05.08.2012 (eh) Drucken
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Smartphone-Besitzer naiv bei Backup und Datensicherheit

  • Inhalt dieses Artikels
  • Zugriffsdaten wie Name und Passwörter sind – auch auf dem Smartphone
  • Viele Smartphone-Besitzer fragen: Was ist Backup?
  • Nicht überall wo Google draufsteht, ist Google drin
  • Bitkom-Tipps für Smartphone-Besitzer
  • Trend-Micro-Tipps speziell für Android-Nutzer
App von Trend Micro findet gestohlene Android-Geräte
App von Trend Micro findet gestohlene Android-Geräte
Erschreckend naiv sind viele Smartphone-Besitzer, was die Sicherheit ihres Geräts anbelangt. Denn fast jeder zweite (47 Prozent) nutzt nach eigenen Angaben keinen Virenschutz, jeder fünfte verzichtet komplett auf jegliche Sicherheitsfunktionen. Das ergab eine repräsentative Verbraucherumfrage im Auftrag des Hightech-Verbands Bitkom. »Bei der Nutzung von internetfähigen Smartphones sind der Schutz des Endgeräts und die Sicherheit der gespeicherten Daten genauso wichtig wie bei jedem PC auch«, sagt Bitkom-Präsident Prof. Dieter Kempf. »Smartphones sind keine Handys, Smartphones sind Hochleistungs-Computer, mit denen man auch telefonieren kann.«

Die Bedrohung durch Cyberkriminalität, Viren oder Diebstahl hat für Smartphones stark zugenommen. Ende Juni 2012 registrierte der Anti-Malware-Spezialist Trend Micro bereits 27.000 bösartige Apps für die Android-Plattform. »Jeder Smartphone-User sollte zumindest einen Antivirenschutz nutzen sowie Sicherheitsfunktionen wie den standardmäßig angebotenen Zugriffsschutz«, betont Kempf.

Zugriffsdaten wie Name und Passwörter sind – auch auf dem Smartphone

Jeder dritte Deutsche (34 Prozent) besitzt aktuell ein Smartphone. Bei den unter 30-Jährigen ist es sogar jeder zweite (51 Prozent). Mit Smartphones können die Nutzer ins Internet gehen und sich verschiedene Zusatzprogramme, sogenannte Apps, auf ihr Gerät laden. Auf Smartphones sind häufig sensible berufliche Informationen und auch intime private Daten gespeichert – von elektronischen Postfächern über Adressbücher bis zu Fotoalben. Zudem haben die meisten Nutzer den Zugriff auf verschiedene Webservices für Fotos, Musik oder auf Onlineshops wie Reiseveranstalter eingerichtet.

Die Zugriffsdaten wie Name und Passwörter für diese Dienste sind ebenfalls auf dem Smartphone gespeichert. »Das Smartphone wird immer mehr zur technischen Basis für den Identitätsnachweis bei Online-Transaktionen«, erläutert Kempf. Der Verlust des Mobiltelefons kann daher schwerwiegende Folgen haben. Nach einer Bitkom-Umfrage hat rund jeder zehnte Deutsche ab 14 Jahren sein Handy schon einmal verloren.

Viele Smartphone-Besitzer fragen: Was ist Backup?

Nur jeder sechste Smartphone-Besitzer (16 Prozent) nutzt ein Programm, mit dem das Mobiltelefon bei Verlust geortet werden kann. Lediglich jeder Neunte (elf Prozent) hat eine Software installiert, mit dem nach einem Verlust per Fernzugriff alle Daten gelöscht werden können. Ähnlich wenige (zwölf Prozent) nutzen auf ihrem Mobiltelefon einen so genannten Passwort-Safe, das ist eine Software zur sicheren und zentralen Verwaltung von Zugangscodes.

Was ein Backup ihrer Daten anbelangt, gelten Smartphone-Benutzer geradezu als unbeleckt. Apple hat festgestellt, dass 43 Prozent der iPhone-Anwender ihr Gerät nach der erstmaligen Registrierung nie wieder an einen PC anschlossen. »Was ist Backup?, fragen hier ganz ungeniert unbedarfte Anwender.

Nicht überall wo Google draufsteht, ist Google drin

Verständlich, dass für solche Anwender besonders schwer ist, legitime von bösartigen Android-Apps zu unterscheiden. Denn die Schädlinge setzen die Tarnkappe des Saubermanns auf und geben sich zum Beispiel als kostenlose Version eines begehrten Spiels aus. Nicht weniger als 30 Prozent der bösartigen Android-Apps nutzen diese offensichtlich sehr erfolgreiche Taktik.

Anders als im Fall von Apples mobilem Betriebssystem und App-Markt stellt Android ein offenes Ökosystem dar. Das heißt, dass Google nur einen Teil der weltweit entwickelten Apps kontrollieren kann – schließlich gibt es eine steigende Zahl von Drittanbietern von Online-Marktplätzen für Android-Apps. Die Anwender dieser Plattform müssen deshalb für ihre Sicherheit selbst sorgen. Trend Micro stellt hier mit »HouseCall Mobile« (als Teil der »Trend Micro Mobile Security for Android – Personal Edition«) einen kostenlosen App-Scanner bereit, der Schädlinge entdecken und entfernen kann.

Bitkom-Tipps für Smartphone-Besitzer

► Zugriff auf Smartphone schützen, etwa durch Eingabe einer PIN.
► Sicherheitsfunktionen nutzen und Antivirenprogramm installieren.
► Apps nur aus vertrauenswürdigen Quellen installieren (besonders wichtig für Android-Plattformen).
► Updates von Apps und Betriebssystem möglichst umgehend installieren.
► Gesundes Misstrauen: Nicht jeden Anhang öffnen, nicht jedem Link folgen.

Trend-Micro-Tipps speziell für Android-Nutzer

1) Nutzen Sie die eingebauten Android-basierten Sicherheitsfunktionen: Diese Einstellungen sind unter »Settings« und »Location & Security« zu finden. Es empfiehlt sich auch, die etwas zeitaufwändige Möglichkeit zu nutzen, das Gerät im inaktiven Zustand zu sperren, um dann mithilfe des Kennworts das Gerät wieder zu aktivieren. Des Weiteren gibt es mit der Fingerabdruck-Option den wohl sichersten Schutz vor fremdem Zugriff.
2) Deaktivieren Sie die automatische Wi-Fi-Verbindung: Der automatische Zugang zu offenen drahtlosen Netzen öffnet Tür und Tor für jeden, und lässt die Daten vom Smartphone frei durch den drahtlosen Router fließen.
3) Lassen Sie nur Apps aus Android Market zu: Dies liefert zwar keine hundertprozentige Garantie gegen gefälschte Apps, doch ist der offizielle Android-Store vertrauenswürdiger als die Dritter.
4) Vergeben Sie keine Berechtigungen, deren Sinn Sie nicht verstehen: Die meisten Schädlinge wollen Zugriffsrechte auf eine ganze Reihe von Informationen auf dem Smartphone. Auf diese Weise kann die Malware als Backdoor-Programm aktiv werden, und auf dem Gerät Anruf-Logs ändern, Textnachrichten überwachen und abfangen und anderes mehr.
Installieren Sie zusätzlich eine effektive mobile Sicherheits-App. Ein solcher zusätzlicher Schutz ist nötig, weil die Cyberkriminellen immer neue Wege finden, die vorhandenen Schutzmechanismen der Geräte auszuhebeln.

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