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Hochverfügbare VDI

Die Kreissparkasse Birkenfeld verfolgt seit 2006 die konsequente Virtualisierung ihrer IT-Infrastruktur. Eine virtuelle Desktop-Infrastruktur (VDI) unter Citrix XenDesktop und XenServer wird dabei durch ein Storage Area Network (SAN) mit der Speichervirtualisierung von DataCore ergänzt. 40 Geschäftsstellen mit rund 350 PC-Arbeitsplätzen können dadurch ausfallsicher und schneller als zuvor auf Anwendungen und Daten zugreifen. Die IT-Abteilung senkt die Kosten und vereinfacht die Administration der zentralen Dienste.

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Von Michael Baumann, Konzept PR

Mit über 40 Geschäftsstellen ist die Kreissparkasse Birkenfeld in allen größeren Gemeinden des gleichnamigen Landkreises zwischen Hunsrück und Nahetal kundennah vertreten. Von den über 400 Mitarbeitern arbeitet fast die Hälfte in Außenstellen, die mit Bankenanwendungen, Kundendaten und weiteren zentralen Services aus der Hauptstelle in Idar-Oberstein versorgt werden.

In die Virtualisierung war man bereits 2006 mit VMware »ESX-Server« eingestiegen und sämtliche Anwendungen auf virtuelle Maschinen (VMs) migriert. Als redundanter Storage kamen »Filer« der Firma NetApp (Modell FAS250) zum Einsatz, die zwei Jahre später durch die Hardware-unabhängige Speichervirtualisierung mit DataCore abgelöst wurden.

Automatischer Failover mit Datacore

Innerhalb eines Quartals hatte man die Speicherumgebung auf Basis der Datacore-Speichervirtualisierung implementiert: Zwei Fujitsu »Primergy RX300 S4«-Server mit Quad-CPU und vier Gigabyte (GB) RAM wurden mit rund zwei Terabyte (TB) internen SAS-Speicherplatten ausgerüstet. Zudem wurde eine vier GBit Fibre Channel Fabric zwischen den beiden Serverräumen eingerichtet. Die Datacore-Software wird zur Speicherbereitstellung hochverfügbarer Plattenkapazität eingesetzt und spiegelt die Daten synchron zwischen den Rechenzentren.

Bild 1. Die Entscheidung für die Kombination von ESX-Server und Xendesktop auf dem Datacore-SAN war für Lutz Kohlhaas die optimale Lösung. Quelle: Datacore
Bild 1. Datacore-SAN war für Lutz Kohlhaas die optimale Lösung. Quelle: Datacore
Thin Provisioning erhöht dabei die Auslastung des Gesamtsystems und reduziert den Administrationsaufwand. Sukzessive wurden anschließend Daten aus den Netapp-Geräten auf den Datacore-Speicher migriert und die veraltete Hardware abgelöst.

»Wir waren von der Datacore-Technologie von Anfang an begeistert. Insbesondere die Hardwareunabhängigkeit und die neu gewonnene Flexibilität haben uns zugesagt«, sagt Lutz Kohlhaas, IT-Leiter der Kreissparkasse Birkenfeld. »Jedoch war für uns die Hochverfügbarkeitsfunktionalität der entscheidende Grund für die Datacore-Software. Wir kennen keine Lösung, die einen automatischen Failover zu einem solchen Preis-/Leistungsverhältnis bieten kann. Bei den klassischen SAN-Lösungen ist insbesondere die Hochverfügbarkeit deutlich teurer. «

Verschlankung mit Xendesktop

2009 nahm man auch die PC-Arbeitsplätze unter die Lupe. Bis dato waren ausschließlich Desktop-Computer (Fat Clients) im Einsatz, die zu diesem Zeitpunkt das Ende ihres Lebenszyklus schon überschritten hatten. Daher entschied man sich für eine grundlegende Infragestellung des Konzepts.

»Unser Ziel war die komplette Zentralisierung unserer Benutzer-Desktops, um nicht weiterhin Ressourcen und Zeit für den Betrieb der verteilten Fat Clients aufzubringen. Terminalserver hielten wir für nicht mehr zeitgemäß. Also haben wir uns zur Virtualisierung unserer Desktops entschlossen«, sagt Lutz Kohlhaas. »Citrix Xendesktop bot für unsere Anforderungen mit 350 Desktops das beste Gesamtpaket.«

Der IT-Dienstleister buerodata wurde mit der Umsetzung beauftragt. Auf sechs Primergy-Servern mit Dual-Quadcore-Prozessoren und jeweils 80 GB RAM kommt der Hypervisor Xenserver zum Einsatz. Auf ihnen werden bis zu je 60 virtuelle Xen Desktops für die Mitarbeiter in der Zentrale und den Außenstellen ausgeführt. Die Verbindung der Mitarbeiter zu ihrem individuellen Desktop besorgen die beiden  »Desktop Delivery Controller«, die ebenfalls virtuell auf den Xenservern laufen. Verteilt auf zwei Lokationen betreibt die Kreissparkasse so sechs physische Maschinen mit Xenserver, zwei virtuelle Desktop Delivery Controller, zwei physische »Provisioning Server« und die beiden Storage-Server mit Datacore.

