30.01.2015 (Doc Storage)
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Welche Tools fehlen für eine stabile Virtualisierung?

Leserfrage: Wir haben unser Rechenzentrum schon virtualisiert (natürlich mit Vmware), aber nur zum Teil. Ich muss mittlerweile sagen: Da fehlen schon noch einige Tools. Die Flexibilität und Verlässlichkeit wie bei unseren Infrastrukturen mit physischen Maschinen ist eher Mau. Mir fehlen irgendwie die Tools, um unsere virtuelle Landschaft so richtig zu optimieren, stabiler und sicherer zu machen. Großer Wunsch: Natürlich sollte sich gleichzeitig die Verwaltung vereinfachen. Meine Frage: Habe ich bisher bloß die richtigen Tools nicht gefunden? Bzw. welche Tool-Entwicklungen zeichnen sich ab, die mich dazu bringen könnten, endgültig mein ganzes Rechenzentrum zu virtualisieren?

Antwort Doc Storage:

Den Mangel an zusammenhängenden und vor allem ohne weiteres Zutun nahtlos aufeinander abgestimmten Werkzeugen hat auch »Ihr« Virtualisierungsanbieter inzwischen erkannt. Mit »EVO Rail« hat der Hersteller vor kurzem eine Suite vorgestellt, die die bisher getrennt zu installierenden – und zu nutzenden – Werkzeuge »vSphere«, »vCenter«, »Virtual SAN« und »Log Insight« in einem Paket zusammenfasst.

Allerdings handelt es sich momentan noch eher um eine kaufmännische Kombination, um dem Kunden den Einsatz aller Anwendungen auch finanziell schmackhaft zu machen. Über die bekannten Anwendungen wurde im ersten Zug eine gemeinsame Benutzeroberfläche gelegt, welche das umständliche Aufrufen der einzelnen Programme und den bisher vielfach mit Cut-&-Paste zu bewerkstelligenden Datenaustausch vereinfacht. Auch das Hinzufügen neuer Elemente in der Umgebung wurde mit einem Automatismus versehen, so dass eine umständliche Suche und manuelles Hinzufügen entfällt.

In den kommenden Versionen von EVO Rail will der EMC-Ableger diese Möglichkeiten weiter ausbauen und mit noch komfortableren Discovery- und Konfektionierungsfunktionen ausstatten. Damit dürfte dann der gesamten Virtualisierung Ihrer Umgebung immer weniger entgegenstehen.

Gruß
Doc Storage

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Kommentare (1)
30.01.2015 - LHL

Wir haben einen Großteil unseres RZ mit vmWare virtualisiert. Die Systeme, die nicht "klassisch" virtualisiert sind, sind bei uns zumeist UNIX-Systeme. Bei den UNIX-Systemen kommen dafür andere Technologien wie z.B. das Solaris-Zonen-Modell zum Einsatz. Die Feststellung bzgl. mangelnder Flexibilität von virtuellen Umgebungen zu physischen Infrastrukturen kann ich so gar nicht nachvollziehen. Ganz im Gegenteil.
Die Herausforderungen für die Administration sind in virtuellen Umgebungen aber ganz anders. Man muss sich viel mehr mit Optimierungen in der Konfiguration beschäftigen - insbesondere im Speicherbereich. Und dort mangelt es tatsächlich an universell einsetzbaren Tools. Wenn ein Admin feststellt, das sein virtueller Server nicht "performt", die CPU ständig nur am warten ist, gibt es viele mögliche Ursachen. Häufig sind es Misalignment oder nicht passende I/O-Blockgrößen bei Datenbank- Server-Filesystem- Virtualisierungslayer vmWare (vmdk)- Virtualisierungslayer Storagevirtualisierung- letzlich Blockgröße der physischen Raids in den Speichersystemen.
Oder man muss sich angucken, ob man zufälliger Weise mehrere I/O-Top-Performer auf der selben LUN liegen hat, die man dann besser (mit Storage vMotion) auf unterschiedliche LUNs legt ...
Ich kann da mal einen Blick auf den "Veeam ONE Monitor" empfehlen (gibt es mit Einschränkung bei der Dauer der Historiendaten kostenfrei), damit kann man oben geschilderte Probleme schon relativ gut analysieren.


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