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20.07.2017 (kfr) Drucken
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Frage: Was zeichnet eine gute Anwenderkonferenz aus?

*** Blog von Karl Fröhlich, speicherguide.de ***

Karl FröhlichKarl Fröhlich An dieser Stelle möchte ich etwas aus dem »Nähkästchen« plaudern: Wir hatten zuletzt interessante Gespräche. Es blieb nicht unbemerkt, dass wir relativ hart mit der Flash Forward ins Gericht gegangen sind und ein offenes Resümee gezogen haben. An dieser Stelle ein großes DANKESCHÖN an alle, die uns mit ihrem Feedback unterstützt haben. Die generelle Meinung ist, besser eine Veranstaltung mit einem breiteren Fokus. Dies hatten wir auch schon in unserem Podcast besprochen, auch, dass eine unabhängige Storage-Konferenz fehlt. Wobei wir gerne so eine Art »Unkonferenz« machen würden. So eine Veranstaltung muss doch nicht immer dem üblichen »Schema F« folgen, oder?

Was genau nun in der Pipeline steht, kann ich noch nicht sagen, dafür ist es noch zu frisch und eventuell auch zu unausgegoren. Aber so viel darf ich verraten, es geht um eine reine Anwenderkonferenz. Das heißt, es stehen die Besucher im Vordergrund und nicht das Geldverdienen. Natürlich müssen wir uns alle in irgendeiner Form finanzieren. Events, die von einer Agentur, einem Distributor, Hersteller oder einem Verlag organisiert werden, haben letztendlich nur den Zweck Geld und Leads zu kreieren. Das wäre grundsätzlich nichts Schlechtes, da aber den Ausstellern und Sponsoren meist sehr viel Geld abgeknöpft wird, wollen die auch etwas dafür haben. Neben Ihrer Visitenkarte sind dies in der Regel Ausstellungsfläche und Speakerslots.

Kein Hersteller-Blabla

Wie uns die Vergangenheit lehrt, nutzen die Hersteller ihren Vortrag aber nur selten dazu, dem Publikum wirklich etwas Interessantes zu bieten. Meist bekommen wir nur eine Verkaufs- und Marketing-Show geboten. Wie wir selbst erfahren durften, fehlt es einigen komplett an Sensibilität und an Einfühlungsvermögen gegenüber ihrem Publikum. Natürlich gibt es auch eine Gegenseite, die sich oft genug auch an Vorgaben aus dem europäischen oder weltweiten Hauptquartier halten muss und es selbst gerne anders machen würde.

Von Anwendern für Anwender

Wir sind jedenfalls an einer Anwenderkonferenz dran, die aus einem hersteller- und verlagsunabhängigen Kreis organisiert wird. Als Zielgruppe sollen sich IT-Manager, Administratoren, Systemverwalter, IT-Entscheider, Consultants und CIOs angesprochen fühlen. Im Prinzip genau Sie, als Leserschaft von speicherguide.de. Als Veranstaltungsziel habe ich mir notiert:

  • technischer Know-how-Austausch
  • technischer Trend- und Marktüberblick
  • Hilfestellung im Storage-Dschungel
  • Kontaktpflege und Networking

Gut, das könnte man erstmal allen Veranstaltungen anheften. Aber wir – Achtung Eigenlob – haben mit der Flash Forward schon gezeigt, dass wir eine Agenda mit Leben füllen können. Was diesmal noch anders sein wird, kein Hersteller kann einen Vortrag kaufen.

Das heißt aber nicht, dass kein Herstellervertreter aufs Podium darf. Wer meint, er kann etwas Interessantes beitragen, darf sich gerne mit seinem Konzept bewerben. Ein Komitee entscheidet dann, ob dafür Platz ist oder nicht.

Kein Hotel als Veranstaltungsort

Die geplante Anwenderkonferenz soll nicht mehr in einem Hotel stattfinden. Das Sofitel war nicht schlecht, aber abgrundtief unflexibel und für mich im Nachhinein zu uneinsichtig. Das Audio-/Video-Team war viel zu teuer und die gebotene Leistung auch nicht gut genug. Aber da deuten die nur auf den externen Dienstleister und der fühlt sich auch keiner Schuld bewusst, dass zwei Livestream-Vorträge aufgrund mangelnder Tonqualität nicht sendefähig waren und sind.

Hier gibt es gute Alternativen, die zwar nicht direkt am Bahnhof liegen, dafür aber vom Ambiente her mehr bieten als ein Hotel und in punkto Besucherzahl bis zum Schluss flexibel sind.

