19.05.2014 (ubr)
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EMCs 1-Millionen-Dollar-Baby XtremIO

CEO Goulden enthült das 1-Millionen-Dollar-Baby
Der Bostoner IT-Riese EMC geht in die Flash-Offensive: Pünktlich zur Hausmesse »EMC World« kündigte das Unternehmen ein optimiertes XtremIO-Flash-System an, das neue Funktionalitäten und Integrationsmöglichkeiten bietet. Damit nicht genug. EMC wäre nicht EMC, wenn es nicht die passende dramatische Show dazu gäbe. So präsentierte CEO David Goulden in Las Vegas ein Flash-System, das mit einer Million US-Dollar gefüllt war und symbolisch für ihre Garantie steht. Sollte ein Kunde mit der Performance des Xtremio nicht zufrieden sein, so gewährleistet die Firma eine Million Dollar. Damit soll dem Wettbewerb ein deutliches Zeichen gesetzt werden. Das Unternehmen ist sich seiner Sache so sicher und vertraut auf seine Leistung so sehr, dass es ein leichtes scheint, eine solche Garantie abzugeben.

»Unsere verbesserten Inline Data Services sowie die Performance-Zusagen sind überzeugende Kriterien, sich für unser Flash-System zu entscheiden«, sagt Ehud Rokach, Vice President, General Manager und Mitgründer von Xtremio. »So haben wir unsere Feature-Liste beispielsweise um Snapshots und Verschlüsselung erweitert. Darüber hinaus integrieren wir mit VPLEX, PowerPath, VCE, VSPEX und ViPR, was zusätzliche Funktionalitäten bringt. Somit ist das Array ideal für Datenbank-Anwendungen oder transaktionsreiche virtuelle Umgebungen.«

Tauschaktion: Flash gegen Flash

CEO Goulden enthült das 1-Mio-Dollar-Baby von EMC
CEO Goulden enthült das 1-Mio-Dollar-Baby von EMC
Um dem Wettbewerb das Leben noch ein wenig zu erschweren, legt EMC zudem ein Trade-In-Programm für bestehende Flash-Lösungen auf. Dem Unternehmen geht es also nicht mehr nur darum, Altlasten in Form von HDD-Systemen abzulösen, sondern vielmehr auch bestehende Flash-Installationen aus dem Geschäft zu kicken. »Das Programm ist für die Kunden gedacht, die früh in Flash investiert haben und nun bereits Performance- oder Integrations-Probleme haben«, erklärt Rokach. »Viele Unternehmen haben in Flash-Systeme der ersten Stunde investiert, die sicher zu dem Zeitpunkt auch eine gute Alternative für IO-lastige Anwendungen waren. Nur leider kommen diese Systeme aufgrund der rasanten Weiterentwicklungen am Markt bereits jetzt an ihre Grenzen, sei es weil sie die Performance-Last nicht mehr bewältigen können oder schlichtweg nicht skalierbar sind. Hier bieten wir unser Programm mit entsprechendem Migrationspfad, damit die Kunden einfach auf unsere Lösung wechseln können, um wieder leistungsfähig und flexibel zu sein.«

Dieses Trade-In-Programm richtet sich natürlich eindeutig gegen Konkurrenten, die derzeit etwas straucheln, wie Violin Memory oder junge Start-ups wie Nimbus Data, die nicht so viel Marketingkraft zur Verfügung haben.

Nun, kann man sich darüber streiten, ob ein solches Angebot gepaart mit einer so hoch angesetzten Garantiesumme eine Verzweiflungstat oder ein genialer Schachzug ist. Sicher ist, dass EMC sich hier deutlich in der Führungsrolle sieht und diese um jeden Preis halten und ausbauen will, mit allen Mitteln. Der Bostoner IT-Riese geht sogar mit dem Begriff des »Rescue«-Programms für sein Flash-Angebot hausieren. Die Garantie gilt bis Herbst 2014.

Flash für die Zukunft

EMCs Garantie gilt bis Herbst 2014
EMCs Garantie gilt bis Herbst 2014
Dass das derzeitige Flash-Angebot nicht das Ende der Fahnenstange ist, macht EMC nicht nur durch den Ankauf von DSSD deutlich. Auch an Xtremio-Produkten wird stetig weiterentwickelt. »Wir investieren natürlich auch weiterhin in die kontinuierliche Optimierung unserer Flash-Systeme, beispielsweise durch das 100-köpfige Entwicklungsteam in Israel«, sagt Ehud Rokach. »Xtremio gehört zur Emerging Technology Division, die derzeit einer der stärksten Umsatzgeneratoren ist. Die Systemarchitektur in Abstimmung auf die eMLC-Medien bringt hohe Leistungsfähigkeit, aber natürlich schauen wir uns auch Zukunftstechnologien wie beispielsweise NVMe an. Zu weiteren Plänen gehören natürlich die ständige Funktionserweiterung, flexible Skalierbarkeit und zukunftstaugliche Integrationen.«


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