14.04.2015 (eh)
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HGST liefert erste NVMe-PCIe-SSDs »Ultrastar SN100« aus

  • Inhalt dieses Artikels
  • HGST-SSDs mit Leseraten von bis zu 3.000 MByte/s
  • NVMe-Schnittstelle ermöglicht schnellere Zugriffe auf Flash-Speicher

PCIe-Flash-Steckkarte SN150 ermöglicht sequenzielle Leseraten von bis zu 3.000 MByte/s (Bild: HGST)PCIe-Flash-Steckkarte SN150 ermöglicht sequenzielle Leseraten von bis zu 3.000 MByte/s (Bild: HGST)Die von der WD-Tochter HGST im vergangenen September angekündigte NVMe-kompatible PCIe-SSD-Reihe »Ultrastar SN100« ist jetzt teilweise verfügbar. Angekündigt wurde die SSD-Familie in zwei Bauformen: 2,5 Zoll und Einbaukarte mit halber Baulänge. Den Anfang macht nun das Modell SN150, eine PCIe-Steckkarte im HHHL-Format (Half-Height, Half-Length). Das 2,5-Zoll-Modell SN100 mit SFF-8639-Anschluss soll ab Mai ausgeliefert werden. Die SSDs sind mit Kapazitäten von bis zu 3,2 TByte erhältlich.

Die neue Serie wird von HGST als wichtiger Baustein für serverseitige Flash-Lösungen positioniert. Mitgeliefert wird die HGST-Server-Software »Flash Software Suite« und dem HGST »Device Manager«. In dieser Kombination soll eine serverseitige Flash-Plattformlösung mit äußerst geringen Gesamtbetriebskosten entstehen, die Clustering, Skalierbarkeit, Hochverfügbarkeit und Verwaltbarkeit für anspruchsvolle Anwendungen bietet. Bei MySQL sollen die Flash-Lösungen zu einer Serverkonsolidierung von bis zu 40 Prozent sowie zu Leistungsverbesserungen von bis zu 60 Prozent führen, wobei die vorhandenen MySQL-Architekturen beibehalten werden können.

HGST-SSDs mit Leseraten von bis zu 3.000 MByte/s

Beide HGST-Neuheiten nutzen zur Anbindung an die Server vier PCI-Express-Lanes der dritten Generation. Damit lassen sich theoretische Datenraten von bis zu 3.938 MByte/s bieten. Freilich lässt sich dieses Potenzial nicht komplett ausnutzen. Aber mit sequenziellen Leseraten von bis zu 3.000 MByte/s und sequenziellen Schreibraten von bis zu 1.600 MByte/s hat HGST die NVMe-Technologie bei der Ultrastar-SN100-Familie ziemlich gut implementiert.

Wenn es um gemischte Arbeitslasten mit wahlfreien Lese- und Schreibzugriffen geht, wie sie beispielsweise Datenbanken, Big-Data-Anwendungen und Virtualisierungsumgebungen verursachen, dann gibt HGST eine maximale Leistung von 310.000 IOPS an. Für reine Lesezugriffe liegt die Spezifikation sogar bei bis zu 743.000 IOPS, für reine Schreibzugriffe bei bis zu 160.000 IOPS.

NVMe-Schnittstelle ermöglicht schnellere Zugriffe auf Flash-Speicher

Die NVMe-Schnittstelle (NVM Express; bzw. das Non-Volatile Memory) ermöglicht unter anderem durch mehr Optionen für parallele Anfragen schnellere Zugriffe auf Flash-Speicher. Die Anbindung via PCI-Express (PCIe) kann Latenzen reduzieren, die üblicherweise beim »Umweg« über SATA- oder SAS-Controller auftreten. NVMe-Massenspeicher gelten als Beschleuniger von Datenbanken bzw. für Software-defined-Storage-Umgebungen (SDS).

Schon länger lieferbare NVMe-SSDs gibt es bereits von Samsung und Intel. Die NVMe-Schnittstelle unterstützen mittlerweile etliche Betriebssysteme nativ. Seit dem Update auf Version 10.10.3 kann auch das Apple-Betriebssystem OS X nativ mit NVMe umgehen. Über Preise machte HGST keine Angaben.

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