02.11.2016 (Beate Herzog) Drucken
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Acronis »Backup 12« – Backup-Software für Server & Workstations

  • Inhalt dieses Artikels
  • Backups als virtuelle Maschine starten
  • Lizenzmodelle von Acronis Backup 12
  • Fazit: Flexibles Recovery-Funktionen mit Bare-Metal-Resore

Acronis »Backup 12« – Backup-Software für Server & WorkstationsAcronis »Backup 12« – Backup-Software für Server & WorkstationsMit Acronis Backup 12 versucht der Hersteller vor allen kleinen und mittelgroßen Unternehmen eine möglichst einfach zu bedienende und umfassende Backup-Software bieten. Unterstützt werden die unterschiedlichsten Systeme und Geräte: physische Server (Microsoft und Linux), virtuelle Maschinen (VMware und Hyper-V), virtuelle Azure-Maschinen, Amazon EC2-Instanzen sowie verschiedene Anwendungen (Exchange, SQL, SharePoint, Active Directory), MAC-Systeme und mobile Geräte (iOS, Android). Das Backup-Ziel spielt für die Software keine Rolle. Sie sichert die Daten auf Server, SANs, NAS, interne oder externe Festplatten sowie in die Cloud.

Für größtmögliche Flexibilität lässt Acronis Backup 12 ein Restore auf abweichender oder gar neuer Hardware zu. Die Software unterstützt dabei jede erdenkliche Kombination (P2V, V2V, V2P, P2P, P2C, V2C, C2C, C2V, C2P) aus physischen (P) und virtuellen (V) Geräten sowie der Cloud (C). Acronis hat diese Funktion unter dem Begriff »Universal Restore« zusammengefasst. Weitere Recovery-Möglichkeiten sind Bare-Metal-Restore, Cloud-Disaster-Recovery, Active-Restore, granulare Wiederherstellung einzelner Dateien, Mails oder Datenbanken sowie Instant-Restore und vmFlashBack.

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Backups als virtuelle Maschine starten

Instant-Restore soll dabei eine RTO (Recover Time Objective) von bis zu 15 Sekunden gewährleisten, indem der Anwender ein beliebiges Backup direkt aus dem Backup-Storage als virtuelle Maschine startet, ohne dafür Daten verschieben zu müssen. Mit vmFlashBack lassen sich virtuelle Maschinen in Kürze wiederherstellen, da Change-Block-Tracking (CBT) zum Einsatz kommt, und nur Daten wiederhergestellt werden, die sich seit dem letzten Backup verändert haben.

Um die RTOs von VMs zu reduzieren, können Kopien der VMs für ein Failback oder Failover an einem externen Standort gespeichert werden. Damit die das WAN unter diesen Transfers nicht leidet, hat der Hersteller WAN-Optimierung integriert.

Für höhere Flexibilität und Datensicherheit lässt sich das Backup auch an verschiedenen Speicherorten ablegen. Dabei kann der Administrator die Aufbewahrungsregeln für mehrere Speicherorte definieren. Die Software unterstützt für die Sicherung von Daten aus Hypervisoren Vmware ESXi und Microsoft Hyper-V. Darüber hinaus sichert sie Azure-basierte VMs und Amazon EC2-Instanzen.

Auch die neue Version der Backup-Software nutzt die Disk-Imaging-Technologie. Hiermit können komplette Images auf mehreren Backup-Zielen abgelegt werden. Bei einem Recovery lassen sich gesamte Images, einzelne Dateien, Ordner und Applikationen wiederherstellen. Für die Windowswelt unterstützt das Acronis-Tool Exchange, SQL Server, SharePoint und Active Directory, so dass sich granulare Restores einzelner Elemente wie E-Mails oder Postfächer realisieren lassen.

Die gesamte Verwaltung nimmt der Anwender an einer Webkonsole vor, von der aus er alle physischen, virtuellen und Cloud-Maschinen lokal oder an externen Standorten managen kann.

Lizenzmodelle von Acronis Backup 12

Die Software ist in verschiedenen Lizenzoptionen zu haben. Zum einen gibt es Abonnement-Lizenzen, zum anderen Dauerlizenzen. Die Abo-Angeboten laufen über ein, zwei oder drei Jahre und umfassen folgende Versionen:

  • Acronis Backup Server
  • Acronis Backup Virtual Host
  • Acronis Backup Workstation
  • Acronis Backup Windows Essentials
  • Acronis Cloud Storage

Letzteres ist ein Add-on für skalierbaren Cloud-Speicherplatz in einem deutschen Rechenzentrum von Acronis, wobei auch Mobilgeräte mit abgesichert werden. Die Dauerlizenzen enthalten technischen Support und kostenlose Upgrades im ersten Jahr und sind auch in den Versionen Server, Virtual Host, Workstation und Windows Server Essentials erhältlich.

Fazit: Flexibles Recovery-Funktionen mit Bare-Metal-Resore

Acronis Backup 12 ist eine bewährte Lösung, die sich auf jedweder Hardware und in jeder Umgebung einsetzen lässt. Im Gegensatz zu anderen Produkten ist sie dabei nicht auf bestimmte Recovery-Optionen beschränkt, sondern lässt ein Bare-Metal-Restore ebenso zu wie eine Datenwiederherstellung aus der Cloud auf virtuelle Maschinen. Die Daten werden mit AES-256 verschlüsselt, was die Sicherheit erhöht.

