30.10.2014 (eh)
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Fujitsu geht mit Cluster-Dateisystem Ceph ins PByte-Zeitalter

  • Inhalt dieses Artikels
  • »ETERNUS CD10000«: Ceph plus Fujitsu-Hardware plus Fujitsu-Management
  • Ceph unterstützt Object-Storage sowie Block- und File-Daten
  • Lösung für die rapide Zunahme von Online-Datenbeständen
  • Neue Performance im Bereich Online-Cloud-Daten gesucht

»ETERNUS CD10000« kombiniert das Cluster-Dateisystem »Ceph« mit Fujitsus Storage-Management-Funktionen (Bild: Fujitsu)»ETERNUS CD10000« kombiniert das Cluster-Dateisystem »Ceph« mit Fujitsus Storage-Management-Funktionen (Bild: Fujitsu)Mit dem brandneuen Software-defined Hyperscale-Storage-System »ETERNUS CD10000« drängt Fujitsu mit aller Macht ins PByte-Zeitalter. Denn das neue System skaliert mit bis zu 224 Storage-Nodes auf bis zu 56 PByte Kapazität. Und das ist erst die Erstversion. Wie speicherguide.de auf der »Powering the Cloud«-Konferenz, auf der das System diese Woche exklusiv vorgestellt wurde, erfuhr, sollen voraussichtlich schon nächstes weitere Versionen folgen, die schließlich in den dreistelligen PByte-Bereich skalieren.

Das System basiert auf dem Open-Source-Cluster-Dateisystem »Ceph Enterprise« von der Red Hat-Tochter Inktank. Damit ist eigentlich sogar der Weg ins Exabyte-Zeitalter vorgezeichnet. Aber da dürften noch ein paar Jahre vergehen, bis die Kunden solche Anforderungen stellen.

»ETERNUS CD10000«: Ceph plus Fujitsu-Hardware plus Fujitsu-Management

Mit Ceph, dem Cluster-Dateisystem für Linux, lassen sich Standard-Server-Hardware zu Storage-Clustern verbinden. Diese halten die Daten redundant bereit und lassen sich leicht erweitern. Vor allem mit OpenStack oder bei der Linux-Virtualisierung wird Ceph oft eingesetzt. Dass mit Ceph etwas bei Fujitsu im Busch ist, ließ das Unternehmen bereits letzten Monat durchblicken.

Diesen Umstand macht sich Fujitsu zunutze, um die Speicherknoten mit seinen eigenen x86-Servern der Enterprise-Klasse auszustatten. Und darüber legt Fujitsu noch ein additives Storage-Management. Das Gesamtergebnis ist eine Lösung, die als besonders ideal für Big Data und Cloud erscheint.

Ceph unterstützt Object-Storage sowie Block- und File-Daten

Die neuartige Architektur von Ceph unterstützt Object-Storage sowie Block- und File-Daten – die Fujitsu-Lösung erscheint also echtes Unified-Storage. Die Architektur des neuen, verteilten, hyperskalierbaren Scale-out-Ökosystems von Fujitsu ermöglicht es, auf organische Weise und ohne Unterbrechung des Betriebes Speicherknoten hinzuzufügen, auszutauschen und aufzurüsten. Dadurch ist sichergestellt, dass das gesamte System und die darauf befindlichen Daten ohne zeitliche Begrenzung zur Verfügung stehen.

Alle Storage-Nodes, so betont Fujitsu, sind rückwärtskompatibel. Das heißt, neue Storage-Nodes lassen sich problemlos zusammen mit älteren Komponenten verwenden. Die neue ETERNUS CD10000 sichert dadurch einmal getätigte Investitionen der Nutzer in die Storage-Infrastruktur.

Lösung für die rapide Zunahme von Online-Datenbeständen

Aktuell beginnt eine Einstiegsversion des CD10000 bei rund 250 TByte. Und dann lässt sich bis 56 PByte skalieren. Als Kunden hat hier Fujitsu Cloud-Service-Provider, Telekommunikationsunternehmen sowie Firmen aus den Bereichen Finanzwirtschaft, Medien und Business-Analytics im Auge. Hinzu kommen alle Branchen, in denen eine massive Zunahme der Online-Datenbestände zu verzeichnen ist. Also Kunden, bei denen die klassischen RAID-Arrays langsam an ihre Grenzen stoßen.

Die ‚ETERNUS CD10000’ revolutioniert die Art und Weise, wie Organisationen die unaufhaltsam wachsenden Volumina von Online-Daten bewältigen können. Fujitsu ist der erste etablierte und weltweit aktive Anbieter von Storage-Technologien, der eine hyperskalierbare Speicheroptimierungsplattform auf Grundlage von Open-Source zur Verfügung stellt, die auf Online-Storage zugeschnitten ist«, erklärt Horoaki Kondo, Senior Vice President, Head of Storage Systems Business Unit bei Fujitsu. »Diese Lösung beseitigt künftige Engpässe und verhilft Organisationen dazu, die Kontrolle über die Kosten wiederzuerlangen.«

Neue Performance im Bereich Online-Cloud-Daten gesucht

Lars Göbel, Data Center Solutions / Director IT Services beim Darmstädter Rechenzentrum, gibt Einblick, warum man sich dort für das neue Fujitsu-System entschied: »Das Darmstädter Rechenzentrum ist ein nagelneues Data-Center, das höchsten Standards entspricht. Dadurch können wir auch geschäftskritische Umgebungen unterstützen, beispielsweise Deutsche Börse Cloud Exchange (DBCE), einen herstellerneutralen Marktplatz für Cloud-Computing-Ressourcen. Unsere Branche ist durch zwei konträre Anforderungen geprägt: Auf der einen Seite gilt es, die Wettbewerbsfähigkeit sicherzustellen und zu diesem Zweck die Kosteneffizienz zu erhöhen. Andererseits muss im Bereich Online-Cloud-Daten eine Performance bereitstehen, die geschäftskritischen Anforderungen gerecht wird. Die ‚Fujitsu Eternus CD10000’ ist dafür eine perfekte Lösung. Sie ermöglicht es der DBCE, eine attraktive Kombination anzubieten, bestehend aus einer extrem konkurrenzfähigen Preisgestaltung sowie der Gewähr, dass das System stets online bleibt.«

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