TapeLibrary ITL-XL«).

Für Midrange-Umgebungen empfehlen sich derzeit vor allem die Bandformate LTO und SDLT. Ein LTO-3-Tape bietet derzeit eine native Kapazität von 400 GByte und erreicht pro Laufwerk eine Backup-Rate von 288 GByte/h. SDLT 600 besitzt unkomprimiert 300 GByte sowie eine Transferrate von 129,6 GByte/h. Sonys S-AIT-Technologie bringt es auf 500 GByte mit einer Geschwindigkeit von maximal 108 GByte/h (jeweils native).

Zur Performance-Steigerung in einer Bandbibliothek sorgt der Einsatz von mehreren Tape-Laufwerken. Tandbergs T40 erreicht zum Beispiel mit vier LTO-3-Streamern eigenen Angaben zufolge native 692 GByte/h. SER verspricht im Vollausbau mit 24 AIT-4-Drives eine unkomprimierte Backup-Rate von zwei TByte/h.

Das Einsteigermodell wie die LTO-2-Library Grau »Infinistor Tape Library 21« schafft mit zwei Laufwerken rund 172,8 GByte/h. Die native Kapazität liegt bei 4,2 TByte und der Anschaffungspreis bei zirka 5.090 Euro. Ein Bandroboter mit etwa zehn TByte schlägt mit Preisen ab 7.900 (NEC »T40A Tape Library«) bis 8.625 Euro (Quantum »PX502 SDLT 600«) zu Buche.

Herstellergarantie: Nicht unter 36 Monate

Neben einem modularen Aufbau und einer flexiblen Skalierbarkeit muss eine gute Library zuverlässig sein. Anwender können sich hier nur auf Erfahrungswerte oder den betreuenden Fachhandel verlassen. Daher sollten die Herstellergarantie und die angebotenen Service-Leistungen bei der Kaufentscheidung nicht vernachlässigt werden.

Vorbildlich ist hier das Angebot von NEC, Qualstar, Sony und Tandberg. Sie bieten standardmäßig eine 36-monatige Herstellergarantie. Zusätzlich gehören zum Teil ein ein- bis dreijähriger Vorabaustausch zum Lieferumfang.

Mit lediglich zwölf Monaten Herstellergarantie geben dagegen FSC, Grau, Quantum und SER ein klägliches Bild ab. Zwar bieten alle Library-Anbieter optionale Service-Leistungen und Garantieverlängerungen an, etwas mehr Glauben in die Qualität der eigenen Produkte sollte jedoch schon sein. Vor allem, weil es sich hier um Geräte handelt, mit denen Unternehmensdaten gesichert werden sollen. Zumal jedes x-beliebige Consumer-Gerät, vom Brotbackautomaten angefangen, heute eine Minimumgarantie von zwei Jahren besitzt.

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Anmerkung der Redaktion:
Die Marktübersichten auf speicherguide.de beruhen nahezu ausschließlich auf Herstellerangaben. Auf Grund der Produktfülle können wir als kleines Team mit begrenzten Ressourcen hier nur eine Plattform bieten und versuchen, möglichst viele Anbieter dazu zu motivieren an diesem kostenlosen Leserservice teilzunehmen. Leider sind unsere Bemühungen nicht immer von Erfolg gekrönt. Daher vermissen wir den ein oder anderen Eintrag.sss