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13.01.2014 (ubr)
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Quo Vadis Violin?

Die strauchelnde Flash-Firma Violin Memory muss nach grandios verpatztem Börsengang den Abgang dreier Führungsmitglieder und anhängende Klagen verkraften. Führungslos kämpft man nun mehr oder weniger ums Geschäft oder sogar um einen Verkauf. Letzteres ist keine neue Idee…

Nein, es steht wahrlich kein guter Stern über dem Flash-Experten Violin Memory und das neue Jahr begann so wie das alte endete: mit dem Abgang eines Führungsmitglieds. COO Dixon Doll Jr. Ist damit der dritte Chief, der – allerdings in Eigenbestimmung – seinen Hut nimmt. Vor ihm hatte sich bereits CTO Jonathan Goldick entschieden, das Unternehmen zu verlassen, nur kurze Zeit bevor CEO Don Basile freundlich aber bestimmt zur Tür gewiesen wurde. Drei Mann weniger in nur einem Monat. Hinzukommen anstehende Klagen, die die Firma aufgrund eines denkbar schlechten Börsengangs ausfechten muss. Der Verlust beläuft sich wohl auf 34 Millionen Dollar, der Börsenkurs sank seit Einführung stetig.

Das sind nicht die einzigen Sorgen, die das Unternehmen hat. Zwar sind noch 134 Millionen in bar in der Schatztruhe, dafür gibt es 58 Millionen US-Dollar Kreditlinien bis Ende Oktober. Profitabilität ist erst in 2015 realistisch – falls das Unternehmen so lange durchhält.

Dazu benötigt die Produktlinie einige Verbesserungen – insbesondere im Softwarebereich. Hier nämlich legte sich Violin kommod mit Symantec und FalconStor ins Bett, um Funktionen wie Datenmanagement und Virtualisierung anbieten zu können. Auch bei der Deduplizierung hapert es, hier haben Wettbewerber wie Pure Storage bessere Produkte zu bieten. Und letztlich ist die Integration von Drittsoftware eben nur suboptimal für das Produkt. Sollte hier nicht nachgebessert werden, so könnte Violin beweisen, dass man selbst mit einem Hype- und Trendprodukt scheitern kann.

Dabei hätte alles so gut werden können, zwei der Executives kamen vom Flash-Pionier Fusion-IO, die Führungsriege jugendlich optimistisch, determiniert und bei Bedarf im Sinne des Geschäftes hart durchgreifend und entscheidungsfroh. Nun muss sich Interims-CEO Howard Bain etwas überlegen, um die Firma wieder auf Kurs zu bringen und die Investoren bei Laune zu halten. Dabei sind sicherlich auch Überlegungen hinsichtlich eines Verkaufs im Spiel. Das wäre nicht überraschend, hatte das Unternehmen doch häufiger in der Vergangenheit – wenn auch sehr subtil – Andeutungen gemacht, dass man einer Akquisition nicht abgeneigt wäre. Aber wer könnte und wollte sich diese Technologie leisten? Große Hersteller wie EMC, IBM und Cisco haben sich schon bei den Start-ups bedient. HP und Netapp haben sich für interne Lösungen entschieden. Es sieht so aus, als müsse Violin allein einen Weg gehen, erst recht nach dem Aussteigen von Partner HP. Es scheint als wird 2014 für Violin Memory das Entscheidungsjahr.

Mit Flash-gespeicherten Grüßen,

Ulrike

English Version

The stricken flash firm Violin Memory suffering from a spectacularly unsuccessful IPO, has to recover from the loss of three executives, and will probably face some lawsuits in the wake of constantly dropping stock prices. Unshepherded and with only an interim CEO it now fights for business profitability or, possibly, an acquisition. The latter isn’t quite such a new idea…

Flash-focussed Violin Memory seems to be under a bad spell and starts the new year just like the old one ended: with the resignation of an executive team member. COO Dixon Doll Jr. is the third Chief-something to take his hat – although willingly. Before him software CTO Jonathan Goldick decided to quit, literally just days before CEO Don Basile was shown the door. Three men down in just one month. Adding to the misery are threatening lawsuits that are the result of an unsuccessful IPO. The latest quarter's loss is said to be around 34 million US dollars and the stock price is about 60 per cent down since the IPO.

But these are not the only worries for the company. Although it still has 134 million dollars in cash the firm has credit lines of 58 million dollars until October this year and is burning cash at quite a high rate. The company won’t be profitable before 2015 – and that is only if the ship doesn’t sink.

And for that not to happen the product line needs optimization – especially in the software area. To offer features like virtualization and data management Violin hopped into the beds of partners Symantec and FalconStor. All in all it is a well-known fact that the integration of third party software is never that easy and never the optimum for a product. Also, their deduplication feature is lacking somewhat and competitors like Pure Storage have definitely a better offer here. If changes and/or optimization are not accomplished Violin Memory could become the living proof that you CAN fail with a totally hyped and en-vogue product.

But how did it come to this when it all started so well? Two of the departed executives came from flash pioneer Fusion-IO; the management was determined, energetic and optimistic, and – if need be – decisive and not afraid of drastic actions. Now, interim CEO Howard Bain hast to think out of the box to keep the ship on course and investors happy. That probably also includes contemplating selling the company.

This would not really come as a surprise: in the past the company subtly hinted that it wouldn’t reject an acquisition. But who’s left to be interested enough to buy this technology? Big vendors like EMC, IBM and Cisco have already shopped around the flash start-ups; Dell, HP and Netapp decided in favor of internal solutions. It looks like Violin has to find its own way, especially after being dumped by partner HP. Seems that 2014 will be a critical and crucial year for Violin Memory.

Flash-based storage greetings,

Ulrike Riess



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