25.11.2011 (Doc Storage) Drucken
(3.3 von 5, 3 Bewertungen)

Einschränkungen bei Virtuelle Storage Appliance

Leserfrage: Mit »vSphere 5« hat Vmware die »VSA« (Virtual Storage Appliance) vorgestellt. Damit soll kleinen virtualisierten IT-Infrastrukturen ein gemeinsamer Speicher vorgegaukelt werden. Welche technischen Einschränkungen bringt dieses Konzept mit sich und wo sollte man dann doch besser auf ein SAN zurückgreifen?

Antwort Doc Storage:

Auf den ersten Blick sparen sich Unternehmen durch diesen neuen Ansatz die Kosten für eine dedizierte Speicherlandschaft. Allerdings kommen dafür Lizenzkosten von 5.000 Euro und mehr hinzu. Zusätzlich läuft die VSA erst ab der »Essentials Plus«-Stufe. Das heißt, in einer vergleichsweise teuren Lizenz und mit der Maßgabe, eine separate Vsphere-Verwaltungsumgebung aufzubauen, die auch nicht mal eben so installiert und eingerichtet ist. Alles in allem kommen Kosten von über 10.000 Euro zusammen. Diese lassen die Anschaffung einer Speicherlandschaft wieder als Alternative erscheinen, zumindest den Betrieb kleinerer iSCSI- oder NAS-Systeme.

Der ESXi-5.0-Server repliziert seine Daten automatisch auf ein Laufwerk eines weiteren Knotens im ESX-Cluster. Da diese lokal auf RAID-10-LUNs gespeichert sind, wird bis zu viermal mehr Speicherplatz belegt als auf einer dedizierten Speicherlösung mit RAID 5 oder 6. Hinzu kommt, dass bei einem Austausch der Rechner-Hardware die Übernahme der Daten auf ein neues System ungleich komplizierter wird als bei der Nutzung von externen Speichern.

Also spricht vor allem die Kosten- und Effizienzseite für den Betrieb auch kleinerer Vmware-Umgebungen an dedizierten Netzwerkspeichern und nicht auf lokalen und dann replizierten Festplatten.

Gruß
Doc Storage

Stellen Sie Ihre Frage
Doc. tec. Storage beantwortet alle Ihre technischen Fragen zu Storage, Backup & Co.

Stellen Sie Ihre Frage an: DocStorage@speicherguide.de

Mehr von Doc. tec. Storage 24.10.2014 Was sind Write-Cliffs und kann man sie verhindern?

Write-Cliffs verursachen Probleme bei den Latenzzeiten von SSDs? Wie genau entstehen diese und gilt das für alle SSDs? Lässt sich das Problem vermeiden oder nur vermindern und muss der Administrator beim Kauf auf bestimmte Kriterien achten?

17.10.2014 Was sind Virtual Volumes?

Speicherdaten werden traditionell in Volumes verteilt. Wie funktionieren im Vergleich dazu Virtual Volumes (VVOL) von Vmware? Welche Vorteile bringen sie und lassen sie sich überall sinnvoll einsetzen? Gibt es auch Nachteile oder Besonderheiten, die bei einer VVOL-Konfiguration beachtet werden müssen?

10.10.2014 In-Memory: Riesiger Arbeitsspeicher – droht Desaster?

Ein In-Memory-Projekt mit »SAP HANA« benötigt Server mit einem Arbeitsspeicher im dreistelligen GByte-Bereich. Doch was passiert mit Daten, die bei einem Server-Ausfall noch nicht in die Datenbank geschrieben wurden? Hier ist ein zweites System mit synchroner Spiegelung – auch des flüchtigen Hauptspeichers – nötig, oder?

02.10.2014 Was bedeutet digitale Transformation?

Was ist unter der »Digitalen Transformation« zu verstehen? Ist das etwas, was wirklich passiert oder eher eine Marketing-Geschichte von EMC? Wo ist der Benefit für IT-Abteilungen und Unternehmen?

19.09.2014 Wie beeinflusst die Cloud die Datensicherungsstrategie?

Was wird der nächste Schritt in der Datensicherung sein? Auf die Verkürzung des Backup-Fensters und Beschleunigung des Recovery, folgten Dedup und die Integration virtuellen Umgebungen. Nun hält die Cloud in verschiedenen Ausprägungen Einzug, welche Auswirkungen hat dies auf die Datensicherungsstrategie?

12.09.2014 Wie weit darf ein Ausfall-RZ entfernt sein?

Gibt es beim Einsatz eines zweiten RZs noch immer Distanzbeschränkungen? Was muss man für den Spagat zwischen Ausfallsicherheit und sicheren Prozessen am Zweitstandort beachten? Gibt es Limits für die Spiegelung? Welche Verfahren sollten Unternehmen nutzen, um die Daten an beiden Standorten konsistent zu halten?

powered by
Fujitsu Technology Solutions GmbH
N-TEC GmbH Quantum GmbH
TIM S TIM AG