04.08.2014 (ubr)
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Drobo »Drobo Mini All-Flash«

»Drobo Mini All-Flash« Das Unternehmen Drobo, Spezialist für unkomplizierte Speicherlösungen, zeigt mit dem »Drobo Mini All-Flash« einmal mehr, dass man unkomplizierte Bedienung und praktische Funktionen verbinden kann, ohne den Anwender oder den Geldbeutel zu sehr zu überfordern.

Das Design – schlank, schwarz mit grünem fast umlaufender Farbakzent – hat der Hersteller bewusst an einschlägige »Apfel«-Modelle angelegt, den gerade kreative Köpfe sollen angesprochen werden: Grafiker, Video- und Musikkünstler, Fotografen und natürlich auch der heimische Technik-Fan. Kurz, alle, die hohe Performance sowie ausreichend Kapazität haben möchten und ihre Daten ohne viel Umstand auch einfach mitnehmen wollen. Mit nur knapp 19 cm Breite, weniger als 4,5 cm Höhe und 18 cm Tiefe lässt sich der 1,3 Kilogramm wiegende Speicherzwerg durchaus im Rucksack, im Aktenkoffer oder im Big Shopper verstauen und transportieren. Wer es stilechter haben möchte, der kann sich optional beim Anbieter auch ein dediziertes Carrying Case mitbestellen. Auch diese ist schwarz mit grünem Reißverschluss.

Kompaktes Design, umfassende Ausstattung

Der Drobo Mini verfügt über vier 2,5-Zoll große Einschübe, in denen nun nicht nur SATA-Platten, sondern auch SSDs zum Einsatz kommen. Wie gewohnt lassen sich Medien unterschiedlicher Kapazitätsgrößen mischen, aber auch SSDs und HDDs können hier im Verbund arbeiten. Dabei passt das Gerät wie schon bei anderen Modellbrüdern den Datenschutz an die Anzahl und die vorhandene Kapazität an. Mit den derzeitigen SSD-Kapazitäten lässt sich das Mini-Array mit einem, zwei oder vier TByte an Flash-Speicher ausrüsten. Wem das an Performance nicht reicht, der kann zusätzlich ein mSATA-SSD in die vorhandene Accelerator Bay einsetzen und die Leistung noch ein wenig tunen.

Ebenso bewährt ist die Tatsache, dass sich die Medien einfach einsetzen und entfernen sowie im Laufenden Betrieb tauschen bzw. erweitern lassen. Werkzeug ist hier nicht vonnöten und das implementierte »BeyondRAID« sorgt nicht nur für eine Neukonfiguration des RAID-Schutzes, sondern je nach Umständen auch für einen Rebuild. Darüber hinaus gibt es noch ein Batterie-Backup, dass Daten bei einem Stromausfall so lange wie möglich im Memory oder Cache vorhält

Mit Thunderbolt lassen sich sechs Geräte verbinden.Zwei Thunderbolt-Schnittstellen ermöglichen unter anderem einen Zusammenschluss von bis zu sechs Thunderbolt-Geräten. Ein USB 3.0-Port gewährleistet darüber hinaus einen Datentransfer von bis zu bis zu 5 Gbit/s. Der Hersteller gibt an, dass der Drobo Mini aufgrund ausgeklügelter Lüftungstechnik extrem ruhig läuft und somit eben auch neben dem TV oder auf dem Schreibtisch residieren kann. Darüber hinaus lassen sich nicht genutzte Drives herunterfahren, um Strom und Kühlung zu sparen. Aus Erfahrung kann die speicherguide.de-Redaktion allerdings sagen, dass sich bereits ältere Drobo-Generationen in unseren Test in punkte Geräuscharmut bewiesen und bewährt haben. Die Angaben des Herstellers sollten hier also nicht zu weit hergeholt oder gar übertrieben sein.

