05.04.2011 (ubr) Drucken
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Synology »RackStation RS2211«

Synology »RackStation RS2211«
Synology »RackStation RS2211«
Synology steigt mit seinen Modellen »RackStation RS2211+« und »RS2211RP+« in den Markt der Hochleistungs-NAS-Systeme für kleine und mittlere Unternehmen ein. Dabei steht RP für »Redundante Powesupply«. Das RS2211+ verfügt über nur ein Netzteil. Der Käufer wählt hier zwischen 2,5- oder 3,5-Zoll-Medien. Die Arrays bieten Platz für bis zu zehn SATA-Festplatten, eine maximale Kapazität von 30 TByte und lassen sich sowohl über 1-Gbit/s-Ethernet als auch über WLAN ansprechen.

Die Rackstation RS2211+ beherbergt eine Dual-Core-CPU mit 1,8 GHz und einem GByte Cache, der auf drei GByte erweiterbar ist. In 3,5-Zoll-Größe unterstützt das Array zwischen 250 GByte und drei TByte Kapazität pro Platte. Im 2,5-Zoll-Format können Drives von 160 GByte und einem TByte zum Einsatz kommen. Hinzu kommen Solid-State-Laufwerke mit zwischen 30 und 160 GByte Kapazität. Die Platten können im laufenden Betrieb getauscht oder nachgerüstet werden. Sollte das Speichervolumen der Arrays ihre Grenzen erreichen, kann dieses über zusätzliche Plattenrahmen mit zwölf Festplatten und ohne eigene Logik namens »RX1211« oder »RX1211RP« erweitert werden. Der Anschluss der Gehäuse erfolgt über Infiniband. Die Kapazität der Systeme läßt sich so auf maximal 66 TByte erweitern. Die Systeme unterstützen RAID 0, 1, 5, 6 und 10. Die Schutzstufen können von niedrigeren nach höheren, beispielsweise von RAID 5 nach RAID 6 migriert werden. Als Hotspare lässt sich jedes Laufwerk im Array verwenden.

Nach Herstellerangaben leisten die RS2211+/RS2211RP+ dank Link-Aggregation durchschnittlich 166 MByte/s schreibend und fast 200 MByte/s lesend, jeweils unter RAID 5 in einer »Windows«-Umgebung. Die beiden 1-Gbit/s-Ethernet-Ports unterstützen Failover, falls ein unerwarteter Netzwerkfehler auf einer Leitung auftreten sollte.

Über die »Windows ADS-Integration« lassen sich RS2211+ und RS2211RP+ einer bestehenden Netzwerkumgebung hinzufügen, ohne neue Benutzerrechte auf den Arrays erstellen zu müssen. Mit Hilfe der »Windows ACL-Unterstützung« wird die Zugriffskontrolle verfeinert, Rechte für Dateien und Ordner können über die bekannte Windows-Benutzeroberfläche eingestellt werden. Die hier zugewiesenen Rechte gelten für alle Zugriffsarten, auch für AFP, FTP, File Station, NFS und WebDAV. Mit Hilfe der iSCSI-Schnittstelle bieten die RS2211+ und RS2211RP+ eine leichte Integration mit Virtualisierungssystemen wie Citrix »XenServer«, Microsoft »Hyper-V« oder VMware.

Die Arrays sind mit dem proprietären Betriebssystem »Synology DSM« ausgestattet. Der Zugriff auf Internet-Dateien erfolgt über einen verschlüsselten FTP-Server und einen Web-Browser. HTTPS, eine integrierte Firewall und die Möglichkeit zum Blocken einzelner IP-Adressen bringt das System mit. Die »Web Station« mit ihrer Unterstützung für PHP und »MySQL« ermöglicht die Bereitstellung von bis zu 30 Webseiten von einem Array aus. Die »Surveillance Station« bietet eine zentrale Schnittstelle, um Büroumgebungen durch den Einsatz von IP-Kameras im Netzwerk zu schützen. Darüber hinaus verfügt das System über einen Mailserver, der mit Standard-E-Mail-Programmen wie Microsoft »Outlook« zusammenarbeiten kann. Desweiteren bietet sich die Möglichkeit, USB-Drucker gemeinsam zu nutzen.

Fazit

Auf den ersten Blick ist der RS2211-NAS-Server nur ein 08/15- System. Auf den zweiten Blick zeigen sich aber eine üppige Ausstattung mit Protokollen und Netzwerkfunktionen, die die Modelle aus dem Einheitsbrei hervorstechen lassen. Leider vermisst man Möglichkeiten zur Remotespiegelung genauso wie die Unterstützung des FCoE-Protokolles, die ein neues Array heute schon mitbringen sollte. Darüber hinaus bleibt fragwürdig, ob die Kombination von SATA-Schnittstelle und SSD-Laufwerken tatsächlich sinnvoll ist. Auch würde sich eine USB-3.0-Schnittstelle zum Anschluß externen Speichers besser machen als die betagten Ports der Version 2.0. Und noch etwas: Die Welt arbeitet mit mehr Betriebssystemen als Windows, »MacOS« und »Ubuntu«. Hier sollte Synology schnell seine Support-Liste erweitern. Dafür ist der Preis recht günstig: ab rund 1.500 Euro ist ein RS-NAS zu haben.

