Drei Ebenen der Speichereffizienz
Die oft benötigte Effizienz in Speicherumgebungen lässt sich nicht nur durch punktuelle Aktionen, sondern vielmehr durch verzahnte und übergreifende Maßnahmen erreichen. Eine Kombination von optimaler Kapazitätsauslastung sowie Betriebs- und Energieeffizienz bringt nachhaltigen Nutzen für die IT-Struktur.
Von Guido Klenner, Hewlett-Packard
»Instant On« ist das Motto der Zeit, dass heißt, jeder Workload muss überall und jederzeit für alle zur Verfügung stehen. Dies ist zumindest der Wunsch aller IT-Verantwortlichen. Ein Weg dorthin ist es, alte Infrastrukturen aufzubrechen und alle Ressourcen sinnvoll und optimal zu nutzen. Oft können IT-Manager die Anforderungen kaum erfüllen, weil die Ressourcen knapp, Budgets gering und zu wenig Personal und Zeit zur Verfügung stehen. Hinzu kommt, dass sich die Datenzentren verändern, zum Beispiel verschwinden die bindende Grenzen zwischen Server-, Speicher- und Netzwerkwelt, was wiederum neue Herausforderungen auf den Plan ruft. Die wachsenden und sich wandelnden Anforderungen können nur durch eine Infrastruktur auf Abruf, also »Infrastructure as a Service« (IaaS) oder mittels Cloud-Services bedient werden. Diese muss skalierbar, selbst optimierend und in andere Management-Tools wie »vCenter«, integrierbar sein. Um hier die notwendige Effizienz zu erreichen, lässt sich auf drei Ebenen ansetzen: auf der des physikalischen Speichers, auf der des Managements und auf der des Energiebedarfs. Darüber hinaus kann eine umfassende strukturelle Bündelung, so zum Beispiel in einer konvergenten IT-Infrastruktur, nutzbringende Synergien bringen.Energie, Management und Kapazitätsnutzung
Die drei Säulen, die eine effizientere Nutzung der IT versprechen, sind:
- gesteigerte Betriebseffizienz durch die Verwaltung,
- bessere Ausnutzung vorhandener Rohkapazitäten und
- optimierter Energiebedarf.
Die höchste Effizienz lässt sich erzielen, wenn diese drei Aspekte übergreifend auf Speicher, Netzwerk und Server angewendet werden. Allerdings lässt sich die Nutzwertsteigerung gut im Storage-Umfeld beginnen und dann flächendeckend ausrollen. So steigert der EDV-Verantwortliche stufenweise die Gesamteffizienz.
Konvergenter Speicher als flexible Anwendungslösung
Mit »Converged Storage« von HP kann der erste Schritt in effiziente IT-Infrastruktur gemacht werden. Converged Storage vereint die drei Schritte zur Effizienz durch die Technologien der Speichervirtualisierung, des skalierbaren Clusters (Grid-Architektur) und des integrierten IT-Managements. Mit der Speichervirtualisierung lassen sich die Ressourcen (Kapazitäten) besser nutzen. Hier kommen Verfahren zum Einsatz wie Autonome Optimierung, Thin-Provisioning, Mandantenfähigkeit und Workload-Management. Das skalierbare Cluster unterstützt Scale-out-Architekturen, die graduell und nach Bedarf sowohl in Performance sowie in Kapazität und Workload wachsen können. Gleichzeitig sind diese Infrastrukturen hochverfügbar und bieten guten Ausfallschutz.
Schließlich sorgt das integrierte Management für die Erfüllung von Service-Level-Agreements in den Bereichen Server, Netzwerk und Speicher. HP legt dabei Wert darauf, dass die Nutzwerte vor allem auf der Basis standardisierter x86-Hardware, entweder in Form von Blades oder Rackmount-Server, entstehen. Dies senkt nicht nur die Kosten, sondern vereinfacht auch die Verwaltung. Das Management selbst soll einfach sein und dem IT-Verwalter erlauben, dass Systeme und Lösungen in kurzer Zeit betriebsbereit und Cloud-fähig sind. Bereits bei den Speicherlösungen zeigt sich bei HP der Ansatz, die Grenzen zwischen Server, Speicher und Netzwerk aufzuheben, sei es durch die Art der Hard- und Software oder dem übergreifenden Management. Mandantenfähigkeit, Hardware unterstützte RAID-Kalkulationen und Space-Reclamation bringen weiteren Zusatznutzen.
Zudem ist eine gemeinsame, Linux basierende, Software-Plattform notwendig, die dann zahlreiche Protokolle unterstützt, um eine heterogene Umgebung zu stützen und alle Datendienste einheitlich anbieten zu können. Dieser Ansatz findet in Produkten ihre Umsetzung, wie der »X9000«-IBRIX-Appliance, den »D2D StoreOnce«-Sicherungssystemen, sowie im hochskalierbaren Blockdaten-Speicher »P4000 LeftHand« oder deren äquivalente Software-Version als virtuelle SAN-Appliances (VSA) für Hypervisors.
