24.10.2013 (eh)
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Seagate überrascht mit »Kinetic«-RZ-Speicherplattform

  • Inhalt dieses Artikels
  • Von der Applikation direkt über Ethernet zu den Storage-Geräten
  • Erster ernsthafter Interessent: Yahoo
  • Objektbasierte Speicherung wird noch effektiver
»Kinetic Open Storage Platform« spricht nur über Ethernet mit den Speichermedien (Bild: Seagate)
»Kinetic Open Storage Platform« spricht nur über Ethernet mit den Speichermedien (Bild: Seagate)
Zu viele Storage-Tiers in den Rechenzentren – das nervt nicht nur Administratoren, sondern sogar einen Festplattenhersteller wie Seagate Technology. Und deshalb hat der Festplattenspezialist eine neue Storage-Plattform vorgestellt, die über eine horizontal skalierbare Architektur verfügt, womit sie nach Meinung von Seagate das Label »scale out« verdient. Die »Kinetic Open Storage Platform« genannte Neuentwicklung soll nach Meinung von Seagate das Datenmanagement flexibler machen, die Leistung verbessern, und gleichzeitig die Gesamtbetriebskosten der Cloud-Infrastrukturen durchschnittlich um bis zu 50 Prozent reduzieren.

»Mit der Seagate Kinetic Open Storage-Plattform hat unsere Forschungs- und Entwickungsabteilung eine neuartige Speicherarchitektur konzipiert, die eine kosteneffiziente und besser skalierbare objektbasierte Speicherlösung ermöglicht. IT-Fachleute müssen so nicht mehr in Hard- oder Software investieren, die sie nicht benötigen, und sind gleichzeitig mit der innovativsten am Markt verfügbaren Speichertechnologie ausgestattet«, erklärt Rocky Pimentel, Executive Vice President, Chief Sales und Marketing Officer von Seagate. »Diese Technologie optimiert Speicherlösungen und ermöglicht parallel eine Reduzierung der Gesamtkosten.«

Von der Applikation direkt über Ethernet zu den Storage-Geräten

Grundidee der Seagate-Lösung ist, dass Anwendungen direkt durch die Speicherlösung angesprochen werden können. Auf die herkömmliche mehrstufige Speicherung in den Rechenservern wird dabei verzichtet. Eine Applikation muss nur noch eine Kinetic-Library ansprechen, und dann geht’s direkt über Ethernet zu den Storage-Geräten. Fibre-Channel? Schnee von gestern.

Die neue Storage-Plattform ist natürlich vor allem für die neuen Cloud-Data-Center gedacht. Hier gebe es mit traditionellen Storage-Architekturen zu viele (Software-)Schichten, die den Datendurchsatz ausbremsten. Außerdem bräuchten moderne Applikationen kaum noch RAID-Architekturen oder File-Systeme – sondern vielmehr Object-Semantics für neuartige objektorientierte Applikationen.

Erster ernsthafter Interessent: Yahoo

Einer der ersten Big-Player, der die Seagate-Entwicklung ernsthaft testet, ist Yahoo. »Bei Yahoo suchen wir immer nach neuen Wegen, um die Effizienz und Einfachheit unserer Infrastruktur zu verbessern. Wir freuen uns über die Seagate Kinetic Open Storage Plattform. Die Branche hat immer wieder bewiesen, dass Ethernet gewinnt – diese Technologie auf die Ebene des Laufwerks zu bringen ist eine wirkliche Optimierung«, sagt Kevin Graham, Principle Storage Architect, Yahoo Infrastructure Group. »In den vergangenen Monaten haben wir uns zunehmend damit auseinandergesetzt, wie wir eine Verbesserung gegenüber der aktuellen Situation erzielen können, um somit unseren Anwendern die effizienteste und zuverlässigste Speicherlösung anzubieten.«

Der Kniff der Plattform liegt darin, eine neue offene Programmierschnittstelle (API) zu integrieren, die über Ethernet – zunächst – an die Hardware von Seagate angebunden ist. Seagate betont, dass die API so konzipiert wurde, dass sie schnell in jedem Cloud-Speichersoftware-Stack implementiert werden kann. Die API soll letztendlich ein breites Portfolio von Speichermedien ansprechen können. Dadurch werde es System-Integratoren und Software-Entwicklern ermöglicht, neue Lösungen für eine Vielzahl von Anwendungsfällen in Cloud-Rechenzentren zu entwickeln.

Objektbasierte Speicherung wird noch effektiver

»Der Schritt in den Bereich der Speicherplattformen ist eine logische Erweiterung des zentralen Geschäftfeldes von Seagate. Die neue Kinetic Open Storage Plattform ist eine Technologie, die weitere Entwicklungen der Rechenzentren neu definieren könnte“, kommentiert Laura DuBois, Program Vice President, Storage Systems, Software and Solutions beim Marktforschungshaus IDC. »Die Implementierung dieser Technologie wird Rechenzentren mit besser skalierbaren Lösungen zu den niedrigsten Gesamtbetriebskosten der Branche ausstatten – das bringt Wandel in die Welt der Speicherlösungen.«

Durch die Neudefinition der Hard- und Software-Funktionen kann die Plattform Cloud-Service-Anbietern und unabhängigen Software-Anbietern nach Meinung von Seagate Scale-out-Dateien sowie objektbasierte Speicherung effektiv ermöglichen. Mit Seagates Storage-Plattform würden Anwendungen nun spezifische Funktionen verwalten. und diese schnell in jedem Cloud-Storage-Software-Stack implementieren. Auch Cluster-Management, Datenreplikation, Migration und aktive Archivierungs-Performance würden dadurch optimiert. Unterm Strich verbessere sich schließlich der I/O-Durchsatz deutlich.

Laut Seagate entwickeln bereits etliche Open-Source-Cloud-Hardware- und Software-Anbieter auf der Plattform; dazu sollen unter anderem Basho Technologies, Dell, EVault, Huawei, Hyve Solutions, Rackspace, Newisys (Sanmina), Supermicro, SwiftStack und Xyratex gehören..

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