05.09.2017 (eh) Drucken
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Cloud-Modelle oder On-Premise? Cloud hat auch versteckte Kosten

  • Inhalt dieses Artikels
  • Entscheider in Unternehmen sollten das Cloud-Frontend sorgfältig prüfen
  • Zwischen drei und 57 Prozent an Betriebskosten einsparbar

Break-even bei 12.374 Euro pro Monat: Ab diesem Punkt ist es wirtschaftlicher, eine konvergente Private-Cloud zu nutzen (Quelle/Bild: ESG Labs)Break-even bei 12.374 Euro pro Monat: Ab diesem Punkt ist es wirtschaftlicher, eine konvergente Private-Cloud zu nutzen (Quelle/Bild: ESG Labs)»Unter IT-Managern in kleinen und mittelständischen Unternehmen herrscht ein allgemeines Missverständnis darüber, dass mit der Public Cloud zwangsläufig Kosten eingespart und die besten Renditen erzielt werden«, erklärt Brian Garrett, Vice President bei ESG Lab. Da Investitionsentscheidungen zwar einerseits immer auch eine gehörige Portion Bauchgefühl mit sich bringen, fundamental aber auf Fakten basieren (sollten), wurden in dem White-Paper »Simply Pure Cloud Economics 101« die wahren Kosten der Public- gegenüber der Hosted-Private-Cloud-Infrastruktur ermittelt (»The True Costs of Public versus Hosted Private Cloud Infrastructure«).

»Eines der populärsten Argumente für den Umstieg auf ‚die Cloud’ ist das Versprechen der sinkenden Kosten«, erläutert Güner Aksoy, Regional Sales Director Central Europe von Pure Storage anhand der Untersuchung von ESG Lab. »Dabei zeigt sich, dass dies jedoch keine einfache Rechnung ist, die auch nicht immer aufgeht.«

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Entscheider in Unternehmen sollten das Cloud-Frontend sorgfältig prüfen

Güner Aksoy, Regional Sales Director Central Europe, Pure StorageGüner Aksoy, Regional Sales Director Central Europe, Pure StorageDie meisten Unternehmen und privaten IT-Nutzer setzen mittlerweile auf die allgegenwärtige Cloud – sowohl zu Hause als auch bei der Arbeit. Die Vor- und Nachteile der Cloud sind weitläufig bekannt. Aber die versteckten Kosten können – und tun das auch manchmal – sich zeigen und sehr schmerzhaft werden. Daher sollten nach Meinung von Aksoy vor allem Entscheider in Unternehmen das Frontend sorgfältig prüfen, um spätere, böse Überraschungen zu vermeiden.

Sinnvoll sei beispielsweise ein Vergleich der monatlichen Kosten der Public-Cloud-Infrastruktur mit denen für das Leasing einer konvergenten Private-Cloud: ESG erstellt Deckungsbeitragsrechnungen und vergleicht die Kosten für die Public-Cloud mit den monatlichen Kosten für das Leasing eines konvergenten Systems in einer gehosteten Kollokationsanlage. In einem Szenario ergibt sich eine Gewinnschwelle bei 12.374 Euro pro Monat. Ab diesem Punkt ist es wirtschaftlicher, eine konvergente Private-Cloud zu nutzen.

Zwischen drei und 57 Prozent an Betriebskosten einsparbar

»Der Bericht weist zudem auf eine Spanne zwischen drei und 57 Prozent hin, die auf Basis der relevanten Gewinnschwelle monatlich eingespart werden können«, erklärt Aksoy. »Hier handelt es sich um echte Euros, die man in die Hand nehmen und weiter ins Unternehmen investieren könnte, um die Infrastruktur zu verbessern, um an der Automatisierung und Orchestrierung zu arbeiten, um Innovationen voranzutreiben oder um zu kooperieren – echte Euros, die sich bezahlt machen.«

ESG beschreibt die Analyse der Gewinnschwelle im Detail und vertieft sich dann in den eigentlichen Vergleich der Kosten von Public und gehosteter, konvergenter Cloud wie den realen Gesamtkosten. Die Analyse bezieht sich zwar auf die IT-Manager in kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU), aber die Lehren und Methoden sind auch auf größere Unternehmen übertragbar.

Interessant ist auch der Report »2016 IT Spending intentions Survey« von ESG. Er verweist auf ein interessantes Nebeneinander der Nutzung von Cloud-Computing-Diensten und der Anschaffung neuer Technologien mit einem beschleunigten Return-on-Investment (ROI). So zeigt sich beispielsweise, dass in vielen Fällen die Migration in die Cloud und die Reduzierung der Kosten bzw. die Verbesserung des ROI oft sich widerstrebende Ziele sind.

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