12.12.2016 (eh)
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Prognose 2017: Drei IT-Infrastruktur-Trends für den Mittelstand

  • Inhalt dieses Artikels
  • Prognose 2017: Drei IT-Infrastruktur-Trends für den Mittelstand
  • 1) 10-Gigabit-Ethernet: nicht nur Glasfaser, sondern auch kostengünstig über Kupferverkabelungen
  • 2) So werden neueste »11ac-Wave2«-Access-Points nicht zum Datenflaschenhals
  • 3) NAS der nächsten Generation: auf Bitrot-Schutz achten

Nicht nur Großunternehmen sind damit konfrontiert, dass ihre Netzwerkinfrastruktur zunehmend beansprucht wird. Auch kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) kämpfen damit ständig. Der große IT-Infrastruktur-Trend für KMU in 2017 ist es, eine leistungsfähige Netzwerk-, Wireless-und Storage-Infrastruktur aufzubauen. Der Netzwerk-Equipment-Spezialist Netgear fasst drei wichtige Trends für den Mittelstand zusammen.

Prognose zum Volumen der jährlich generierten digitalen Datenmenge in Exabyte weltweit in den Jahren 2005 bis 2020 (Quelle: Statista, Digital Universe)Prognose zum Volumen der jährlich generierten digitalen Datenmenge in Exabyte weltweit in den Jahren 2005 bis 2020 (Quelle: Statista, Digital Universe)Nicht nur Großunternehmen, auch Mittelständler gehen täglich mit wachsenden Dateigrößen um, setzen cloudbasierte Dienste ein und erleben durch den anhaltenden Trend zum Einsatz von Mobilgeräten sowie steigendem Daten-Traffic bei Video- und Broadcast-Streaming enorm wachsende Datenmengen. Wie Großunternehmen müssen KMUs auf diesen Trend reagieren – verschlafen sie es, rechtzeitig aufzurüsten, drohen Performance-Engpässe im Netzwerk, die geschäftskritische Arbeitsabläufe gefährden.

Klar ist also: Der große IT-Infrastruktur-Trend für KMU in 2017 ist es, eine leistungsfähige Netzwerk-, Wireless-und Storage-Infrastruktur aufzubauen. Dieser zentrale Trend kann in drei entscheidende Komponenten unterteilt werden: 10-Gigabit-Ethernet, 11ac Wave 2 und NAS der nächsten Generation. Der Netzwerk-Equipment-Spezialist Netgear fasst diese drei Trends zusammen.

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1) 10-Gigabit-Ethernet: nicht nur Glasfaser, sondern auch kostengünstig über Kupferverkabelungen

Unternehmen beugen Performance-Engpässen vor, indem sie 10-Gigabit-Ethernet (10-GbE) umsetzen. Doch es halten sich hartnäckige Fehlinformationen zu der Technologie. So lässt sich 10-GbE nicht mehr nur über Glasfaser umsetzen: Mit den richtigen Switches kann 10-GbE auch über bestehende Kupferverkabelungen realisiert werden – Kupferlatenz und Stromverbrauch wurden gesenkt.

Einschränkungen gibt es lediglich bei der Reichweite, hier schlägt Glasfaser Kupfer. Die Kupfer-Reichweiten liegen bei Cat5e bei bis zu 30 bis 45 m, Cat6 bis zu 55 m und bei Cat6A/Cat7 bis zu 100 m. Ein weiteres Gerücht betrifft die Kosten: 10-GbE ist auch für KMU erschwinglich geworden, weil Anbieter wie Netgear kosteneffiziente 10-GbE-Kupfer-Switches anbieten, die zudem keine neue Verkabelung erfordern. 10-GbE ist somit nicht mehr nur Großunternehmen vorbehalten.

2) So werden neueste »11ac-Wave2«-Access-Points nicht zum Datenflaschenhals

Der WLAN-Standard IEEE 802.11ac bietet Unternehmen großes Leistungsvermögen. Doch selbst wenn ein Unternehmen 11ac-Wave2-Access-Points einsetzt, kann es sein, dass die Leistung nicht voll verfügbar ist, weil das angebundene 1-Gigabit-Netzwerk zum Bottleneck wird.

Dem können IT-Abteilungen sehr einfach vorbeugen: Entweder setzen sie darauf, den Multi-Gigabit-Ethernet-Port am Access-Point mit bis zu 2,5 Gbit/s Datendurchsatz über ein einziges Kabel mit einem 2,5/5-GbE-Multi-Gigabit-Switch, wie dem »Netgear ProSAFE M4200«, zu verbinden. Oder sie kombinieren zwei 1-Gbit/s-Ethernet-Ports zu einer LAG (Link Aggregation Group) und schaffen so eine 2-Gbit/s-Ethernet-Verbindung.

3) NAS der nächsten Generation: auf Bitrot-Schutz achten

Daten sind für moderne Unternehmen der Rohstoff schlechthin. Umso wichtiger ist es, Daten so zu sichern, dass sie je nach Bedarf geteilt werden können, von überall zugänglich und vor dem Katastrophenfall geschützt sind. Leistungsfähige NAS-Speichersysteme sind allein deshalb unabdingbar, weil es inzwischen auch bei der Verfügbarkeit von hochauflösenden Bildern, HD-Videos und die allgemein steigenden Datenmengen um Schnelligkeit und Zuverlässigkeit geht.

Unternehmen sollten darauf achten, skalierbare NAS mit leistungsstarken Prozessoren, erweiterbaren Speichern und entsprechenden Speicherkapazitäten für Datensicherung, File-Sharing und Synchronisation bereitzustellen. Bitrot-Schutz gegen den schleichenden Verlust von einzelnen Bits sollte ebenso vorhanden sein, wie eine, in die Firmware integrierte, Disaster-Recovery-Lösung. Dort, wo maximale Performance beim Dateizugriff und Redundanz gefordert sind, sollten NAS mit 10-GbE-Ports in Erwägung gezogen werden ( beispielsweise »ReadyNAS 626X« von Netgear).

Fazit: Die moderne Wirtschaft ist datengetrieben. Wollen KMU nicht den Anschluss an die globale Konkurrenz und zeitgemäßes Arbeiten verpassen, müssen sie auf die weiter steigende Netzwerk- und Netzwerkspeicherbelastung reagieren. Rüsten KMU jetzt auf, sind sie auch für die kommenden, jährlich steigenden Datenmengen gerüstet.

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