16.01.2015 (Doc Storage)
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Wie funktioniert EVO Rail?

Leserfrage: Konvergente und hyper-konvergente Systeme stehen hoch im Kurs. Unlängst zog Vmware mit »EVO Rail« in diesem Segment nach. Wie funktioniert die Lösung und hat sie entscheidenden Vorteile gegenüber anderen konvergenten und hyper-konvergenten Systemen?

Antwort Doc Storage:

EVO Rail stellt eigentlich nichts anderes dar als die Kombination bereits größtenteils vorhandener Lösungen wie »vSphere«, »vCenter«, »Virtual SAN« und »Log Insight« unter einer gemeinsamen Produktkennung. Hinzu kommt die sogenannte Engine, mit deren Hilfe sich die bisher manuell durchzuführenden Einzelarbeiten in der Konfektionierung zusammenfasen und größtenteils automatisieren lassen, also Installation, Konfiguration, Verwaltung und das Einspielen von Korrekturpaketen. Über eine ohne große Einarbeitung zu bedienende Oberfläche können nun all diese bisher autarken Prozesse unter einem Dach durchgeführt werden.

EVO Rail ermöglicht in seiner ersten Version die Verwaltung von insgesamt 16 Knoten auf maximal vier Appliances und benötigt dafür nach Herstellerangaben selbst eine Intel-Hardware mit zwei Sechskern-CPUs und 192 GByte Hauptspeicher. Jede Appliance kann rund 100 virtuelle Server bzw. bis zu 250 virtuelle Desktops betreiben, eine EVO-Rail-Umgebung also maximal 1.600 Server oder bis zu 4.000 Desktops. Der angeschlossene Speicher fasst in seiner Mindestkonfiguration über 14 TByte plus 1,6 TByte auf SSDs.

EVO Rail bietet gegenüber der Einzelinstallation der genannten Produkte die Möglichkeit, neu hinzugefügte Elemente automatisch zu erkennen und zur Umgebung hinzuzufügen. Zum Betrieb von EVO Rail bietet Vmware selbst das sogenannte EVO Rack an, mit dem unterschiedliche Konfigurationen des Open-Compute-Projektes unterstützt werden.

Der Vorteil für den Nutzer zeigt sich vor allem dann, wenn er vorher eine entsprechende Vmware-Umgebung mit den genannten Einzelprodukten betrieben und diese etwas umständlich mit der jeweiligen Managementsoftware verwalten musste. Auch erhält er von verschiedenen Partnern Unterstützung bei der Implementierung, beispielsweise durch Dell, Fujitsu und andere. Sollte sich der Kunde allerdings noch nicht für eine hyperkonvergente Umgebung entschieden haben und bisher »lediglich« Vmware betreiben, so bieten andere Hersteller wie Nutanix ebenfalls Lösungen in diesem Bereich an, die teilweise deutliche Preisunterschiede zur Vmware-Lösung zeigen.

Gruß
Doc Storage

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