Anwenderkonferenz mit Wertigkeit

Noch sind wir in der Ideenfindung und Anfangsdiskussion. Fest steht, wir machen eine Konferenz, Meeting, Summit, wie immer man es nennen mag, für ITler. Die oft gehörte Herstellerselbstbeweihräucherung muss draußen bleiben. Wobei uns Hersteller und Aussteller natürlich willkommen sind. Und ganz ohne Sponsoren lässt sich kein Event auf die Beine stellen.

Die Veranstaltung wird nicht »for free« sein. Sprich wir werden einen moderaten Eintrittspreis erheben. Einerseits um dem Ganzen eine gewisse Wertigkeit zu verleihen. Wer sich anmeldet soll auch kommen. Zudem sind wir damit nicht ganz so abhängig von den Sponsoren. Aus meiner Sicht lässt sich nur so verhindern, dass wir alle Anmeldungen als Lead weitergeben müssen.

Was wären Ihre Wünsche an eine Anwenderkonferenz?

Als Zeitraum diskutieren wir zwischen Ostern und Pfingsten 2018. Ein Ort steht auch noch nicht fest. Wir würden natürlich wieder München bevorzugen, weil es dann für uns ein Heimspiel ist. Freilich soll es wieder einen Livestream geben, der dann auch kostenpflichtig sein wird. Außerdem überlegen wir, ob es nicht am Vorabend eine Art »Welcome Barcamp« geben soll. Quasi ein Pre-Event zum Kennenlernen, ohne feste Agenda, aber mit der Möglichkeit sich auszutauschen und mit kurzen Vorträgen, a la Barcamp eben.

Und weil es eine Veranstaltung für unseren Leser sein soll:

  • Was wären Ihre Wünsche?
  • Welche Themen sollen adressiert werden?
  • Ist Storage mit all seinen Facetten als Themengebiet ausreichend?
  • Bevorzugen Sie eine durchgängige Vortragsreihe oder dürfen es auch parallele Sessions sein?
  • Wie wichtig ist für Sie Networking und der persönliche Austausch mit Kollegen?
  • Ist ein Tag (evtl. plus Networking-Abend) ausreichend oder dürfen es auch zwei Tage sein?
  • Darf eine Anwenderkonferenz etwas kosten?

Wir freuen uns auf Ihre Anregungen. Schreiben Sie es in die Kommentare, äußern Sie Ihre Wünsche und ziehen Sie gerne so richtig vom Leder. Schreiben Sie, was Sie schon immer bei den einschlägigen Veranstaltungen gestört hat, hier dürfen Sie es.

Wir möchten hier etwas aufbauen und Sie als mögliche Teilnehmer schon im Vorfeld mit einbinden. Nach dem Motto ein Treffen von Euch, mit Euch, für Euch.


Kommentare (1)
21.07.2017 - w.stief

Eine (technische) Konferenz über Storage mit dem Anwender im Fokus fehlt in Deutschland absolut, finde ich. Tolle Idee, sowas aufzuziehen!

Die heißen Themen in meinem Umfeld sind derzeit (natürlich) Flash und NVMe. Was bisher von Herstellern leider noch kaum adressiert wird, sich in Rechenzentren aber mehr und mehr ausbreitet, sind verteilte, objektbasierte Dateisysteme (allen voran Ceph, aber auch so Dinge wie BeeGFS, Lustre, LizardFS). In dem Zusammenhang wird in letzter Zeit auch häufig über "Erasure Coding" gesprochen. Solche verteilten Dateisysteme werden m. E. in vielen Umgebungen überkurz oder lang herkömmliche, monolithische Storage-Systeme ablösen. Sie bieten mehr Flexibilität, mindestens die selbe Zuverlässigkeit, und sind i. d. R. einfach um Größenordnungen billiger in der Beschaffung. Die Ausbreitung von Konzepten wie Microservices und Docker unterstützt die zunehmende Verbreitung von solchen Dateisystemen zusätzlich.

Neben Erfahrungen mit etablierten Techniken freue ich mich ja immer, wenn ich auf Konferenzen auch einen Blick in die Zukunft erheischen kann. Schließlich will man vorbereitet sein, wenn die nächste Sau durch's Dorf getrieben wird.

Ich hätte nichts dagegen, eine solche Konferenz auch zwei Tage lang zu besuchen, aber ich bin auch Freiberufler und kann mir die Abwesenheit ganz einfach selbst genehmigen :)

Grüße
wolfgang



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