09.04.2014 (eh)
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3M empfiehlt neuartige Flüssigkeitskühlung bei Servern

Server in der »Novec«-Kühlflüssigkeit (Bild: 3M)
Server in der »Novec«-Kühlflüssigkeit (Bild: 3M)
Administratoren kennen das Problem: Extrem stark wachsende Datenvolumina und steigende Strompreise lassen die Kühlung von Rechenzentren zunehmend zum Problem werden. Eine mögliche Lösung haben das Multitechnologieunternehmen 3M und der Systemanbieter Boston Server & Storage Solutions kürzlich in Neuss vorgestellt: Mit einer neuartigen Flüssigkeitskühlung sollen sich gegenüber der üblichen Luft-Kühlung bis zu 97 Prozent der Stromkosten sparen lassen. Das wäre beträchtlich, denn allein 40 Prozent des Energieverbrauchs geht typischerweise auf das Konto der Server-Kühlung.

Die neue Lösung basiert auf einer Flüssigkeit, die wie Wasser aussieht, aber keines ist: Die Kühlflüssigkeit »Novec« von 3M leitet keinen Strom und verursacht keine Korrosion. Die Server können somit während des laufenden Betriebs mitten in der Kühlflüssigkeit stehen. Der Kühlbehälter muss zudem nicht hermetisch verschlossen werden, so dass der IT-Administrator jederzeit und problemlos Zugriff auf die Server hat und diese im Betrieb tauschen kann.

Demonstrations-Server mit Helium-Festplatte »Ultrastar He6« von HGST

Starline-Vertriebsleiter Bernd Widmeier mit einem flüssigkeitsgekühlten Demo-Server mit Helium-Festplatte auf der »CeBIT 2014« (Bild: speicherguide.de)
Starline-Vertriebsleiter Bernd Widmeier mit einem flüssigkeitsgekühlten Demo-Server mit Helium-Festplatte auf der »CeBIT 2014« (Bild: speicherguide.de)
3M rechnet vor, dass alleine die jährlich in Deutschland neu installierte IT-Leistung rund 300 Megawatt-Stunden beträgt. Mit einem durchgängig eingesetzten Flüssig-Kühlverfahren wie Novec könnte somit insgesamt so viel Strom eingespart werden, wie 90.000 Durchschnittshaushalte pro Jahr verbrauchen. Zusätzliche Einsparungen könnten sich darüber hinaus durch die energetische Nutzung der Abwärme ergeben.

Dass die Novec-Flüssigkeitskühlung tatsächlich funktioniert, demonstrierte Starline Computer, ein Hersteller von Speicherlösungen und RAID-Systemen, letzten Monat auf der »CeBIT 2014«. Der Demonstrations-Server lief die gesamte Messezeit problemlos, außerdem kam hierbei die neuartige Helium-Festplatte »Ultrastar He6« von HGST zum Einsatz. Aufgrund der Helium-Füllung ist sie – im Gegensatz zu luftbefüllten Standard-Festplattenlaufwerken – hermetisch versiegelt (»HelioSeal«-Technologie). Dadurch eignet auch sie sich für einen vollkommen flüssigkeitsgekühlten Server.

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