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Speichermanagement aus einem Guss

Die Software »SANsymphony-V Release 8« wurde für alle speicherbezogenen Herausforderungen konzipiert. Das Datacore-Tool legt eine aktive transparente Virtualisierungsschicht über alle Plattenspeichermedien und erhöht dadurch die Verfügbarkeit, Leistung und Auslastung in großen und kleineren Rechenzentren.

Von Christian Marczinke, Datacore

Die integrierten Funktionen von »SANsymphony-V Release 8« zur zentralen Datensicherung, zur Bereitstellung von Kapazität, das Caching, die Replikation und Migration können auf unterschiedliche Modelle angewendet werden. Dadurch lässt sich bestehendes und zukünftiges Equipment ohne Unterbrechung in das DataCore-SAN integrieren. Die Software beschleunigt Anwendungen, ermöglicht einen ununterbrochenen Datenzugriff, verlängert die Einsatzdauer und erhöht den Wert von Speicherinvestitionen.

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Funktionsweise

Datacore »SANsymphony-V Release 8«
Datacore »SANsymphony-V Release 8«
Die Sansymphony-V-Software wird auf physikalischen oder virtuellen x86-64-Servern installiert, verwandelt »Windows 2008 R2«-Server in dedizierte Storage-Virtualisierungsknoten. Diese »DataCore-Knoten« arbeiten untereinander in Echtzeit, um eine transparente, zentral verwaltete Virtualisierungsschicht zu bilden, die über alle Speichermedien unabhängig von Modell und Hersteller gelegt wird. Im Wesentlichen agiert Sansymphony-V als intelligenter Vermittler, der verteilte Ressourcen bündelt, um deren kombinierten Mehrwert zu maximieren und die gerätespezifischen Unterschiede zu überbrücken.

Je nach den Anforderungen lässt sich der Datacore-Server konfigurieren. Manche Unternehmen greifen auf voll funktionsfähige Applikationsserver zurück, die auf Grund von Konsolidierungen nicht mehr benötigt werden. Andere Firmen kaufen neue Geräte. Sansymphony-V lässt sich auch auf bereits vorhandenen virtuellen Servern ausführen. Der IT-Manager hat dabei zu jeder Zeit die Möglichkeit, bei steigenden Leistungsanforderungen oder wenn die Anschaffung neuer und schnellerer Maschinen angemessen ist, die darunterliegende Hardware durch leistungsfähigere Systeme zu ersetzen. Die Datacore-Software und ihre Lizenzen sind zwischen den unterschiedlichen Server-Plattformen vollständig portabel, was Unternehmen große Flexibilität eröffnet und Investitionen schützt.

Hosts verbinden sich mit dem Datacore-Knoten über iSCSI bzw. Fibre-Channel, genauso, wie sie sich mit einem SAN-Disk-Array verbinden würden. Die Datacore-Knoten werden aus einer Vielzahl von Host-Bus-Adaptern (HBAs) und Netzwerkkarten (NICs) konfiguriert Ein virtuelles iSCSI-SAN bildet die interne Verbindung innerhalb von virtuellen Datacore-Servern.

Bereits vorhandene interne Laufwerke, externe SAN-Arrays und direkt angeschlossene Arrays werden hinter den Knoten eingebunden und bilden den physikalischen Storage-Pool. IT-Manager können Sansymphony-V dabei für alle gängigen Modelle von Disk-Subsystemen einsetzen, die von Windows-Server unterstützt werden. Es ist üblich, die gesamte Speicherkapazität gleichmäßig zwischen redundanten Knoten aufzuteilen, um Hochverfügbarkeit und Lastverteilung zu gewährleisten.

Der Systemadministrator erstellt bei Bedarf aus dem physikalischen Platten-Pool virtuelle Disks entsprechend der geforderten Kapazität, Verfügbarkeit und Leistung. Es lassen sich dabei auch Gruppen virtueller Disks so definieren, dass sie durch Caching, lokale und remote Spiegelung in wenigen Aktionen bereitstehen. Zur Maximierung der Laufwerksnutzung und zur Minimierung von verschwendetem Speicherplatz implementiert Datacore granulares Thin-Provisioning und Funktionen zur Speicherwiedergewinnung. Datacore unterstützt dabei alle Hosts, die gängigsten Betriebssysteme sowie etablierte Hypervisor-Lösungen wie Citrix, »Hyper-V« oder VMware.

Dauerhafter Zugriff und Offsite-Replikation

Sansymphony-V schirmt Anwendungen gegen geplante oder ungeplante Ausfälle in den darunterliegenden Komponenten ab, indem es einen dauerhaften Zugriff auf die virtuellen Laufwerke ermöglicht. Die Software spiegelt Aktualisierungen virtueller Laufwerke synchron zwischen verschiedenen Knoten und Speichergeräten, die räumlich voneinander getrennt sind. Dies eliminiert gebäudebezogene Ausfallrisiken. Die Ausdehnung netzeigener Knoten auf Entfernungen von bis zu 100 km über Metropolitan-Area-Networks (MANs) minimiert Schäden, wie sie durch Brände, undichte Dächer, Ausfälle im Kühlsystem oder Überflutungen entstehen könnten.

