15.02.2013 (Doc Storage) Drucken
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Wie funktioniert die Helium-gefüllte HDD?

Leserfrage: Wir möchten mehr über die neuen Helium-gefüllten Festplatten erfahren. Wie funktioniert das und wie viel mehr Kapazität lässt sich erreichen? Ist das überhaupt eine sinnvolle, sichere und wirtschaftliche Technologie, die wirklich zukunftstauglich und für RZs geeignet ist?

Antwort Doc Storage:

Western Digital und Hitachi Global Storage Technologies sorgen momentan durch die Ankündigung für Aufsehen, schon in diesem Jahr Laufwerke mit Heliumfüllung anzubieten. Angeblich soll dadurch eine noch höhere Kapazität durch eine größere Anzahl einzelner Platten und ein geringerer Stromverbrauch durch weniger Widerstand erreicht werden. Bei den heute vertriebenen Platten ist das im Gehäuse vorhandene Gas zwingend notwendig, um den Schwebeeffekt der Schreib-Lese-Köpfe (Bernoulli-Effekt) zu gewährleisten und diese nicht auf den Medien aufsetzen zu lassen.

Es scheint schlüssig, zur Verringerung des Widerstandes der Medien ein Gas mit geringerer Dichte zu verwenden. Wie widerstandsfähig und erschütterungsbeständig allerdings der dann geringere Abstand der Scheib-Lese-Köpfe von der Magnetschicht sein wird, muß sich in entsprechenden Tests noch herausstellen. Durch diese Technik dürfte sich die drehende Platte noch einmal eine gewisse Galgenfrist erkaufen, allerdings gehört die Zukunft (wie bisher auch) in den Rechenzentren den Laufwerken ohne sich drehende Medien - den SSDs.

Gruß,
Doc Storage.

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