Absurd: HP bietet zwei Milliarden US-Dollar für 3Par
Bei
3PAR dürften Aktionäre und Verantwortliche ihr Glück kaum fassen können.
Hewlett-Packard (HP) würde sich einen Kauf zwei Milliarden US-Dollar kosten lassen. Das entspricht 30 US-Dollar pro Aktie.
Dell hatte vergangenen Freitag seine Offerte auf 27 US-Dollar erhöht. Dass HP noch mal etwas drauf legt war klar, aber dieser Preis ist mit gesundem Menschenverstand eigentlich schon nicht mehr erklärbar.
Zur Erinnerung: Begonnen hatte Dell mit einem Gebot von 1,15 Milliarden US-Dollar. Daraufhin erhöhte HP auf 1,6 Milliarden. Dell zog mit. HP legte noch mal nach und rief 1,8 Milliarden US-Dollar auf. Dell glich erneut aus, dürfte nun aber schwer schlucken.
Der französische Kollege und Storage-Experte Jean-Jacques Maleval von StorageNewsletter.com bezeichnet diesen Preis als lachhaft und stellt die Frage, wie viele Jahre HP benötigen wird, diesem Betrag wieder einzuspielen. Es sei unerklärlich, mit welchen Argumenten Dave Donatelli, Executive Vice President and General Manager, Enterprise Servers, Storage and Networking das HP-Board überzeugen konnte, eine Summe in dieser Höhe locker zu machen.
Die 3Par-Technologie ist sicherlich interessant und würde HP im Enterprise-Bereich ein Stück voranbringen. Mehr aber auch nicht. 3Par setzt im Jahr lediglich 194 Millionen US-Dollar um und war seit Gründung 1999 noch nie profitabel. Auch das Wachstumspotential liegt im einstelligen Prozentbereich.
Dell hat nun drei Tage Zeit, mit HP gleichzuziehen. Anderenfalls kann 3Par von der mit Dell geschlossenen Vereinbarung zurücktreten.
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