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VMturbo »Operations Manager 3.2« – Hands-on-Test

Wo andere reagieren will der »VMTurbo Operations Manager 3.2« pro-agieren. Das Management-Tool für verschiedene Hypervisoren möchte nicht nur überwachen und dem Verwalter die Maßnahmen vorschlagen. VMturbo versucht in die Geschehnisse einzugreifen, bevor Engpässe und Ausfälle drohen.

Von Max Lessel

VMturbo beschränkt sich nicht nur auf das Monitoring, sondern erstellt konkrete Empfehlungen die das Tool dann auch umsetzt.
VMturbo beschränkt sich nicht nur auf das Monitoring, sondern erstellt konkrete Empfehlungen die das Tool dann auch umsetzt.
Neben den renommierten Software-Hersteller im Management- und Monitoring-Bereich gibt es auch immer wieder Neulinge. Dazu zählt VMturbo, die sich dem »proaktiven« Management virtueller Infrastrukturen verschrieben hat.

Der VMturbo Operations Manager unterstützt Vsphere, Hyper-V und Xen. Die Software extrahiert alle Inventory- und Performance-Informationen aus der jeweiligen Management-Plattform und stellt sie grafisch dar. Anders als andere Monitoring-Tools beschränkt sich VMturbo jedoch nicht auf Alarme und Warnungen über drohende Engpässe. Das Tool analysiert Probleme und erarbeitet gleich eine dazu passende Lösung. Diese kann VMturbo dann auch prompt umsetzen.

Ein Beispiel: Das Tool registriert, dass sich dei CPU-Ready-Zeit einer VM steigt. Die CPU-Ready-Zeit gibt an, wie lange eine VM auf die Verfügbarkeit eines physischen Cores warten muss. Hohe CPU-Ready-Werte verschlechtern die Performance einer VM. VMturbo untersucht dann die aktuellen Werte der anderen Hosts und spricht dem Verwalter eine konkrete Empfehlung aus, wie beispielsweise »VM auf Host 3 migrieren«. Der Operations Manager belässt es dabei nicht bei der reinen Empfehlung, sondern führt die vorgeschlagene Operation auf Knopfdruck auch aus.

Ähnliche Vorschläge erarbeitet das Tool auch bei Memory- und Storage-Problemen oder Netzwerkengpässen. Ebenso analysiert das Tool die Effizienz der VMs. VMturbo betrachtet die CPU- und Speicherlast der VMs und ermittelt Änderungsvorschläge. Das kann sowohl ein verkleinern als auch ein Vergrößern der VM-Ressourcen bedeuten.

VMturbo kommt als virtuelle Linux-Appliance, zumindest für das Vmware-Umfeld. Die Ressorucen-Anforderungen sind mit acht GByte RAM und vier vCPUs recht knackig, zielen dabei aber auf größere Umgebungen. In der Testumgebung von speicherguide.de empfiehlt das Tool bereits nach wenigen Tagen, die CPU- und Speicherzuweisung der eigenen Appliance zu reduzieren. Längerfristig arbeitet die Appliance dann mit zwei vCPUs und 4,5 GByte RAM.

Das Web-GUI von VMturbo ist leider nicht ganz so gut gelungen. Das »Setzkasten«-Design verwirrt den Anwender leicht, zumal es in jedem »Kasterl« noch erwiderte Einstellungen für Spalten und Informationen gibt. Hier versucht der Hersteller, zu viel Informationen auf zu wenig Bildschirmplatz unterzubringen. Tools wie Vcops liefern hier einen deutlich besseren Überblick.

Wer VMturbo evaluieren möchte kann eine zeitlich begrenzte Trial-Version von der Hersteller-Site laden. Zudem gibt es die kostenfreie Community-Edition, die jedoch die Umgebung nur überwacht, jedoch nicht eingreift.

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Fazit

Anders als andere Tools beschränkt sich der VMturbo Operations Manager nicht nur auf das Monitoring, sondern erstellt konkrete Empfehlungen die das Tool dann auch umsetzt. Im Test erledigt das Tool diese Aufgabe auch sehr gewissenhaft. Abschließend empfiehlt VMturbo dann noch, den etwas knapp bemessenen ESX-Hosts im Labor mehr Speicher zu gönnen und am besten noch einen weiteren Host hinzuzufügen. Allerdings lässt sich ausgerechnet diese Optimierung nicht einfach auf Knopfdruck erledigen – zu schade.

Kurzinfo

VMturbo, Inc.
1 Burlington Woods Dr Suite 101
Burlington, MA 01803
Web: www.vmturbo.com
Direkter Link zum Produkt:
VMturbo Operations Manager 3.2
Preis: 500 US-Dollar pro CPU-Sockel (Enterprise-Edition),
800 US-Dollar pro CPU-Sockel (Cloud-Edition)

Plus
+ Multi-Hypervisor-Support
+ Optimierung-Vorschläge mit konkreter Umsetzung

Minus
- unübersichtliches GUI
- wenig detaillierte Chargeback-Funktionen