11.04.2013 (eh) Drucken
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Nimble Storage startete Cloud-basierten Analyseservice

  • Inhalt dieses Artikels
  • Infosight erkennt 80 Prozent der potenziellen Störfälle proaktiv
  • Kunden erhalten Empfehlungen aus Infosight-Portal
»InfoSight« gewinnt aus Analysedaten wertvolle Erkenntnisse (Bild: Nimble Storage)
»InfoSight« gewinnt aus Analysedaten wertvolle Erkenntnisse (Bild: Nimble Storage)
Mit einem pfiffigen, aber ungemein aufwändigem Analyseservice ist derzeit Nimble Storage dabei, sich sogar von richtig großen Konkurrenten wie EMC, HDS, IBM oder NetApp abzuheben. »InfoSight« nennt sich der Service, mit dem Nimble alle fünf Minuten proaktiv Unmengen von Sensordaten über den Zustand ihrer bei Kunden installierten Storage-Systeme abfrägt. Das ergibt 30 Millionen Datensätze pro Tag und pro System.

Diese auszuwerten, ist damit ein klassischer Big-Data-Fall in der Cloud. Aber die ersten Ergebnisse sind vielversprechend. »Wir konnten bei Kunden bereits erhebliche Produktivverluste vermeiden, die ansonsten mit einem Kundendiensteinsatz oder einem Ausfall einhergegangen wären«, erklärt Dan Leary, Vice President of Marketing von Nimble Storage, im Hintergrundgespräch mit speicherguide.de.

Infosight erkennt 80 Prozent der potenziellen Störfälle proaktiv

Die Datenbank von Infosight wächst mit dieser Datenfülle – Storage-Systeme von Nimble sind momentan bei rund 1.100 Kunden installiert – derzeit explosionsartig an. »Wir steuern auf 1 PByte zu«, bekundet Leary. Zum Einsatz kommt das Datenbanksystem »Vertica«, das für Big-Data-Einsätze im PByte-Bereich konzipiert wurde, und das bereits umfangreiche Analysemöglichkeiten enthält.

Ausgewertet werden die Daten von einem Data-Sciences-Team. Mithilfe von Mustererkennung und Korrelationsanalyse werden mittlerweile mit Infosight die ersten Störzustände proaktiv erkannt, bevor sie eintreten. »Über 80 Prozent der möglichen Probleme können wir nun vorab beseitigen«, betont Leary. Aber auch die nach wie vor auftretenden Supportanfälle könnten nun schneller gelöst werden, da die üblichen Troubleshooting-Tools nicht mehr benötigt würden. »Troubleshooting-Verfahren, die bisher Tage oder gar Wochen dauerten, gibt es fast nicht mehr«, sagt Leary.

Kunden erhalten Empfehlungen aus Infosight-Portal

Zu Infosight gehört auch ein kürzlich gestartetes Infosight-Portal für Kunden. Hier können Kunden Auslöse- und Schwellenkriterium um bestimmte Systemparameter herum festlegen. Die Kunden werden dann benachrichtigt, wenn diese Parameter erreicht, oder – je nach Anwendungsfall – auch nicht erreicht wurden. Mit diesen umfangreichen Details können die Kunden verschiedene Aspekte ihrer Umgebung planen, beispielsweise Array-Upgrades oder die Häufigkeit von Snapshots.

»Wenn es ein Performance-Problem des Systems gibt«, erläutert der Nimble-Marketier, »dann war das früher eine tagelange Diskussion von Experten. Heute lässt sich anhand der Analysedaten sehr schnell sagen, ob ein CPU- oder ein Cache- oder ein Festplattensystem-Upgrade nötig ist.« Die Verkäufer der Storage-Systeme hätten natürlich ein Array-Upgrade ampfohlen. Und diese Neutralität des Infosight-Systems würden Kunden zunehmend schätzen. »Das Infosight-Portal«, erklärt Leary, »gibt somit ständig Empfehlungen, wie Kunden ihre Umgebung in erstklassigem Zustand am Laufen halten können.«

Da sich Nimble Storage mit ihren Systemen typischerweise an Mittelstandskunden richtet, wird beim Vertrieb ein 2-Tier-Ansatz gefahren: Zum einen über Distributoren – in Deutschland wäre das ADN –, und zum anderen über Reseller wie beispielsweise Janz IT.

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