04.08.2008 (eh) Drucken

Der Notebook – das verschwundene Wesen

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Umfassender Datenschutz mit »SafeGuard Enterprise« (Bild: Utimaco)
Der Notebook-Markt boomt – und mit ihm die Diebstahls- und Vergessensrate. Das Ponemon Institute LLC will herausgefunden haben, dass angeblich 3.300 Laptops alleine an acht europäischen Flughäfen verlustig gehen – pro Woche! In den USA sei die Verlustrate noch dramatisch höher: 637.000 Notebooks seien es dort im letzten Jahr gewesen – mithin um die 12.000 verschwundene Geräte wöchentlich.

Irgendwie kommen wir nicht umhin, diese hohen Verlustzahlen doch anzuzweifeln. Denn IDC ermittelte letztes Jahr für den Frankfurter Flughafen »nur gut« 1.500 vergessene Notebooks von Reisenden. Und in der Ponemon-Studie, die vom Notebook-Hersteller Dell in Auftrag gegeben wurde, wird beispielsweise jeder Notebook als »Verlust« gezählt, der kurzfristig vermisst wurde, weil er etwa bei einer Sicherheitsüberprüfung in der Hektik vergessen wurde – doch schon nach einer Minute wieder abgeholt wurde. Gegenüber der US-Zeitung »USA Today« wurde Larry Ponemon, Herausgeber der kuriosen Ponemon-Studie, denn auch schon kleinlauter, die Sprache der Studie hätte »klarer« sein können.

Was Dell freilich mit der Studie bezwecken wollte: Auf die dramatischen Datenverlustgefahren mit Notebooks verweisen, schließlich befinden sich auf diesen Geräten fast überwiegend Firmendokumente. Und so ganz nebenbei will Dell natürlich auch noch auf die »ProSupport Mobility Services«-Dienstleistung ihrer eigenen Rechner hinweisen. Diese schützen zum einen die Daten gestohlener Notebooks vor fremdem Zugriff. Zum anderen melden sich die Rechner beim eigentlich rechtmäßigen Besitzer, sobald sie unbefugt in Betrieb genommen werden und irgendwo auf der Welt am Internet dranhängen. Damit können sie lokalisiert werden, und evtl. die Daten aus der Ferne gesteuert gelöscht werden.

Eine andere Möglichkeit wäre, die Daten des Notebooks zu verschlüsseln. Utimaco Safeware und G Data bieten beispielsweise hier entsprechende Lösungen. »Gerade mittelständische Unternehmen schützen die Notebooks ihrer Mitarbeiter nur unzureichend. Die Daten auf den Geräten sind in den seltensten Fällen wirkungsvoll verschlüsselt«, sagt Dr. Dirk Hochstrate, Vorstand von G Data Software. »Genau hier setzen wir mit ‚G Data NotebookSecurity’ an. Als einziger Hersteller hat G Data sich diesem Problem angenommen und eine umfassende Security-Suite entwickelt, die das tragbare Büro wirkungsvoll vor allen Gefahren schützt.«

Auch die Datensicherheitssuite »SafeGuard Enterprise 5.3« von Utimaco scheint es drauf zu haben. Immerhin mehr als 400.000 Arbeitsplätze sollen nun damit in Unternehmen gesichert sein, meldete Utimaco kürzlich. Safeguard Enterprise sei entstanden auf den verstärkten Kundenwunsch nach einer integrierten, plattformübergreifenden Verschlüsselungs- und DLP-Lösung (Data Leakage Prevention), die Tausende von Unternehmensendpunkten und Geräten absichert. Im letzten Jahr hatte Utimaco zudem eine Reihe neuer Module vorgestellt, die mit dem zentralen Management-Center gekoppelt sind: Schutz für Notebooks und PCs, Verschlüsselung von Wechselmedien und E-Mails, die Verwaltung von Third-Party-Verschlüsselungslösungen wie »Microsoft Bitlocker« und die Verhinderung von Datenverlusten. »Ich habe mit vielen Wettbewerbsprodukten gearbeitet und Safeguard Enterprise 5.3 hat sich als die umfassendste Datensicherheitslösung erwiesen, die derzeit am Markt verfügbar ist«, sagt Timothy Maliyil, CEO, Data Guard Systems. »Die mächtige Management-API eröffnet völlig neue Möglichkeiten der Integration in Identity- und Data-Protection-Management Services.«

Dell >>

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Ponemon-Studie in der Kritik bei »USA Today« >>

Lesen Sie dazu auch den speicherguide.de-Blog und diskutieren Sie mit >>
. Kommentare:
06.08.2008 - eh

***Wir erhielten diesen Kommentar von Robert Chapman, Mitbegründer von Firebrand Training und Geschäftsführer der gleichnamigen GmbH***

"Täglich erreicht uns eine neue News über abhanden gekommene Daten von irgendwo auf der Welt. Die Studie von Ponemon, nach der 3.300 Notebooks wöchentlich auf europäischen Flughäfen ‚verloren’ gehen, lässt uns mal wieder aufhorchen. Man fragt sich automatisch, welche Mengen von sensiblen Daten wohl so den Besitzer wechseln. Denn neben dem materiellen Schaden entsteht meist noch ein nicht direkt kalkulierbarer Schaden durch den möglichen Zugriff Unbefugter auf sensible Informationen. Eine unserer Umfragen im Frühjahr hat ergeben, dass in Fundbüros abgegebene Notebooks häufig völlig ungesichert und nicht einmal Passwort-geschützt sind. Hackern und Datendieben ist so Tür und Tor geöffnet. Unternehmen sollten vorsorgen und Datenverluste vermeiden! Dazu gehört, dass jedes Unternehmen eine eigene Informations- und Datensicherheitspolitik einführt, die auch den Umgang mit mobilen Endgeräten umfasst. Denn nur wenn Mitarbeiter wissen, welche Regeln zum Datenschutz existieren, können sie diese auch anwenden. Die Richtlinien müssen zudem regelmäßig im Rahmen von internen Schulungen erklärt werden. Optimal wäre natürlich ein institutionalisiertes Weiterbildungssystem im Unternehmen. Firmen stellen so sicher, dass ihre Mitarbeiter mit Hilfe gezielter Schulungen auf dem neuesten Stand im Bereich IT-Sicherheit sind. Firebrand Training arbeitet mit Marktführern der Computerbranche, um eine weite Palette an Trainingsprodukten anzubieten, die alle notwendigen Kenntnisse in der IT-Sicherheit abdecken."
Robert Chapman


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