Ein virtuelles Laufwerk in einer solch hochverfügbaren Konfiguration wird bei den Hosts als einzelne, ganz gewöhnliche Festplatte mit mehreren Ports dargestellt, obwohl es tatsächlich aus zwei voneinander unabhängigen physikalischen Quellen bedient wird, welche räumlich voneinander getrennt sind. Ganze Standorte, Knoten, Disk-Subsysteme, Kanäle und andere Komponenten der Speicherlösung können dadurch außer Betrieb genommen, aktualisiert, erweitert und ausgetauscht werden, ohne Anwendungen zu beeinträchtigen.

Zur Erfüllung von zusätzlichen Anforderungen eines Offsite-Disaster-Recovery ist Sansymphony-V in der Lage, Replikationen über uneingeschränkte Distanzen via herkömmlicher IP-Leitungen asynchron auf einen anderen Datacore-Knoten vorzunehmen. Die Richtung der Replikation ist jederzeit umkehrbar, um die ursprünglichen Daten des Standorts nach einem Ausfall und der Instandsetzung der IT-Infrastruktur wiederherzustellen.

Caches verhindern I/O-Engpässe und beschleunigen Anwendungen

DataCore benutzt die Verarbeitungs-, Speicher- und I/O-Ressourcen des Knotens, um die erweiterten Funktionen über alle Speichergeräte hinweg zu realisieren. Sansymphony-V reserviert bis zu ein TByte an Hochgeschwindigkeitsspeicher (RAM) pro Knoten für SAN-übergreifende »Mega-Caches«. Ausgeklügelte Multi-Threaded-Caching-Algorithmen bewegen die auf die Laufwerke geschriebenen oder von diesen gelesenen Daten schnell in die und aus den Caches. Dadurch lässt sich das volle Potenzial von mehreren Hochgeschwindigkeits-Prozessoren eines Knotens nutzen. Durch das Caching können Anwendungen schneller ausgeführt werden, als bei einem direkten Zugriff auf das Laufwerk, unabhängig davon, ob es sich dabei um ein Highend-Speichersystem oder nur ein Standardgerät handelt.

Optimale Nutzung durch Storage-Tiers

SAN-übergreifende Funktionen lassen sich auf unterschiedliche und ansonsten inkompatible Speicherlösungen anwenden. Bild: Datacore
Bild: Datacore
Das System organisiert Laufwerke mit unterschiedlichen Preis/Leistungsmerkmalen in separaten Storage-Tiers. So lässt sich beispielsweise die schnellste Ebene aus Solid-State-Disks (SSDs) zusammenstellen, während SAS- und SATA-Drives langsamere Schichten bilden. Ähnliche Einheiten unterschiedlicher Hersteller, die mit der Zeit angeschafft wurden, können auf der gleichen Ebene zusammengefasst werden.

Der IT-Verwalter kann Laufwerksgruppen für bestimmte Anforderungen abtrennen, beispielsweise für Test und Entwicklung sowie für die mandantenfähige Isolation in öffentlichen und privaten Clouds. Erweiterte Funktionen wie Caching, synchrone Spiegelung, asynchrone Replikation, Snapshots, Thin-Provisioning und CDP können über voneinander unabhängige Geräte innerhalb des gleichen Tiers oder über Tiers hinweg angewendet werden.

Erfahrungsgemäß arbeiten Unternehmen gerne mit Snapshots, die sie von den virtuellen Laufwerken in Tier-1 aufnehmen und in den Tier-2- oder -3-Pool verschieben, um die Leistungsressourcen nicht mit der Erstellung von Datensicherungen zu belasten. Auf ähnliche Weise ist es möglich Daten von Geräten von Tier-1 für das Disaster-Recovery auf einen Remote-Bereich zu replizieren, der nur aus Tier-2-Geräten besteht, die eventuell auch noch von einem anderen Hersteller stammen.

Sansymphony-V Release 8 ist die neueste Erweiterung in der Architektur von Datacore, die sich seit zwölf Jahren am Markt bewährt. Der Hersteller bietet damit sowohl die umfassende Storage-Virtualisierung als auch ein zentralisiertes Storage-Management. Gewöhnlicher Festplattenspeicher lässt sich in ausfallsicheren und performanten Shared-Storage verwandeln. Dieser integrale Bestandteil der Software überbrückt die Unterschiede zwischen den verschiedenen Modellen der Hardware des gleichen oder anderer Hersteller und ermöglicht somit die Austauschbarkeit. Hierdurch ergibt sich eine nie da gewesene Flexibilität und Kostensenkung im Betrieb, bei der Beschaffung und beim System-Design.

Weitere Informationen
Datacore Software GmbH
Bahnhofstraße 18
D-85774 Unterföhring
Tel.: +49 (0)89 - 461 35 70-0
E-Mail: infoGermany@datacore.com