31.05.2013 (Doc Storage) Drucken
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Unterscheidungsmerkmale von In-Memory-Computing

Leserfrage: Mein Chef fragt schon länger, ob eine In-Memory-Computing-Lösung für uns geeignet sei. Nun gibt es unter anderem Lösungen von IBM, Oracle, SAP oder der Firma Software. Alle lassen die Datenbank im Hauptspeicher laufen, wodurch sie sehr schnell wird. Aber wo sind die wichtigsten Unterscheidungsmerkmale? Gibt es Architekturunterschiede, die Einfluss auf mein Rechenzentrum haben?

Antwort Doc Storage:

Wie Sie schon bemerken, ist das Ziel aller Hersteller dasselbe, nämlich die Abarbeitung der Datenbanken durch Verlagerung in den Hauptspeicher der Rechner zu beschleunigen. Allerdings ist der Ansatz dabei völlig unterschiedlich.

IBM stützt sich auf seine neuen Rechner der »PureSystems«-Baureihe, die aus einer Kombination von Computer, Virtualisierung und Speicher bestehen. SAPs »HANA« setzt gänzlich auf die Verlagerung der bereits bekannten Funktionalitäten in den vergrößerten Hauptspeicher von Standardrechnern. Und Oracles »ExaData« schließlich kombiniert ein mehrstufiges Speicherkonzept mit mehreren hundert Prozessoren, die über eine schnelle Backplane verbunden sind.

Auf jeden Fall wird man für jedes dieser Konzepte völlig neue bzw. deutlich aufgerüstete Hardware einsetzen müssen, die bisher für Standard- oder Virtualisierungs-Systeme eingesetzten Server werden nicht mehr ausreichen. IBM und Oracle versorgen die Kunden hierfür mit eigenen Systemen, während SAP lediglich einen technischen Rahmen vorgibt, dessen Voraussetzungen die Server zu erfüllen haben. Allen gemeinsam allerdings ist der Hunger nach Bandbreite, sowohl im Ethernet- als auch im SAN- bzw. NAS-Bereich, denn irgendwie müssen die zu verarbeitenden Daten in und die verarbeiteten Daten aus dem Hauptspeicher transportiert werden. Es empfiehlt sich also neben der Beschaffung entsprechend leistungsfähiger Rechensysteme auch der Ausbau der vorhandenen Netze auf die momentan »breitesten« Standards.

Gruß
Doc Storage

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