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Hochverfügbarer Shared Storage

Anwendungsbeispiel Dresdner Kühlanlagenbau, Quelle: DataCore/Drsedner Kühlanlagenbau

Der IT-Dienstleister Dubrau hat bei der Dresdner Kühlanlagenbau erfolgreich eine bestehende SAN-Infrastruktur mit Datacore-Software virtualisiert und mit veränderter Hardware-Strategie ausgebaut. Durch die Datacore-Virtualisierungsschicht kann das SAN auch in Zukunft flexibel und dynamisch an aktuelle Anforderungen angepasst werden.

Von Verena Simon, Konzept PR

Die Dresdner Kühlanlagenbau (DKA) ist ein unabhängiger Komplettanbieter von kälte- und klimatechnischen Ausrüstungen mit einer ganzheitlichen Projekt- und Servicebetreuung aus einer Hand. Mit mehr als 700 Mitarbeitern in sechs eigenständigen, regional operierenden Tochtergesellschaften in Deutschland, Polen, Russland und der Ukraine vertreibt, montiert und wartet die Dresdner Kühlanlagenbau kälte- und klimatechnische Systeme. Das mittelständische Unternehmen liefert nach eigener Darstellung »Kälte nach Maß« und »Klima nach Bedarf«. Nach Maß und Bedarf hat man nun auch die zentrale IT-Infrastruktur aufgebaut.

 Klaus Sedlag, Leiter für Organisation und IT, organisiert mit seinem fünfköpfigen Team den Betrieb von rund 300 Computer-Arbeitsplätzen bei der DKA. Für die zentral bereit gestellten Dienste hatte man bereits 2009 durch die Einführung von VMwares »ESX 3.5« die Serverlandschaft konsolidiert und virtualisiert. Der kontinuierliche Ausbau der virtuellen Serverumgebung brachte auch wachsende Anforderungen mit sich, die durch die bis dahin eingesetzten IBM »DS4700«-Systeme nicht mehr abzubilden waren.

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Herstellerunabhängigkeit spart Kosten

 »Wir benötigten ein Konzept, dass uns die Integration der vorhandenen SAN-Infrastruktur mit der bestehenden Speicher-Hardware erlaubte. Neben der Kapazitätserweiterung sollten mit einer neuen Lösung aber auch Verfügbarkeit und Performance gesteigert werden. Darüber hinaus sollte dies herstellerunabhängig erfolgen, um langfristig Kosten einzusparen«, sagt IT-Leiter Sedlag.

 Bislang hatte man bei DKA die Daten bei lokaler Anbindung des Storage einfach, ohne Spiegelung vorgehalten, was in der zentralisierten Infrastruktur ein zu hohes Risiko für den Geschäftsbetrieb bedeutet hätte. Andererseits war das Vorhalten redundanter SAN-Hardware für das mittelständische Unternehmen mit beträchtlichen Kosten verbunden.

Überzeugung statt Abhängigkeit

 Nach der Prüfung verschiedener Wettbewerbsangebote trat man mit dieser Aufgabenstellung an den Jeßnitzer IT-Dienstleister Dubrau heran, der in Dresden eine Niederlassung unterhält. Das Unternehmen hat sich von einem klassischen Systemhaus zu einem umfassenden Dienstleister entwickelt, mit besonderer Expertise bei Virtualisierungslösungen im Mittelstand. Fast die Hälfte der 35 Mitarbeiter sind ausgebildete und zertifizierte Technikspezialisten.

Hochverfügbares System war gefordert; Quelle: DataCore/Dubrau
Hochverfügbares System war gefordert; Quelle: DKA
»Uns war es wichtig, dass wir unserem Kunden nicht nur ein hochverfügbares System in das Rechenzentrum stellen, vielmehr suchten wir nach einer offenen und skalierbaren Lösung. Wir möchten den Kunden in einer Partnerschaft nicht mit Abhängigkeit, sondern durch Überzeugung an uns binden«, sagt Markus Suttner, DCSP (DataCore Certified Sales Professional) und Key Account Manager bei der Dubrau.

In Abstimmung mit den DKA-Verantwortlichen konzipierte man deshalb eine Lösung auf Basis der Hardware-unabhängigen Speichervirtualisierung mit Datacore-Software. Auf herkömmliche Standard-Hardware aufgespielt, virtualisiert der Datacore-Server sämtliche angebundene Festplattenkapazität ungeachtet von Typ, Modell oder Hersteller der Speicher-Hardware. Aus dem zentralen Kapazitätspool werden mit wenigen Mausklicks virtuelle Laufwerke definiert und Hosts als Speicherplatz zugewiesen. Thin Provisioning erhöht die Auslastung auf über 90 Prozent. Die synchrone Spiegelung über iSCSI oder Fibre Channel zusammen mit dem automatischen Failover zwischen den Datacore-Servern gewährleistet Hochverfügbarkeit.