Konvergentes Management für zentrale Verwaltung
Das »Converged Management« von HP hebt die Grenzen zwischen Speicher und IT-Service-Bereitstellung auf, inklusive Support für virtuelle Server-Welten. Das konvergente Management kombiniert drei Bausteine:
- Das Common-Device-Management soll den Lernaufwand und damit die operativen Kosten verkleinern. HP bietet hier die Lösungen »iLO«, »Insight Software«, »Insight Remote Support« und »Storage Essentials«.
- Als zweites gewährleistet die Orchestrierung von IaaS, dass ein Ausrollen der Services beschleunigt und die Kontrolle erhöht werden. Dies geschieht beispielsweise durch den »Storage Provisioning Manager« für das »Matrix Operating Environment«.
- Des Weiteren integriert HP die Fähigkeiten zur Selbstverwaltung, um den Management-Wasserkopf so weit wie möglich zu vermeiden.
Große Effizienz bringt zum Beispiel der Insight Manager, der Server und Speicher von HP verwaltet. Er ermöglicht eine automatische Auffindung und Identifizierung der zu verwaltenden Systeme und sammelt dann ebenso automatisch Inventardaten der Systeme. Die dadurch entstehenden Berichte lassen sich vordefinieren und individualisieren sowie einzeln oder multiple ausführen. Das garantiert die Bereitstellung von Vertrags- und Gewährleistungsinformationen, deren Authentizität durch Konfigurationsschnappschüsse zum Vergleich für einzelne und mehrere Systeme abgesichert wird.
Ein großer Vorteil ist dabei die zentrale Zusammenfassung aller Ressourcen: Der IT-Manager muss Systeme nicht einzeln abrufen, prüfen und die dazugehörigen Reporte in Kleinarbeit erstellen. Ebenso hohen Nutzwert schafft der »Storage Provisioning Manager« (SPM), der eine Implementierung eines Speicherdienstkatalogs anhand von Anforderungen und Ressourcen realisiert. Dadurch sind automatisierte Service-Konfigurationen genauso möglich wie die Überwachung der vordefinierte SLAs. Der SPM agiert quasi »im Auftrag« des Speicherarchitekten bzw. -administrators als Ressourcen-Manager. Das spart Zeit und Personalaufwand.
Hierbei geht es vor allem um eine erleichterte Gewährleistung der SLAs über die Speichergrenzen hinaus. Mit den erwähnten Tools ist der Applikations- oder Server-Administrator in der Lage, Storage nach Bedarf aus dem Speicherkatalog zu wählen. Der Storage-Admin legt wiederum Serviceklassen gemäß den vorhandenen Systemen fest. So kann eine Service-Klasse für den Bereich Backup-to-Disk, Archiv oder File-Services mit MDL-SAS-basiertem Storage mit RAID 5 oder 6 eingerichtet werden; und eine weitere Service-Klasse mit Blockspeicher, wie HP P4000, P6000 EVA, auch in Kombination mit NAS-Appliances wie X5000 (primär CIFS) oder X9000 (primär NFS), für File, Print, kleine Datenbanken oder Mail Anwendungen. ERP und geschäftskritische Daten können zum Beispiel auf Highend-Systemen wie »P9000« oder »3Par«, ausgestattet mit Tiering und SSDs, abgebildet sein. Die Verwaltung der Speicher-Ressourcen als Pool von Kapazitäten übernimmt der HP SPM. Der Administrator verwaltet also nicht mehr die einzelnen Speichersysteme der unterschiedlichen Ausprägung, sondern er erstellt und überwacht die Service-Klassen und deren SLAs. Die Ressourcen-Zuordnung macht der SPM. So wird der Begriff »Unified Storage« über die Systemgrenzen hinweg gefasst und nicht nur auf das einfache Management von File- und Blockspeicherfunktionen beschränkt, die auf einem System laufen.Von Converged-Storage zu Converged-Infrastructure
Mit diesem Ansatz und den dazu gehörigen Lösungen steigert HP nicht nur die Effizienz , sondern schafft eine konvergente Infrastruktur , die von der Optimierung alter Infrastrukturen über die Schaffung von IaaS und Cloud-Management hin zu vollständigen Cloud-Umgebungen führt. Hier werden Speicherkonsolidierung, Schutz des Geschäftsbetriebs und optimierte Unternehmenslösung zusammengeführt. Dafür bietet der Speicherhersteller bereits entsprechende Lösungen an, die diese Grenzen innerhalb eines Systems aufbrechen. Dazu gehört das »E5000 Messaging System für Exchange«.
Dieses integriert Server, Speicher, Netzwerk und Software und enthält vordefinierte, getestete Konfigurationen für große, kostengünstige Mailboxen mit vereinfachter Bereitstellung. Somit stellt es eine flexible Lösung mit eingebauter Hochverfügbarkeit sowie Bausteinkonzept für Skalierbarkeit von 100 bis 15.000 Postfächer dar. Es sind Lösungen wie diese, mit denen HP IT-Verantwortlichen und ihren Unternehmen den Weg hin zu einer übergreifenden, nutzbringenden und leicht zu verwaltenden IT-Zentrale ebnen will.Herrenberger Straße 130
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