Kurzinfo

Hersteller: Synology Inc.

3F-3, No.106,

Chang An W. Rd.

Taipei 10351

Taiwan

Tel: +886 2 2552 1814

Web: http://www.synology.com/deu

Direkter Link zum Produkt: RS2211+/RS2211RP+

Preis: ab 1.499 Euro (RP2211+), ab 2.005 Euro (RP2211RP+)

Garantie: 3 Jahre

 

Technische Details

Anzahl Festplatteneinschübe: 10x, erweiterbar auf maximal 22x 2,5 Zoll oder 3,5 Zoll

Festplatten-Schnittstelle: SATA-II

Speicherkapazität (max.): 66 TByte

Prozessor: Dual Core, 1,8 GHz

RAM: 1 GByte (erweiterbar auf 3 GByte)

Externe Anschlüsse: 2x Gbit/s-Ethernet, 4x USB 2.0

Unterstützte Protokolle: CIFS, AFP, FTP, WebDAV, iSCSI, Telnet, SSH, NFS, SNMP

RAID-Level: 0, 1, 5, 6, 10 mit RAID-Level-Migration

Hotswapfähige Komponenten: Laufwerke

Unterstützte Betriebssysteme: Windows, Ubuntu, Mac OS

Funktionen: Web Host, PHP/MySQL, Video Surveillance, Photo Server, FTP- und HTTP-Download-Server, Audio Host, PS3/xBox 360 Server, Video Host, iTunes, Druckserver, Mail-Server

 

Plus

+ hohe Funktionalität

+ RAID-Level-Migration

+ SSD-Unterstützung

Minus

- keine Hotswap-Netzteile oder Batterie-Backup

- kein USB 3.0

- keine Remote-Spiegelung

- eingeschränkte Betriebssystemunterstützung

Kommentare:
14.04.2011 - Harders

Hallo Diskman

Betreffend:
Und dass sich die Jungs von Synology was einfallen lassen... nett, aber hilft heute nicht und Firmenkunden sollten ihre Kaufentscheidung nicht auf einer Hoffnung aufbauen.

Damit meine ich, dass man heute ein Gerät kauf in der Config, wie es für die jetzigen Bedürfnisse passt. Aber dass zu einem späteren Zeitpunkt neue Features dazukommen. Also dass man hier einen Benefiz hat. Ich denke nicht, dass jemand ein Gerät kauft, welches die Bedürfnisse nicht abdeckt.

Ja sicher ist das aus geschäftlicher Sicht günstig. Und nicht vergleichbar mit einer Storage Lösung, die ein vielfaches kostet. Und genau deshalb meine ich ja, bei solchen Storage Lösungen wie bei der Synology, bekommt man vergleichsweise viel Platz für eigentlich wenig Geld.
Ich setze die Synology schon mehrere Jahre im geschäftlichen Umfeld ein. Sei es als Backup2Disk, Intranetserver, FTP Server, iSCSI Storage oder auch um einfach z.b. alle IT Software zu speichern. Entweder mache ich eine Sicherung auf ein anderes Synology NAS oder ziehe die Daten auf Band. Je nach Bedürfnis. Aber noch nie habe ich ein Synology NAS in einer Firma als primären Storage benutzt. Da setze ich auf „echte“ Business Lösungen.

Und was sind denn wirklich relevante Einschränkungen?

@Godwin
Dass alle Infos zu einem Produkt übersichtlich aufbereitet sind, ist doch eigentlich heute Standard - auch wenn viele den Standard nicht erreichen.

Damit meine ich nicht die Infos zu den Produkten, das ist ja sowieso zu erwarten. Sondern die FAQ und das Wiki. Und all die Lösungen im deutschen Synology Forum.

Hochleistungs-NAS-Systeme ....
Das ist leider eine Marketing Aussage. Jeder aus der Branche ist sich sicher bewusst, dass zu diesem Preis einfach eine günstige Storage Lösung erhältlich ist. Kein vernünftiger IT Mensch kommt auf die Idee, Synology mit einer EQLodic, NetApp, EMC oder HP EVA zu vergleichen. Aber, für den Preis bekommt man eine Lösung, die eben für den günstigen Preis viele Möglichkeiten bietet und dies auch noch zu einer brauchbaren (guten) Leistung.

Gruss
Harders

PS: ich bin nicht von Synology gekauft und habe da auch keine Aktien

13.04.2011 - Diskman

die 1.500 Euro sind ohne HDDs.
Wenn man nun noch 10x z.B. eine WD RE2 mit 1 TByte (RAID Edition) zu je ca. 123 Euro verbaut, landet man auch bei nicht ganz 2.800 Euro. Ist sicherlich noch günstig, aber mit den genannten Einschränkungen.
Und dass sich die Jungs von Synology was einfallen lassen... nett, aber hilft heute nicht und Firmenkunden sollten ihre Kaufentscheidung nicht auf einer Hoffnung aufbauen.

