14.02.2017 (eh) Drucken

Was der Valentinstag und ihre WLAN-Beziehung gemeinsam haben

Der Valentinstag ist nicht nur für verliebte Partner da. Er kann auch dazu verführen, andere Beziehungen auf den Prüfstand zu stellen: Etwa die zu seinem WLAN. Denn es gibt durchaus Parallelen zum zwischenmenschlichen Miteinander – sagt Shane Buckley, CEO von Xirrus.

Shane Buckley, CEO, XirrusShane Buckley, CEO, XirrusAm heutigen 14. Februar ist es wieder soweit. Der Valentinstag erinnert uns daran, was wir uns von einer Liebesbeziehung wünschen: Vertrauen, Verlässlichkeit, Sicherheit und Integrität. Und genau das erwarten wir auch von einem gut funktionierenden WLAN. Die Realität sieht in beiden Fällen schon mal völlig anders aus.

Auch in Ihr WLAN wird eingebrochen, genauso wie in eine zwischenmenschliche Beziehung. Oder es wird mit falschen Nachrichten operiert. Im WLAN heißt das, Hacker wollen einbrechen, um den WLAN-Router beispielsweise für DDoS-Angriffe zu benutzen. Oder Sie erhalten Phishing-E-Mails, mit denen Ransomware eingeschleust werden soll.

Damit Ihnen zumindest die Funktechnologie nicht das Herz bricht, sind hier ein paar Ratschläge von Shane Buckley, CEO beim WLAN-Spezialisten Xirrus, wie eine gute, stabile und dauerhafte WiFi-Verbindung aussehen könnte.

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So prüfen Sie Ihre WLAN-Verbindung genauso wie Ihre zwischenmenschliche Beziehung

1) Vertrauen Sie einander: Sicherheit und Integrität sind die Eckpfeiler jeder guten Partnerschaft und genauso wichtig sind sie für eine gute WLAN-Verbindung. Eine Studie von Xirrus zeigt, dass 91 Prozent aller Nutzer von WLANs davon ausgehen, dass öffentliches WLAN unsicher ist, es 89 Prozent aber dennoch verwenden. Es lohnt sich, auf das richtige Netzwerk zu warten, bevor man ihm seine persönlichen Daten anvertraut. Achten Sie darauf, dass Sie Ihre persönlichsten Geheimnisse nur einem WLAN anvertrauen, das robuste Sicherheitsrichtlinien und eine geeignete Infrastruktur besitzt.

2) Bitte ein wenig Privatsphäre: Privatsphäre ist nicht nur am Valentinstag gewünscht und nicht nur im menschlichen Miteinander. Daran sollte man auch denken, wenn man eine Bindung mit einem WLAN eingehen will. Es ist wichtig, einige Dinge privat zu halten, gerade in öffentlichen Netzwerken. Beispielsweise sollten Sie sicherstellen, dass der SSID-Name und die Verschlüsselungsmethode dem entsprechen, was der Anbieter verspricht. Geben Sie nur dann Kreditkartendaten oder sonstige persönliche Informationen über das Anbieternetzwerk ein, wenn Sie ein sicheres persönliches Netzwerk verwenden. Ansonsten sollten Sie für den Moment auf Online-Shopping verzichten.

Und stellen Sie sicher, dass in öffentlichen Netzwerken die direkte Kommunikation zwischen Geräten deaktiviert ist. Wenn Sie andere Benutzer im Netzwerk sehen können – etwa über AirDrop, Finder oder Explorer – trennen Sie sofort die Verbindung, überprüfen Sie die öffentliche IP-Adresse des Netzwerks, etwa über mxtoolbox.com. Überprüfen Sie den DNS-Namen, um sicherzustellen, dass es sich tatsächlich um das Netzwerk des Anbieters handelt.

3) Machen Sie sich nicht abhängig: Immer mehr Menschen werden Opfer von Ransomware und meist zahlen sie das Lösegeld, um die Kontrolle über ihre Daten wiederzubekommen. Denken Sie aber daran, dass Ransomware heutzutage nicht ausschließlich Ihren Laptop infiziert. Es gibt ausgefeilte Apps und Bots im Web, die auch in Ihr Smartphone oder Ihre Smart-Devices eindringen können. Es lohnt sich, wachsam zu sein, da Angreifer heute durchschnittlich rund 640 Euro Lösegeld verlangen. Eine schmerzhafte Erfahrung.

4) Lassen Sie aus Datenströmen keine Tränenströme werden: Sie sind im Hotel und möchten zusammen etwas Romantisches auf Netflix schauen, um in die richtige Valentinstagstimmung zu kommen? Vorsicht! Streaming-Media ist noch immer das größte Problem in den WLANs der meisten Hotels. Wenn das WLAN Ihres Hotels nicht fortschrittlich genug ist, um bestimmten Datenverkehr zu priorisieren oder es keine separaten Netzwerke für Zimmer, öffentliche Bereiche und Mitarbeiter gibt, kann es immer Auslastungsspitzen geben. Performance-Probleme sind da schon fast vorprogrammiert, was wirklich das Letzte ist, was man am Valentinstag gebrauchen kann.

Für den Fall, dass das WLAN Ihres Hotels es nicht bringt, sollten Sie zur Sicherheit ein paar romantische Playlists auf Spotify, GooglePlay oder iTunes dabeihaben, damit es sicher romantisch wird – vergessen Sie jedoch nicht Ihre WLAN-Lautsprecher.

5) Es tut mir Leid, mein Fehler, nicht deiner: Die Xirrus-Studie zeigt auch, dass die überwältigende Mehrzahl der WLAN-Benutzer sich selbst die Schuld geben würde, falls ein Hacker sie erwischt, während nur ein Drittel den WLAN-Anbieter und ein Viertel den Betreiber vor Ort verantwortlich machen würden. Die meisten Unternehmen geben ihren Mitarbeitern schlicht nicht das notwendige Wissen und die Tools an die Hand, um wachsam zu bleiben und die Sicherheit zu gewährleisten.

6) Mach mich an: Die Rede ist natürlich von den Geräten! Der Vorteil heutiger Smart-Homes ist, dass sich per WLAN und einer mobilen App die Heizung hochregeln, der Ofen vorheizen oder Whirlpool aufwärmen lässt, lange bevor Sie zu Hause sind. Das ist gerade am Valentinstag nützlich, wenn Sie auf dem Heimweg Essen zum Mitnehmen besorgen und so tun möchten, als hätten Sie stundenlang daheim in der Küche gestanden.

Auch das richtige Ambiente ist wichtig, um die passende Stimmung zu erzeugen. Per WLAN steuerbare LED-Lampen bieten heute warme, angenehme Farbtöne und Beleuchtungsoptionen, die mit einer einfachen Berührung Ihres Touchscreen gedimmt werden können. Lassen Sie also am Valentinstag das WLAN-Amor spielen.

Fazit: Es gibt viele Möglichkeiten, wie Sie mit Ihrem WLAN den Valentinstag verschönern können. Eines ist jedoch keine gute Idee: Auch wenn es noch so verlockend sein mag, beim Date im Restaurant die Fußballergebnisse oder VIP-News zu checken – wenn Sie auf Ihr Smartphone schauen, statt ihr oder ihm in die Augen zu schauen, wird Ihr Abend nicht in die Verlängerung gehen. Denken Sie stets daran: Am Valentinstag ist Romantik die einzige Sportart, die zählt.

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