05.06.2014 (kfr) Drucken
(3.8 von 5, 6 Bewertungen)

Buffalo »LinkStation LS220D« – NAS im Hands-on-Test

Buffalo »LinkStation LS220D« – 2-Bay-NAS mit Kapazitäten zwischen 2 bis 8 TByte.Buffalo »LinkStation LS220D«Mit der »LinkStation 200«-Serie adressiert Buffalo Technology vor allem private Endanwender und NAS-Einsteiger. Verfügbar sind zwei Modelle, mit einem Laufwerk (LS210) und mit zwei Laufwerken (LS220). Die Geräte sind vorkonfiguriert und sollen innerhalb weniger Minuten einsatzbereit sein. Über einen sicheren Remote-Zugang (Private-Cloud) haben Anwender vollständigen Zugriff auf ihre Daten, sowohl via Smartphone, Tablet oder Web-Browser. Die kostenlosen Apps stehen für iOS, Android und Windows Mobile zur Verfügung.

Das LS220 ist als Leergehäuse und mit Kapazitäten von zwei bis acht TByte erhältlich. Die beiden Platten lassen sich gespiegelt im RAID-1-Verbund betreiben oder als ein großes Laufwerk im RAID-0-Modus ansprechen. Das NAS ist mit einem Gbit-Ethernet-Anschluss sowie einem USB-2.0-Port ausgestattet.

Anzeige

Produktvideo zur Linkstation LS220D

Hands-on-Test LS220D mit 4 TByte

Für unseren Test steht uns ein System mit zwei 2-TByte-Festplatten zur Verfügung. Die Inbetriebnahme ist in der Tat denkbar einfach, zumindest am PC. Die Installations-Software erkennt das LS220D auf Anhieb und leitet den Nutzer dabei an, Ordner zu erstellen und User anzulegen. Zudem wird man aufgefordert  ein neues Passwort für den Admin einzugeben. Dieser Menüpunkt lässt sich zwar überspringen, sollte man aus Sicherheitsgründen aber nicht.

Über eine App kann der Anwender das NAS auch via Smartphone oder Tablet einrichten. Über ein Apple »iPad« gestaltet sich dies etwas mühsam. Die Menüpunkte werden zum Teil nicht ausgeführt bzw. es geht nicht weiter. Eventuell liegt das Problem daran, dass unser Testmuster schon bei Kollegen in Betrieb war und nicht korrekt zurückgesetzt wurde. Wir ergründen dies zunächst nicht näher, da es über die Windows-Konfig einwandfrei funktioniert.

Ein zirka 3,8 GByte großen HD-Videos (35min-Aufnahme mit einer »GoPro Hero 2«) kopieren wir von einer internen SATA-HDD mit knapp 47 MByte/s in etwa 82 Sekunden. Bei einem rund einem GByte großen Ordner mit unterschiedlich großen Dateien kommen wir auf 28,46 MByte/s. Für ein Einsteiger-NAS sind dies schon sehr brauchbare Werte.

Angetrieben wird das kompakte NAS von einem externen Netzteil. Zur Kühlung der HDDs ist ein Lüfter eingebaut, der aber lautstärketechnisch nicht weiter auffällt. Neben einem Netzwerkkabel beinhaltet der Lieferumfang eine Schnellinstallations-Anleitung für Computer und Smartphones sowie eine Setup-CD und die Backup-Software »NovaBACKUP für PC« inklusive fünf Lizenzen.

Fazit: gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

Insgesamt lässt sich sagen, das LS220 hält was es verspricht. Das Gerät ist einfach, schnell und bietet ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Auch der mobile Zugriff wie mit einem iPad gelingt über die kostenlose »Webaccess«-App auf Anhieb – zumindest im Heimnetzwerk. Den Remote-Zugriff von außerhalb müssen wir vorerst schuldig bleiben. Der zum Test verwendete Router unterstützt kein UPnP und verweigert eine Port-Freigabe. Ein neuer Router ist bereits eingetroffen. Wir kommen in Kürze mit einem Update zurück.

Wenn das NAS gespiegelt mit RAID 1 verwendet wird, ist zu beachten, dass nur die halbe Speicherkapazität zur Verfügung steht. In unserem Fall bedeutet dies, die 2x2 TByte ergeben ein Datenvolumen von »lediglich« zwei TByte. Die auf der Verpackung vermerkten vier TByte sind nur mit RAID 0 möglich. Diese Konfiguration bietet aber keinen Schutz. Fällt eine Festplatte aus, wären alle Daten verloren. Unter RAID 1 kann eine Platte, ohne Datenverlust, ausfallen.

Die von uns getestete LS220D kostet im Internet zwischen 250 und 265 Euro. Zum Vergleich: Die Western Digital »My Cloud Mirror« kostet ab 294 Euro und das D-Link » D-Link DNS-327L SoHo Cloud ShareCenter 4TB Bundle« rund 300 Euro.

Wer sich seine Laufwerke selbst einbaut, kann das Leergehäuse ab 100 Euro erwerben. Für ein Buffalo-System mit zwei 4-TByte-Drives sind zirka 419 Euro fällig.

Kurzinfo

Hersteller: Buffalo Technology Ltd.
2, Bracknell Beeches
Berkshire RG12 7BW
United Kingdom
Tel. 01801 00 37 57
E-Mail: info@buffalo-technology.de
Web:
www.buffalo-technology.de
Direkter Link zum Produkt: LS220D

Preis:
ab ca. 100 Euro (ohne HDDs)
ab ca. 228 Euro (2 TByte/2 x 1 TByte HDDs)
ab ca. 265 Euro (4 TByte/2 x 2 TByte HDDs)
ab ca. 295 Euro (6 TByte/2 x 3 TByte HDDs)
ab ca. 420 Euro (8 TByte/2 x 4 TByte HDDs)
Garantie:
2 Jahre

Technische Details
Festplattenanzahl:
2
Unterstütztes Festplattenformat: SATA (hotswap)
Max. Gesamtspeicherkapazität: 8 TByte
Prozessor: Marvell ARMADA 370, 800 MHz ARMv7 Dual Issue
Arbeitsspeicher: 256 MByte DDR3-RAM
Schnittstellen: 1x Gbit-Ethernet, 1x USB 2.0
RAID-Level: 0, 1, JBOD
Unterstützte Protokolle: TCP/IP, HTTP/HTTPS, NTP, CIFS/SMB, FTP/SFTP, AFP, Bittorent
Abmessungen (B x H x T): 87 × 126 × 205mm
Unterstützte Betriebssysteme: Windows XP+8.1, Windows Server 2008/2012, Mac OS X, Android ab 2.3, iOS ab 5, Windows Phone 7.5/8
Lieferumfang: Setup-CD, Quick-Install-Guide (Computer, Smartphones), Netzwerkkabel, Netzteil, 5 Lizenzen für Novastor »NovaBACKUP für PC«

Plus
+ gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
+ gute Performance
+ intuitive Inbetriebnahme
+ mobiler Zugriff via Smartphone und Tablet

Minus
- durchschnittliche Herstellergarantie
- keine USB-3.0-Schnittstelle