Für die Verwaltung benötigt der Anwender auch kein Informatik-Studium: LED-Lampen zeigen an, wie »gut« oder »schlecht« es den einzelnen Medien geht. Grün indiziert, das alles ok ist, bei Gelb sollte man sich nach der Kapazität oder eventuellen Geräuschentwicklung des Mediums erkundigen und bei Rot ist dringend Handlungsbedarf gefragt, zum Beispiel der Austausch einer Platte. Darüber hinaus erlaubt die »Dashboard« ein einfaches Management am Rechner. Unterstützt werden die Betriebssysteme »Mac OS X 10.7« und aktueller von Apple, Microsoft »Windows 8/8.1« sowie »Windows 7«. Bei File-Systemen spricht der Drobo Mini mit HFS+ für die Apple-Welt und mit NTFS für die Windows-Umgebungen.

Fazit: Klein, leise, schnell – und fast preiswert

Der All-Flash-Drobo im Mini-Format hat das Zeug dazu, sich in den Büros kreativer Macher zu bewähren und zu überzeugen. Nicht zuletzt, weil man den kleinen Speicherfreund eben auch mal mitnehmen kann. Das bislang verfolgte Prinzip der einfachen Bedienung setzt sich auch im flashigen Mini fort und kann eigentlich nur Anwender für sich gewinnen. Schnell ausgetauschte Drives, keine Sorgen um RAID-Schutz oder Redundanzen und obendrauf schneller Datentransfer: das ist eine Mischung, die durchaus auch Midrange- oder Enterprise-Geräten nicht schlecht stünde.

Schnell, aber nicht ganz preiswert mit SSDs.Zwar ist der Drobo Mini nicht exorbitant teuer, aber 1.307 Euro als Startpreis (brutto) sind eben nicht mal so aus der Portokasse bezahlt. Dafür erhält der Nutzer SSD-Performance, unkomplizierten Betrieb und – aus Erfahrung der Testredaktion mit HDD-Modellen – einen langjährigen, treuen und zuverlässigen sowie portablen Speicherkumpel. Vielleicht hätte der Hersteller aber noch ein oder zwei Karten-Slots und einen weiteren USB-Anschluss hinzufügen können, denn dann hätten gerade Medien-/Foto-/Video-Macher noch mehr Freude an dem Drobo Mini All-Flash.

Kurzinfo
Hersteller: Drobo

460 North First Street
San Jose, CA 95131, USA

Tel +1 408 276 8400
Fax +1 408 276 8401

Web:
Drobo
Direkter Link zum Produkt:
Drobo Mini
Preis:
ab 1.307 Euro (brutto)
Garantie:
2 Jahre

Technische Details
Anzahl Drive-Einschübe:
vier
Unterstützte Medien (2,5-Zoll):
SATA I/II/III, SSD, mSATA-SSD (optional für Performance-Boost)
Max. Speicherkapazität:
4 TByte (SSD), 16 TByte (HDD)
Anzahl/Art Schnittstellen:
2x Thunderbolt (einer davon für den Zusammenschluss von sechs Geräten), 1x USB 3.0
BeyondRAID-Funktionen:
Thin Provisioning, Instant Expansion, Mixed Drive Size Utilization, automatischer RAID-Schutz, single oder dual-Disk-Redundanz, Virtual Hot Spare, Data Aware, Drive Re-ordering, Management
Unterstützte Betriebssysteme:
ab Mac OS X 10.7, Windows 8/8.1 (32/64 bit), Windows 7 (32/64 bit)
Zusatzfunktionen:
Hot Data Caching, Drive Spin Down, Lichtdimmung, Time Machine-Support
Abmessungen (B/H/T):
187,2 mm/44,6 mm/180mm
Gewicht:
1 Kilo (ohne HDDs), 1,3 Kilo (mit Medien)
Optionale Ausstattung:
Drobo Mini Carrying Case

Plus
+ unkomplizierter SSD-Einsatz

+ Mischbetrieb
+ BeyondRAID

Minus
- keine Einschübe für SD-Karten o.ä


Kommentare (2)
10.08.2014 - Callisto23

den Drobo fand ich gut, aber das Ding hier ist einfach nur teuer. Liegt vermutlich an Thunderbolt. Mit den Mac-Usern kann mans ja machen. ;)

05.08.2014 - Godwin

Das Ding ist aber deutlich zu teuer!?
Kein Wunder, dass sich Thunderbolt nicht entwickelt hat. Eine USB3.0-RAID ohne Laufwerke gibts ab unter 150 Euro.