30.05.2011 (eh)
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IDC: Die Cloud ist in Deutschland angekommen

  • Inhalt dieses Artikels
  • Cloud-Services lediglich bei Teilen der IT im Einsatz
  • Noch kein Favorit: Private- oder Public-Cloud
  • Einschätzungen von Unternehmen aus der Cloud
Die bevorzugten Services, die in die Cloud verlagert werden sollen (Bild: IDC)
Die bevorzugten Services, die in die Cloud verlagert werden sollen (Bild: IDC)
Was die Cloud anbelangt, gibt es noch viele Unkenrufe, vor allem in Deutschland. Die einen Marktteilnehmer billigen ihr bestenfalls Hype-Status zu, andere glauben, dass durch einzelne Datenunfälle die Cloud bereits den Todesstoß versetzt bekam. Alles Quatsch, meinen dagegen die Analysten des Marktforschungsunternehmens IDC. Laut einer neuen Studie gewinnt Cloud-Computing in Deutschland rasant an Bedeutung und ist in der Tat nicht mehr aufzuhalten.

Selbst für IDC-Analyst Matthias Kraus ist die Trendstärke hin zur Cloud »richtig überraschend«, wie er gegenüber speicherguide.de einräumt. Denn bei der letzten ausführlichen Cloud-Studie von IDC vor zwei Jahren wollten sich noch rund drei Viertel der Befragten nicht näher mit dem Thema befassen. »Cloud-Computing hierzulande kein Thema«, hieß es damals. Das hat sich vollkommen umgekrempelt, denn bereits mehr als zwei Drittel der in der neuen Studie »Transformation der Unternehmens-IT auf dem Weg in die Cloud, Deutschland 2011« befragten Unternehmen wollen eine Cloud-Strategie nun konkret ins Auge fassen.

Cloud-Services lediglich bei Teilen der IT im Einsatz

Konkret: 29 Prozent der Befragten wollen Cloud-Services in so vielen Bereichen wie möglich nutzen und beabsichtigen eine relativ breit angelegte Herangehensweise. 41 Prozent der Unternehmen sind hingegen etwas zurückhaltender und planen, das Thema langsamer anzugehen. Diese Gruppe strebt den Einsatz von Cloud-Services lediglich bei Teilen ihrer IT an.

Die anderen 30 Prozent der Befragten beschäftigen sich aktuell mit keiner »aktiven« Cloud-Strategie: 17 Prozent der Teilnehmer haben zwar noch keine konkreten Pläne, wären aber in Zukunft durchaus offen dafür. Nur sechs Prozent der Unternehmen schließen zurzeit die Einführung von Cloud-Services für ihr Unternehmen gänzlich aus. Weitere sieben Prozent geben an, sich überhaupt noch nicht mit dem Thema auseinandergesetzt zu haben.

Noch kein Favorit: Private- oder Public-Cloud

Kein klarer Trend zeigt sich indes, welche Cloud-Services verwendet werden. »Das Thema ist für viele Unternehmen noch jung«, räumt Lynn Thorenz, Director Research & Consulting bei IDC in Frankfurt ein. Es gebe zwar einen gewissen Hang zur Private-Cloud, diese wird anscheinend »aus Sicherheitsgründen bevorzugt«. Aber trotzdem ein interessanter Sondertrend: »Der Mittelstand bevorzugt etwas öfter die Public-Cloud.«

Thorenz glaubt, dass es mittelfristig bei vielen Firmen zu einem Mix aus Public- und Private-Cloud, also zu einer Hybrid-Cloud, hinauslaufen wird: »Das dürfte oftmals die beste Antwort auf die aktuellen Herausforderungen der IT sein.« In der Konsequenz bedeutet dies ihrer Meinung nach, dass ein Mix aus verschiedenen Beschaffungsmodellen entstehen wird: der herkömmliche lokale IT-Betrieb sowie virtualisierte Private- und Public-Clouds in Kombination.

Einschätzungen von Unternehmen aus der Cloud

Unterstützt wurde die Umsetzung der Studie von diversen Sponsoren. Immerhin umfasst die im Frühjahr 2011 durchgeführte umfangreiche Befragung 235 deutsche Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern. Einschätzungen der Sponsoren, unter anderem von Netapp, salesforce.com, T-Systems und Logica, finden Sie hier in einem separaten Beitrag.

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