HP baut kräftig um: Hardware raus, Software rein

Dafür soll nun massiv in Software und Dienstleistungen investiert werden. Interessant dabei: Bei der Ankündigung des deutlichen Unternehmensumbaus wird die Absicht, den britischen britischen Infrastruktur-Softwarespezialisten Autonomy für rund zehn Milliarden US-Dollar zu übernehmen, in einer uninspirierten Pressemitteilung relativ nebenbei erwähnt wird. Die Briten, die auch einen Unternehmensdoppelsitz im kalifornischen San Franzisko haben, entwickeln Enterprise-Search- und Knowledge-Management-Software mit Techniken wie adaptiver Mustererkennung. Zu den Renomee-Kunden gehört beispielsweise der britische Geheimdienst, und vermutlich noch weitere Geheimdienste.
Autonomy akquirierte selbst schon seit Jahren
Die hochprofitable Autonomy war in den letzten Jahren auf dem ECM-Segment (Enterprise Content Management) selbst stark als Akquisiteur unterwegs. Meist wurde geklotzt, und nicht lange gekleckert. 2007 legt man 375 Millionen US-Dollar für den E-Discovery-Experten Zantaz hin (ECMguide.de berichtete). Mit Interwoven wurde schließlich 2009 ein namhafter ECM-Anbieter für 775 Millionen US-Dollar geschluckt und integriert (ECMguide.de berichtete). Und erst vor einem viertel Jahr blätterte man 380 Millionen US-Dollar für die Digitalsparte des Archivierungsunternehmens Iron Mountain hin (speicherguide.de berichtete).
Mit dem Kauf von Autonomy wird HP ganz klar ein größerer Wettbewerber zu Oracle, und natürlich auch zu SAP, Apothekers früherem Arbeitgeber. Er dürfte aus dieser Zeit wohl wissen, welche Stellung Autonomy auf dem Unternehmens-Softwaremarkt wirklich hat.
HPs Personal Systems Group (PSG): nur 5,9 Prozent Rendite
Der Geräte-Bereich wird nun auf Server und Speicher für Unternehmensnetzwerke und Drucker reduziert. Diese Sparten bringen es anscheinend noch auf Marken von durchschnittlich 13 bis 14 Prozent. Software kommt auf rund 19,5 Prozent – dagegen sank die Rendite der Personal Systems Group (PSG) auf zuletzt 5,9 Prozent ab. Mit diesen Zahlen wird klar, warum Apotheker zu radikalen Einschnitten bereit ist – wenn es um Gewinn-Maximierung geht.
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