21.01.2015 (kfr)
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Fallstudie: PCIe-Flash-Karte beschleunigt Videoproduktion

  • Inhalt dieses Artikels
  • Videoproduktion setzt auf Flash-Karte
  • Speicherengpass eliminiert und Prozesse beschleunigt

Die Flash-Karte OCZ »RevoDrive 350« arbeitet mit RAID 0 und schafft bis zu 1,8 GByte/s lesend bzw. 1,7 GByte/s schreibend.OCZ »RevoDrive 350«: schafft bis zu 1,8 GByte/s lesend bzw. 1,7 GByte/s schreibend.Videoschnitt und Videoproduktionen an sich gehören in der IT zu den Highend-Anwendungen. Je leistungsfähiger die Workstation, desto leichter geht dem Cutter die Arbeit von der Hand. Die aufgenommenen HD-Filme belegen bereits in der Rohfassung sehr viel Speicherplatz. »Eine Minute Full-HD benötigt im Standard-TV-Format rund ein GByte«, erklärt Benedikt Schreiber, der Audio-Visual Media Designer (IHK) bei Flamboyant Media, den Speicherhunger einer professionellen Filmkamera.

Mit den uns zur Verfügung stehenden Kameras haben wir hier in der speicherguide.de-Redaktion einen kurzen Test durchgeführt. Eine Minute HD-Video belegt auf der Speicherkarte je nach Kamera beispielsweise zwischen 149 MByte (»GoPro Hero3+ BlackEdition«) und 334 MByte (Canon »EOS 60D«). Die Canon »Powershot G1 X« benötigt 245 MByte.  Außerdem steigt der Speicherhunger mit der Bewegung im Bild.

Für die Videoproduktion gilt, je mehr Prozessor-Power, desto besser und Arbeitsspeicher bis zum Abwinken. Mit SSDs konnte dem Flaschenhals Festplatte schon ganz gut entgegen gewirkt werden. Doch Profis sind selbst mit herkömmlichen SATA-SSDs nicht mehr zufrieden. Nach dem wir in der Redaktion letztes Jahr von OCZ die PCIe-Flash-Karte »RevoDrive 350« getestet hatten, konnten wir einen Kontakt zwischen dem Hersteller und der befreundeten Videoproduktionsfirma Flamboyant Media herstellen.

Videoproduktion setzt auf Flash-Karte

Benedikt Schreiber, Flamboyant MediaBenedikt Schreiber, Flamboyant Media»Die Speicher-Hardware ist für uns bei der Erfüllung der strengen Kundenfristen ein wichtiges Kriterium«, sagt Schreiber. Voraussetzungen für die Produktion von Nachrichten, Werbeclips, Interviews und Film-Trailern für TV- und Internet-Kanäle seien sehr bandbreitenintensive Videoproduktionen, Postproduktionen und Animationen, bei denen zur Erfüllung leistungsstarke Arbeitsplätze erforderlich sind. Schreiber benötigt für die Arbeit mit Master-Videos und Filmmaterial schnelle, effiziente Speicher mit einer hohen Kapazität für die Zwischenspeicherung von Previews und die Berechnung und Wiedergabe von Dateien, das Kopieren von Video-Filmmaterial von Kameras auf Speichersysteme oder das Kopieren von Videodaten zwischen Laufwerken.

Speicherengpass eliminiert und Prozesse beschleunigt

Der Performance-Gewinn bei der Wiedergabe und Kodierung war bei Flamboyant sofort messbar (Grafik: OCZ).Messbarer Performance-Gewinn bei der Wiedergabe und Kodierung.In den letzten drei Jahren waren die Arbeitsplätze mit 128-GByte-SSDs des Typs OCZ »Vertex 4« bestückt. Nun entschied sich das Team für die Flash-Karte »Revodrive 350« mit 480 GByte. Flamboyant beurteilte diese auf Grundlage der Erfüllung der täglichen Wiedergabeanforderungen in der Postproduktion. Zudem war nun endlich Speicherplatz für das Windows Betriebssystem und verschiedene Anwendungen vorhanden. Gleichzeitig sorgte die Bandbreite von bis zu 1,8 GByte/s für eine sofortige Beschleunigung der Produktionsprozesse und der meistgenutzten Anwendungen wie den Adobe-Programmen »After Effects«, »Premiere«, »Audition«, »Photoshop« und »Illustrator« sowie Avid »Media Composer« und Maxon »CINEMA4D«.

»Mit der Revodrive 350 erzielen wir ein schnelleres Hochfahren, Kopieren von Dateien und Speichern von Prozessen sowie eine Verringerung der Festplattengeräusche« sagt Schreiber. »Insbesondere große Photoshop-Dateien laden jetzt deutlich schneller. Die Flash-Karte verkürzte die Wiedergabe- und Kodierungszeiten und bringt uns zum Teil eine erhebliche Zeiteinsparung bei der Wiedergabe von nativen Dateiformaten.«

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