12.04.2011 - Godwin

Ein Rackmount-Array ist sicher primär für Unternehmen gedacht. Und da darf man dann auch höhere Masstäbe ansetzen bzw. darauf hinweisen.
Der Beitrag beginnt ja auch mit "..Hochleistungs-NAS-Systeme...". Wenn Synology das so gesagt hat, dann sind sie eh noch gut weggekommen.

Dass mann für den Preis vermutlich kein Hotswap-Netzteil bekommt, ok. Den Hinweis finde ich aber sehr wichtig.
USB 3.0 mag heute noch nicht so verbreitet sein, aber wenn ich mir heute ein neues System kaufen, sollte es das können. Gerade beim übertragen größerer Datenmengen und Backups ist USB 2.0 schon lange viel zu langsam.

Die Synology-Webseite ist okay, zumindest sicherlich besser als z.B. die von Netgear, aber letzendlich auch nichts besonderes. Dass alle Infos zu einem Produkt übersichtlich aufbereitet sind, ist doch eigentlich heute Standard - auch wenn viele den Standard nicht erreichen.

Ansonsten kann man Unternehmen eigentlich nur abraten Daten auf einem Billigspeicher abzulegen.

12.04.2011 - Harders

Lieber Autor

also ich bin mit folgenden Punkten nicht einverstanden:

-eingeschränkte Betriebssystemunterstützung (Die Welt arbeitet mit mehr Betriebssystemen als Windows, »MacOS« und »Ubuntu«)

-kein USB 3.0

-keine Remote-Spiegelung

-keine Hotswap-Netzteile oder Batterie-Backup

-FCoE



eingeschränkte Betriebssystemunterstützung

Auch wenn zwar als Linux Vertreter nur Ubuntu genannt wird. Aus welchem Grund auch immer .... Entscheidend sind doch die Protokolle, die das NAS beherrscht. Dies wäre für Unix und Linux sicher folgende:

-NFS
-iSCSI
-FTP

Somit kann jede Linux Variante mit dem Synology NAS kommunizieren. Da sehr ich kein Hindernis. Als Umweg steht ja auch der SMB Client bei Linux zur Verfügung. Auch wenn dieser vielleicht nicht die erste Wahl ist. Weshalb Synology sich auf Ubuntu beschränkt, ist mir ein Rätsel.



kein USB 3.0

Und wieso legt der Autor so viel Wert auf USB 3 Unterstützung? USB 3 ist recht neu und noch nicht mal bei allen PC / Laptops verbreitet. Synology hat ja seit den Anfängen USB Schnittstellen. Und dass diese auf USB 3 angehoben wird, sehr ich wirklich nicht als das dringendste bei einem NAS. Gerade bei einem NAS, wie das getestete, welches irgendwo in einem Rack montiert ist, ist USB noch unbedeutender als beim einem NAS, welches zu Hause steht. Und der grosse Teil der Home Synology Nutzer benutzt eine externe USB Disk als Backupmedium. Und da reicht USB 2 allemal.



keine Remote-Spiegelung

Was meint der Autor damit genau? Synology bietet seit Jahren ein Backup (Netbackup) auf ein anderes Synology NAS an. Oder alternativ auf ein anderes rsync Ziel. Welches NAS in dieser Preisklasse bietet den eine echte Spiegelung? Und mit etwas Handarbeit kann mit Bordmitteln (rsync) eine periodische Spiegelung eingerichtet werden. Was nicht ist, kann noch werden. Die Jungs von Synology kommen immer wieder mit netten Features.



keine Hotswap-Netzteile oder Batterie-Backup

Bei diesem Preis ist das fast nicht zu machen. Ich denke der Grossteil der Synology Nutzern will lieber ein bezahlbares Gerät haben. Und wenn Hotswap wichtig ist, wird ein NAS oder SAN der höheren Preisklasse genommen.



FCoE

Auch etwas neueres, welches erst im Aufkommen ist und für ein NAS in dieser Preisklasse Overkill ist.



Nicht erwähnt worden ist z.b. die automatische Aktualisierung der DSM. Die umfangreiche iSCSI Unterstützung. Den guten Support und die Infos auf der Synology Webseite. Und die breite Unterstützung im deutschen Synology Forum.


Freundlicher Gruss
Harders

06.04.2011 - ubr

Vielen Dank, Änderung ist erfolgt.
Ulrike Rieß

05.04.2011 - Weber

"Allerdings lässt sich der Unterschied beider Modelle nicht auf den ersten Blick feststellen. Die Redaktion entnimmt den vorliegenden Informationen, dass lediglich das Festplattenformat den Unterschied ausmacht."

Falsch!

RS2211RP+ = Redundantes Powersupply
RS2211+ = einfaches Powersupply

RX1211RP = Erweiterungsbox mit redundantem Powersupply


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