17.03.2014 (eh)
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Software-defined Storage: Vmware VSAN wird ausgeliefert

  • Inhalt dieses Artikels
  • Mit VSAN bis zu zwei Millionen IOPS bei schreibgeschützten Workloads
  • Wer vSphere kennt, kennt auch Virtual-SAN
  • VSAN ist tief in den vSphere-Web-Client integriert
  • Paketpreis für VSAN mit »vSphere Data Protection Advanced«
Architektur von Virtual-SAN (Bild: Vmware)
Architektur von Virtual-SAN (Bild: Vmware)
Der Virtualisierungs-Pionier VMware macht nun seinen konkreten ersten Schritt in Richtung Storage: Für »VSAN« (Virtual SAN) – die erste Software-defined-Storage-Lösung von Vmware – wird jetzt »generelle Verfügbarkeit« angekündigt. Im Sommer letzten Jahres kündigte Vmware die VSAN-Lösung für das erste Halbjahr 2014 an – das Unternehmen hielt damit Wort.

Mit der Lösung können Anwender von Vmwares serverseitigen Virtualisierungslösungen schneller und einfacher die Informationen aus diesen Servern auch in einer entsprechend virtualisierten Storage-Umgebung ablegen. Die Lösung ist direkt in den vSphere-Kernel integriert. Damit liefere VSAN eine neue Klasse von Hypervisor-konvergentem Storage.

Mit VSAN bis zu zwei Millionen IOPS bei schreibgeschützten Workloads

Die Software abstrahiert und bündelt interne magnetische Disks und Flash-Geräte von Standard-x86-Servern in Pools. Virtuelle Maschinen erhalten dadurch einen leistungsstarken und gemeinsamen Datenspeicher. Entsprechend interner Benchmarks für Virtual-SAN seien Performance-Werte wie zwei Millionen IOPS bei schreibgeschützten Workloads auf einem 32-Knoten-Cluster sowie 640.000 IOPS bei gemischtem Workload auf einem 32-Knoten-Cluster erzielt worden.

Um diese Leistungsfähigkeit zu erreichen, setzt V-ware bei VSAN stark auf Flash. Ein granularer Ansatz erlaube der Software, Leistung und Kapazitäten entsprechend dem Bedarf bereit zu stellen. Ein virtuelles Storage-Cluster könne bis zu 4,4 PByte betragen. Durch die neue VSAN-Lösung müsse die CPU eines Servers nur noch etwa zehn Prozent der ursprünglichen Leistung erbringen.

Wer vSphere kennt, kennt auch Virtual-SAN

»Vmware verändert grundlegend die Art und Weise, wie Storage bislang betrieben wurde«, sagt John Gilmartin, Vice President und General Manager, SDDC Suite Business Unit bei Vmware. »Virtual-SAN ist eine radikal vereinfachte Storage-Lösung. Sie ist für virtuelle Umgebungen optimiert, und bringt einen applikationszentrierten Ansatz mit Storage-Management zusammen. Kunden, die mit vSphere vertraut sind, kennen auch Virtual-SAN – und profitieren von ihren Kenntnissen und einer schnellen Einarbeitung.«

Eines der neuen Features ist eine richtlinienbasierte Kontrollebene. Virtual-SAN verlagert hierbei das Management-Modell für Storage vom Gerät hin zur Applikation. Ein einzelner Virtual-SAN-Datenspeicher könne verschiedene Service-Levels bereitstellen, die auf individuellen VM-orientierten Policies basieren. Administratoren sollen so komplexe LUNs- oder Volumen-Konfigurationen sowie das Überprovisionieren vermeiden. Außerdem sollen sie Policies einfach verändern können. Automatisierte Provisionierung und Management erlaube es Administratoren, die Service-Level-Agreements (SLAs) besser einzuhalten.

VSAN ist tief in den vSphere-Web-Client integriert

Software-defined-Storage-Lösung gibt zwar schon von Konkurrenten wie Hewlett-Packard, IBM, Datacore Software oder auch der Vmware-Muttergesellschaft EMC (»ScaleIO«). Aber ein Vorteil der Vmware-Lösung ist unbestreitbar die tiefe Integration in den vSphere-Web-Client: Dadurch sei VSAN mit nur zwei Klicks zu konfigurieren und einzurichten. Auf der anderen Seite argumentiert beispielsweise Nutanix, dass ihre Lösung dafür mehrere Hyper-Visoren unterstützt; eben nicht nur Vmware, sondern auch Microsoft Hyper-V und KVM.

Darüber hinaus bietet die Vmware-Lösung auch Storage-Funktionen wie Backup, Replication und Snapshots. Zudem unterstütze VSAN auch andere Vmware-Produkte wie den virtuellen Desktop-Manager »Horizon View«, »vCenter Site Recovery Manager«, »vCenter Operations Management Suite« oder das »vCloud Automation Center«.

Paketpreis für VSAN mit »vSphere Data Protection Advanced«

Als Hardware-unabhängige Lösung kann Virtual-SAN auf verschiedenen Servern eingesetzt werden. Kunden haben zwei Möglichkeiten für den Einsatz – über »VMware Virtual SAN Ready Nodes« (vorab validierte Serverkonfigurationen) oder über eine Komponenten-basierte Hardware-Kompatibilitätsliste. Hierüber können Nutzer die Komponenten auswählen, die sie bevorzugen. Mehr als 150 Komponenten und 13 Ready-Nodes sind derzeit für Virtual-SAN zertifiziert.

VSAN ist ab sofort für 2.495 US-Dollar pro Rechner erhältlich. Für Desktops ist es bereits für 50 US-Dollar pro Nutzer erhältlich. Vorübergehend ist VSAN zusammen mit »vSphere Data Protection Advanced« zum Paketpreis von 2.875 US-Dollar pro Rechner erhältlich. Für kurze Zeit erhalten Virtual-Storage-Appliance-Kunden beim Upgrade auf VSAN einen Rabatt in Höhe 20 Prozent im Vergleich zum Listenpreis.

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