Strategiewechsel durch Virtualisierung

Neben dem guten Preis-/Leistungsverhältnis punktete die Datacore-Lösung durch die große Flexibilität. Zwar verwarf man bei der DKA die kostengünstigere iSCSI-Alternative, jedoch wurde durch das Einziehen der Software-Schicht ein angestrebter Wechsel bei der Hardware-Strategie möglich. So fiel die Wahl für die Speichererweiterung auf »MSA Storage-Systeme« von Hewlett Packard. Im Vorfeld der Datacore-Installation wurde zunächst die vorhandene Fibre-Channel-Umgebung im laufenden Betrieb auf den aktuellen Stand gebracht und in zwei redundante Fabrics in räumlich getrennten, brandsicheren Rechenzentrumszellen eingeteilt.

Anschließend wurde die Datacore-Software auf je einen »HP DL 380 R06«-Server aufgespielt und auf beiden Seiten via Fibre-Channel eingebunden. Die drei vorhandenen »IBM DS4700«-Systeme mit SAS-Platten wurden ebenso integriert wie der neue »HP MSA 2324-Storage«. Insgesamt stehen sechs Terabyte (netto) hochverfügbare Speicherkapazität zur Verfügung. Eine weitere »MSA2312« mit SATA-Disks wird für das Backup-to-Disk-Verfahren mit »Datacore Snapshots« genutzt.

Die komplette Storage-Infrastruktur ist auf zwei Serverräume verteilt, so dass auch bei einem Komplettausfall der Hardware, beispielsweise nach einem Brand, die Bereitstellung aller unternehmensrelevanten Dienste gewährleistet ist. Diese Hochverfügbarkeit schafft Datacore durch die synchrone Spiegelung über die Brandabschnitte hinweg.

Die Migration des IBM-Speichers und die Implementierung der Datacore-Lösung nahm der Dienstleister Dubrau problemlos an drei Abenden vor, um den laufenden Geschäftsbetrieb nicht zu stören. Elf physische Server mit unterschiedlichen Windows-Betriebssystemen und Vmware ESX 3.5 greifen im Frontend auf das SAN zu. Auf ihnen laufen auch Performance-hungrige Applikationen wie Oracle-Datenbanken, SQL, Exchange sowie File-Services. Seit der Implementierung läuft das System vollkommen zuverlässig und störungsfrei.

Thin Provisioning optimiert Auslastung

Neben der synchronen Spiegelung für die Hochverfügbarkeit nutzt die DKA integrierte Datacore-Standardfunktionen für das zentrale Einrichten virtueller Disks und die Zuweisung der Plattenkapazität für die steigende Zahl an Vmware-Maschinen. Die dynamische Bereitstellung mit Thin Provisioning optimiert dabei die Auslastung der Geräte im Pool, neue Disk-Kapazität kann jedoch jederzeit im laufenden Betrieb unabhängig vom Hersteller nachgelegt werden. Da die Datacore-Server ihren Arbeitsspeicher als Cache nutzen, erhöht das Datacore-SAN die eigentliche Schreibgeschwindigkeit der Storage-Hardware und sorgt für performanten Betrieb.

»Wir sind sehr zufrieden, dass wir mit der Datacore-Software nicht nur ein hochverfügbares SAN für unsere Umgebung eingeführt haben, sondern gleichzeitig alle wichtigen Applikationen in unserem Unternehmen absichern konnten. Die Datacore-Lösung erfüllt mehr als die im Projekt geforderten Anforderungen an Hochverfügbarkeit und Performance. Sie überzeugt durch ihr Konzept: eine offene Architektur, die uns durch Herstellerunabhängigkeit Kosten spart und vollkommen flexible Ausbaufreiheit gibt. Datacore war die optimale Wahl für uns. Dabei hat die Firma Dubrau die Gesamtlösung innerhalb kürzester Zeit ohne Betriebsstörungen implementiert«, freut sich Marco Engler, Systemingenieur und Projektmanager bei der DKA.

Die Dresdner Kühlanlagenbau plant deshalb den weiteren Ausbau der virtuellen Infrastruktur mit Vmware und Datacore. Der nächsten Erweiterung um weitere drei TByte sieht auf der Basis der Partnerschaft mit der Dubrau und der Erfahrungen aus dem Vorprojekt gelassen entgegen.

Weitere Informationen

DataCore Software GmbH
Bahnhofstr. 18,
D - 85774 Unterföhring
Tel.: +49 (0) 89 46135700
Mail: infoGermany@datacore.com