Hochverfügbare VDI

Für diese zentralisierte und konsolidierte Infrastruktur ist die Hochverfügbarkeit des Speichers ohne jede Alternative. Seit 2008 waren kontinuierlich weitere Server in die Datacore-Umgebung gehoben worden, unter anderem Xendesktop. Nach zwei Jahren entschied man sich deshalb zu einer Erweiterung und Aktualisierung dieser Umgebung, um weitere Performance zu gewinnen.

Bild 2. Die heutige Topologie der IT-Umgebung bei der Kreissparkasse Birkenfeld. Quelle: Datacore
Bild 2. Die heutige Topologie der IT-Umgebung bei der Kreissparkasse Birkenfeld. Quelle: Datacore
»Wir haben mit dem Datacore-SAN über Jahre positive Erfahrungen gemacht und waren jetzt davon überzeugt, dass es für unsere virtuellen Xendesktops die optimale Lösung ist. Das Elegante an der Datacore-Speichervirtualisierung ist ihre Flexibilität. Sie verhält sich Hypervisor-, Hardware- und Plattform-neutral und konnte so einfach für unsere neuen Anforderungen mit der VDI angepasst werden. Es ist beruhigend zu wissen, dass dies auch zukünftig gilt«, sagt Lutz Kohlhaas.

Zusammen mit dem Integrator Buerodata macht man sich 2010 an die Einführung der »zweiten Generation« der Datacore-Virtualisierung. Als Storage Server werden »Primergy RX300S6« mit je zwei Hexacore-CPUs (mit Hyperthreading) eingesetzt. Auf ihnen läuft die Datacore-Software unter Windows Server 2008 Release 2 in der 64-Bit-Version. Der Arbeitsspeicher wurde auf 24 GB RAM aufgestockt und steht größtenteils für das Datacore-Caching zur Verfügung. Über je zwei 8 Gb FC-HBAs sind zudem pro Seite vier TB Diskspeicher direkt angeschlossen. Die Wahl fiel hier auf SAN-Storage von DotHill 3730, der mit je 12 SAS-Platten ausgestattet sind.

Buerodata hatte die neue Datacore-Umgebung als komplette Parallelinstallation aufgesetzt, die Systeme konnten so problemlos außerhalb der Geschäftszeiten in den Produktivbetrieb geschalten werden. Dabei ist das Datacore-SAN auf Performance optimiert, ohne bei der Hochverfügbarkeit Abstriche machen zu müssen.

Xenserver und virtueller StorageDie Datacore-Software reicht virtuelle Speicherkapazität an die Xenserver, auf denen virtuellen Desktops bereitgestellt werden. Da der redundant ausgelegte Storage über mehrere Pfade angebunden ist, stehen dabei für jedes virtuelle Volume vier Pfade zur Verfügung. Bei Ausfall eines Datacore-Servers, schalten die Xenserver automatisch den Pfad auf den verbleibenden Server um. Nach dem wiederherstellen des ausgefallenden Datacore-Servers synchronisieren beide Server sich automatisch innerhalb kurzer Zeit.

Bild 3. Die Hauptstelle der Kreissparkasse Birkenfeld. Quelle: Datacore
Bild 3. Die Hauptstelle der Kreissparkasse Birkenfeld. Quelle: Datacore
Die Kreissparkasse profitiert durch die Zentralisierung der Clientstruktur auf unterschiedliche Weise. Softwareverteilung und Patch-Management können nun auf der Basis von Images über den Provisioning-Server zentral erledigt werden. Zudem erreicht man ein Höchstmaß an Standardisierung der Infrastruktur und eine Steigerung der Performance in den Geschäftsstellen auf Hauptstellenniveau. Die Architektur bietet Zukunftssicherheit, schnelle Erweiterbarkeit oder Konsolidierung und gesicherte, einfache Rollbackmöglichkeiten.

IT-Leiter Lutz Kohlhaas resümiert: »Wir sind sehr zufrieden mit unserer Entscheidung, ESX-Server und Xendesktop auf dem Datacore-SAN zu fahren. Durch diese ganzheitliche Virtualisierung von Storage, Server und Desktop werden schließlich die Vorteile der einzelnen Komponenten verstärkt. Wir haben den Administrationsaufwand erheblich reduziert, die Anwendungsperformance in den Außenstellen verbessert und eine hochverfügbare Plattform für den Betrieb unserer Benutzer-Desktops aufgebaut. In Zukunft sind wir damit auch in der Lage, schneller auf neue Anforderungen zu reagieren. Neben der Kosteneffizienz profitieren wir zukünftig von der Flexibilität, Performance unserer Infrastruktur. In einem ständig sich wandelnden Geschäftsumfeld ein unschätzbarer Vorteil.«.

Weitere Informationen

Datacore Software GmbH
Bahnhofstr. 18
85774 Unterföhring
Tel: +49 (0) 89 4613570-0