An Cloud-Workloads werden derzeit die beiden großen Anbieter Amazon und Microsoft unterstützt, hier wäre die ein oder andere Erweiterung wünschenswert. Zudem gibt es derzeit keine Bandunterstützung. Systemverwalter, die weiterhin Tapes einbinden wollen, müssen bei ihrer alten Version bleiben oder auf die aktuelle Acronis Backup Advanced-Software umsteigen.

Kurzinfo

Hersteller: Acronis International GmbH
Rheinweg 9
8200 Schaffhausen
Schweiz
Tel: + 49 89 61 37 28 40
Web:
www.acronis.com/de-de
Direkter Link zum Produkt:
Acronis Backup 12
Preisbeispiele (Liste, netto):
349 Euro (Acronis Backup Server Abo, 1 Jahr)
369 Euro (Acronis Backup Virtual Host Abo, 1 Jahr)
29 Euro (Acronis Backup Workstation Abo, 1 Jahr)
199 Euro (Acronis Backup Windows Server Essentials Abo, 1 Jahr)

Technische Details

Unterstützte Speichermedien/-systeme: Lokale Laufwerke (auf Basis von SATA, SCSI, IDE, RAID); Netzwerk-Speichergeräte wie NAS-Systeme (auf Basis von SMB, NFS, iSCSI, FC); Wechsellaufwerke wie ZIP, Rev, RDX; externe Festplatten und SSDs (auf Basis von USB 3.0/2.0/1.1 und IEEE1394/Firewire); Acronis Cloud; Microsoft Azure File Storage

Unterstützte Dateisysteme: FAT16/32; NTFS; HPFS; ReFS; Ext2/Ext3/Ext4; ReiserFS3; ReiserFS4; XFS; JFS; Linux SWAP

Unterstützte Hypervisor: Vmware VsphereESX(i) 6.0,5.5,5.1,5.0,4.1, inkl.Vsphere Hypervisor; Microsoft Hyper-V Server 2016,2012/2012 R2, 2008/2008 R2; Microsoft Windows Server 2016,2012/2012 R2, 2008/2008 R2 mit Hyper-V; MicrosoftWindows10,8/8.1(x64) mit Hyper-V

Unterstützte Webbrowser: Google Chrome 29 oder höher; Mozilla Firefox 23 oder höher; Opera 16 oder höher; Windows Internet Explorer 10 oder höher; Microsoft Edge 25 oder höher; Safari 9 oder höher (unter Mac OS X oder iOS laufend)

Unterstützte Betriebssysteme on-premise: Windows Server 2016 (alle Editionen); Windows Server 2012/2012 R2, 2008/2008 R2; Windows Small Business Server 20011, 2008; Windows MultiPoint Server 2012, 2011, 2010; Windows Storage Server 2012/2012 R2, 2008/2008 R2; Linux x86_64 mit kernel von 2.6.18 bis 4.5; glibc 2.3.4 oder höher.

Unterstützte Versionen von Microsoft Windows: Windows Server 2016 (alle Editionen); Windows Server 2012/2012 R2, 2008/2008 R2, 2003/2003 R2 (alle Editionen); Windows Small Business Server 2011, 2008, 2003/2003 R2; Windows MultiPoint Server 2012, 2011, 2010, Windows Storage Server 2012/2012 R2, 2008/2008 R2, 2003; Windows 10, 8/8.1, 7; Windows Vista; Windows XP Professional SP2+ (x86, x64)

Unterstützte Linux-Versionen/-Distributionen: Linux mit Kernel von 2.6.9 bis 4.5 sowie glibc 2.3.4 (oder höher); Diverse 32-Bit- (x86) und 64-Bit- (x86_64); Linux-Distributionen, einschließlich Red Hat Enterprise Linux 4.x - 7.x; Ubuntu 9.10 - 16.04; Fedora 11 – 23; SUSE Linux Enterprise Server 10 – 12; Debian 4 - 8.5; CentOS 5.x - 7.x; CloudLinux7,7.1; ClearOS 5.x, 6.x, 7, 7.1; Oracle Linux 5.x - 7.x (einschließlich UEK)

Unterstützte Applikationen: Microsoft Exchange Server 2016, 2013, 2010, 2007; Microsoft SQL Server 2016, 2014, 2012, 2008 R2, 2008, 2005; Microsoft SharePoint 2013; Microsoft SharePoint Server 2010 SP1; Microsoft SharePoint Foundation 2010 SP1; Microsoft Office SharePoint; Server 2007 SP2; Microsoft Windows SharePoint Services 3.0 SP2

Unterstützte Apple-Betriebssysteme: OSX10.08–10.11; iOS8–9

Unterstützte Mobilgeräte- Betriebssysteme: Android4.1–6.0.1

Unterstützte Cloud-Workloads: AmazonWebServicesEC2-Instanzen; Microsoft Azure VMs

Plus
+ Sicherung aller Daten, unabhängig von der Hardware
+ Restore auch auf nicht identischer Hardware möglich
+ Backup mobiler Informationen
+ Support für Cloud-Workloads

 

Minus
- kein Tape-Support