02.12.2011 (Doc Storage) Drucken
(3.3 von 5)

Warum tut sich GPFS so schwer?

Leserfrage: Das »General Parallel File System« (GPFS) soll sich besonders für Big-Data-Anwendungen eignen. IBM engagiert sich bei GPFS sehr stark. Bislang scheint aber noch kein anderer größerer Hersteller auf die Thematik aufzuspringen. Obwohl es meines Erachtens nicht proprietär ist, denn die GPFS-Ursprünge entstammen der Unix-Welt. Oder ist es doch proprietär? Oder will jeder Storage-Hersteller bei Big Data nur wieder sein eigenes File-Systeme-Süppchen kochen?

Antwort Doc Storage:

GPFS steht nativ für AIX und Linux zur Verfügung, zwei Betriebssysteme, die aktiv von IBM vertrieben werden. Windows-Rechner können über einen speziellen Treiber auf GPFS-Daten zugreifen. Allerdings werden alle anderen proprietären Unix-Systeme, also HP-UX, Solaris, IRIX und andere von vornherein ausgeschlossen, zumal deren Hersteller HP, Oracle oder SGI mit eigenen Dateisystemlösungen im Markt sind und an diesen aus nachvollziehbaren Gründen keinen Raubbau betreiben wollen. Hinzu kommt, dass alle Unix-Hersteller gleichzeitig Speichersysteme vertreiben, die natürlich eigene Lösungen in diesem Bereich anbieten. Und die »klassischen« Speicherhersteller wie HDS, EMC und NetApp werden einen Teufel tun, sich die Umsätze mit ihren eigenen Lösungen durch eine Fremd-Software schmälern zu lassen.

Aus all diesen Gründen ist GPFS zwar eine valide, interessante Lösung, die durch IBM aktiv ins Feld getrieben wird. Allerdings wird kaum ein anderer Hersteller den Fehler machen, sich die IBM durch diese »Hintertür« in seine Kundenumgebungen zu holen.

Gruß
Doc Storage

Stellen Sie Ihre Frage
Doc. tec. Storage beantwortet alle Ihre technischen Fragen zu Storage, Backup & Co.

Stellen Sie Ihre Frage an: DocStorage@speicherguide.de

Kommentar schreiben


Doc. tec. Storage Archiv 18.05.2012 Was ist das Fraunhofer File-System FhGFS?

NFS, CIFS, zFS, GPFS – es gibt zahlreiche File-Systeme, mit denen Speichersysteme sich im Netzwerk unterhalten. Jetzt ist ein weiteres hinzugekommen und es kommt aus keiner geringeren Quelle denn vom Fraunhofer Institut selbst. Da stellt sich die Frage, wie es sich von anderen unterscheidet, was es bringt und wer es nutzen soll.

11.05.2012 Wie berechnen sich Speicherkosten?

Das Speichern vieler Daten hat seinen Preis. Die Schließung der Internetplattform Megaupload ist hier ein gutes Beispiel: Das Beweismaterials umfasst ein Datenvolumen von 25 PByte und die Speicherung verschlingt rund 6.800 Euro pro Tag. Wie schlüsseln sich diese Kosten auf?

04.05.2012 BYOD – schön und gut, aber wo bleiben die Tools?

Der Gedanke, dass Anwender ihre eigenen mobilen Geräte nutzen ist für Unternehmen verlockend. Für die IT-Abteilungen ist das so genannte BYOD jedoch eine Zumutung. Während es für RIM Blackberry vernünftige Verwaltungs-Tools gibt, sucht man diese bei Apple, Android und Co vergebens. Oder?

27.04.2012 Sind Sonnenstürme eine Bedrohung für Daten und IT?

Aktuell taucht das Thema »Sonnensturm« gehäuft auf. Stellt dies eine Bedrohung für IT-Systeme und Daten dar? Wie sollen kleine Unternehmen und Privatperson ihre Speicher- und Backup-Systeme gegen Sonnenstürme bzw. starke elektromagnetische schützen. Gibt es hier erschwingliche Produkte?

20.04.2012 Cloud-Storage – Wo bleibt das Storage-Management?

Die Bandbreite der Cloud-Storage-Provider reicht vom kostenlosen Dropbox bis zum sündteuren Nirvanix. Bei Nirvanix gibt es ein vernünftiges Storage-Management, das allerdings vorerst nur für Enterprise-Organisationen konzipiert ist. Zeichnen sich Storage-Management-Lösungen ab, die auch für KMUs bezahlbar sind?

13.04.2012 Welchen Mehrwert bietet IBMs neue Puresystems-Familie?

IBM stellt mit »PureSystems« eine integrierte Lösung für Rechner, Netzwerk und Speicher vor. Ähnlichkeiten zum »vBlock« von VCE und Netapps »FlexPod« sind unverkennbar. Wo sind die Gemeinsamkeiten mit den bisherigen Angeboten, wo gibt es Unterschiede?

05.04.2012 Gibt es Unterschiede bei Daten-Reduktionstechniken?

Wer seine Speichersysteme besser ausnutzen will, kann Reduktionstechniken einsetzen. Deduplizierung hat sich etabliert und ist bekannt. Nun gehen aber zahlreiche Unternehmen mit Kompression oder Intelligent Data Replacement hausieren. Gibt es hier Unterschiede und wenn ja, wo liegen diese?

30.03.2012 Mainframes – ein Glaubenskrieg?

Mainframes sind ein immer junges Streit«-Thema. Auf der einen Seite verbietet sich ein Vergleich mit der Client-Server-Welt. Auf der anderen ist eine Gegenüberstellung unvermeidlich. So entfachte der Doc-Storage-Beitrag »Sind Big Data und Cloud das Ende von Mainframes?« sofort weiteren Gesprächsbedarf.

23.03.2012 Bootstorm – was nun?

Vor allem beim morgendlichen Start vieler virtuelle Arbeitsplätze geht die Performance stark in die Knie. Dies nennt sich Bootstorm. Abhelfen würden viele neue SSDs im Storage-System, die sind aber teuer. Geht es nicht auch anders?

16.03.2012 Was ist HANA und hat es Einfluss auf den Speicher?

SAP hat eine In-Memory-Lösung für seine Datenbank entwickelt, was offensichtlich auch Auswirkungen auf Speicherumgebungen hat. Was genau ist HANA? Werden sich die Speicherlandschaften aufgrund dieser Technologie ändern und muss Oracle hier nachziehen?

powered by
FTS FTS
HDS N-TEC
Quantum TIM