19.06.2015 (Doc Storage)
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Gibt es ein Backup-Tool für virtuelle und physische Server?

Leserfrage: Viele Unternehmen haben mittlerweile eine gemischte IT-Umgebung aus physischen und virtualisierten Servern. Kommt man hier mit einem herkömmlichen Backup-Tool aus, dass beides umfasst oder muss der Anwender zwei Tools für die jeweilige Server-Art anschaffen? Gibt es dedizierte Anbieter, die neue und für beide Backups geeignete Software offerieren?

Antwort Doc Storage:

Nein, in den modernen »durchvirtualisierten« Umgebungen werden Sie kaum mit einem herkömmlichen Backup-Werkzeug auskommen. Natürlich können Sie ein solches verwenden, um die Image-Dateien zu sichern, nur werden Sie hier unbefriedigende Ergebnisse in Richtung inkrementelle Backups erreichen. Neuartige Lösungen wie beispielsweise Veeam’s »Availability Suite« passen sich diesen Umgebungen wesentlich besser an, unterstützen Backup-to-Disk-to-Tape, vermindern Duplikate im Backup (verhindern kann man diese nie gänzlich) und ermöglichen eine agentenlose Sicherung der virtuellen Maschinen.

In diesen Paketen sind aber meist nicht nur Backup-, sondern auch Disaster-Recovery-Funktionen integriert, mit denen sich gesicherte Systeme nicht nur auf die einschlägige Quellmaschine, sondern beliebig auch auf andere Server im Netz zurückspielen und dort nach Belieben nutzen lassen.

Als eine Art Abfallprodukt stehen in diesen Suiten fast schon selbstverständlich auch die Sicherung physikalischer Server und deren Umwandlung in virtuelle Maschinen zur Verfügung. Neben Veeam stellt beispielsweise Symantec mit seiner »Backup Exec V-Ray Edition« oder andere Hersteller Werkzeuge in diesem Bereich zur Verfügung.

Gruß
Doc Storage

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Kommentare (4)
24.06.2015 - simon.koehl

Die Paragon Protect & Restore Lösung sichert sowohl physische als auch virtuelle (bzw. mixed) Environments. Selbstverständlich ist auch Dedup, Replikation etc. enthalten. Als Stand-Allone Lösung die den Ansprüchen einer klassischen Backup-Suite nahe kommt und ebenfalls für physische aund virtuelle Systeme eingesetzt werden kann gibt es die Festplatten Manager Enterprise Versionen.

Isofern ist das mit "herkömmlichen" Backuplösungen auch nicht ganz korrekt. Da wäre außerdem die Frage was mit einer herkömmlichen Lösung gemeint ist. Reines Imaging?

Grüße

22.06.2015 - joachim.stephan

Dann bringe ich noch einen, altbekannten Hersteller ins Spiel, bei dem sich der eine oder andere Vorgenannte noch eine Scheibe abschneiden kann: Arcserve!

19.06.2015 - Miku

Es gibt von einigen Herstellern wie z.B. Symantec oder Acronis Lösungen die sowohl für virtuelle als auch physikalische Umgebungen geeignet sind. Es gibt also Backuplösungen die virtuelle und physikalische Umgebungen aus einer Hand abdecken. Beispielsweise bietet NetJapan auch eine Lösung für physikalische Windows & Linux Systeme, zusätzlich aber auch Agentless Backups für Hyper-V und VMware. Dort ist auch jede Richtung ob nun P2P, P2V, V2P, oder V2V möglich. Immer dabei Image-Backups mit effektiver Inline Deduplication, Replikation und andere Verfügbarkeitslösungen, das selbst physikalische Backups in wenigen Minuten wieder Einsatzbreit virtuell gestartet werden können.

19.06.2015 - speicherprofi

Kunden betreiben in der Regel bereits eine Backup-Lösung. Veeam und co. funktionieren zwar, erfordern aber eigene Server, eigenen Speicher, eigene Schedules und ein eigenes Monitoring, wodurch eine Schattenwelt zur strategischen Backup-Lösung aufgebaut wird.

Auf der anderen Seite gibt es etablierte Enterprise Lösungen, die DR Mechanismen für einzelne Szenarien anbieten (z.B. für virtuelle Server). Nicht abgedeckte Kombinationen aus Servern und Betriebssystemen, erfordern jedoch zusätzliche Lösungen, wodurch das Szenario komplexer, unflexibler und fehleranfälliger wird.

Cristie Data Products bietet Lösungen, welche die regulären Backups von Comvault Simpana, EMC² NetWorker, EMC² Avamar und IBM TSM für die Wiederherstellung von Windows und Linux Servern nutzt (SBMR, NBMR, ABMR, TBMR). Funktionen wie Inkrementelle- und Image-Backups, sowie Dedupe werden ebenfalls unterstützt, was viel Speicherplatz sparen kann. Zusätzliche Infrastruktur, Management, Monitoring etc. ist nicht erforderlich.

Außerdem gibt es die Version CBMR, die mit jeder anderen Backup-Lösung kombiniert werden kann.

Die Wiederherstellung erfolgt mit einem einheitlichen Prozess in alle Richtungen P2P, P2V, V2P, V2V.

Es geht also auch einfach ;o)


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