16.04.2014 (ubr)
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Dell bringt IOPS mit »Fluid Cache« auf Hochtouren

IT-Größe Dell stellt mit »Fluid Cache for SAN« eine Lösung für transaktionsreiche Anwendungen vor, die noch im ersten Halbjahr 2014 verfügbar sein soll. Fluid Cache verbindet dabei PCIe-SSDs im Server mit einer dedizierten Software, die den Flash-Speicher bündelt und als Ressourcen-Pool zur Verfügung stellt. Die Daten werden quasi näher an die Compute-Kraft herangebracht, was die Antwortzeiten beispielsweise von Datenbanken um bis zu 99 Prozent verkürzen soll. Das zeigte zumindest ein von Dell durchgeführter Labortest, bei dem zudem fünf Millionen Random IOPS erzielt und die Anwenderzahl versechsfacht werden konnte.

Dells Fluid Cache for SAN ist nach »Fluid Cache for DAS« die zweite Lösung, die aus der Akquisition von RNA hervorgeht. Die im letzten Jahr präsentierte Lösung stattet »PowerEdge«-Server mit Micron-Flash-SSDs aus, die dann Daten aus dem direkt angebundenen Speichersystem verarbeiten. Ähnlich funktioniert auch der Fluid Cache fürs SAN, nur dass eben ein Speichernetzwerk angeschlossen werden kann – hier in Form von Compellent-Arrays. Eine Mindestkonfiguration von drei Servern ist Vorraussetzung. Im ersten Schritt werden Linux und VMware unterstützt, weitere Betriebssysteme sollen noch in diesem Jahr folgen. Für ein zentrales Management gibt es eine einheitliche Benutzeroberfläche sowie SAN-Funktionen wie automatisches Tiering, Cache-fähige Snapshots, Daten-Replikation und Kompression. Interessant dürfte diese Lösung für IO- bzw. transaktionsreiche Umgebungen sein, wie beispielsweise OLTP, Data-Warehousing oder VDIs.

»Diese Technologie steht aber nicht nur neuen Kunden zur Verfügung« erklärt Alan Atkinson, Vice President and General Manager Dell Storage. »Die Lösung ist rückwärts kompatibel zu Poweredge-Servern, die sich mit PCIe-SSDs ausstatten lassen. Somit lassen sich bestehende Umgebungen optimieren und Anwendungen beschleunigen. Für eine Drei-Server-Konfiguration muss man in etwa mit einem Preis von 30.000 US-Dollar rechnen, wobei rund 18.000 Dollar auf den Flash-Speicher entfallen.« Um die Datenintegrität muss der IT-Verantwortliche nicht fürchten. Eine Write-Back-Caching-Technologie sorgt dafür, dass die Daten im Cache-Pool ohne Single-Point-of-Failure zwischen Server und SAN hochverfügbar sind.

»Wir sehen unsere Lösung derzeit beispiellos zu anderen«, sagt Atkinson. »Wir sehen sowohl traditionelle als auch junge Unternehmen, die eine voll integrierte Lösung anbieten wollen, aber mit unserer Data-Progression-Intelligent-Tiering-Technologie, Clusterfähigkeit und Performance sehen wir uns hier weit vorn.«

Gepaart wird der Fluid Cache mit 10/40Gb/s-Ethernet-Switches. IT-Manager müssen zudem nicht fürchten, bei einem wachsenden RZ limitiert zu sein, denn dem aktiven Cache-Poollassen sich je nach Bedarf Laufwerke und Serverknoten hinzufügen.

Compellent-Software in neuer Version

Um die Performance und Tiering-Funktion weiter zu optimieren bringt Dell zudem das »Compellent Storage Center 6.5« heraus. Diese ist Flash-optimierte Version erlaubt eine intelligente Anordnung der Daten auf schreib- oder lesespezialisierten SSDs beziehungsweise in Systemen, die wahlweise vollständig mit Flash-Speichern bestückt sind oder als Hybrid-Flash-Storage-Array betrieben werden. Mittels Daten-Kompression auf Block-Ebene lässt sich laut Hersteller eine Reduktionsrate von bis zu 77 Prozent erreichen. Für bessere Datensicherheit kommen selbstverschlüsselnde Festplatten zum Einsatz. Die Funktion »synchrones Live Volume« ermöglicht Anwendern, ohne Änderungen der Serverkonfigurationen Daten unterbrechungsfrei wiederherzustellen, und mit Multi-VLAN-Tagging sind Service-Provider in der Lage, ihren Kunden in unterschiedlichen virtuellen Domains des gleichen Storage-Centers verschiedene Service-Levels anzubieten.


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