01.09.2014 (eh)
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Studie zu Big Data: Infrastruktur-Experten händeringend gesucht

  • Inhalt dieses Artikels
  • Aufpassen bei der Definition von Big-Data-Projekten
  • Beste Aussichten für Big-Data-Spezialisten

Nicht nur für Big Data: Kompetenzmodell zum Skills-Management (Bild: Data Assessment Solutions)Nicht nur für Big Data: Kompetenzmodell zum Skills-Management (Bild: Data Assessment Solutions)Die gesamte IT-Welt spricht über Big Data, als gehörten entsprechende Anwendungen bereits zum Alltag. Die derzeitigen Anforderungen an die Kompetenzen potenzieller Mitarbeiter für Big-Data-Projekte sprechen aber eine andere Sprache, ergab die auf der vergangenen CeBIT von Data Assessment Solutions (DAS) durchgeführte »IT Skills Studie 2014«. Am höchsten eingeschätzt werden Infrastruktur-Kompetenzen, um Big-Data-Umgebungen aufzubauen. Es scheint also, als stünde die Entwicklung noch ganz am Anfang.

Ist die Big-Data-Infrastruktur einmal funktionsfähig, schlägt die Stunde der Datenanalysten. Diese stehen bei der Suche nach qualifizierten Mitarbeitern an zweiter Stelle. Gute Datenanalysten sollten Kompetenzen sowohl in Statistik, als auch in Datenintegration und -transformation auf hohem Niveau haben. Von erfolgreichen Datenanalysten wird ein enger Kontakt zur Fachabteilung erwartet. Das dort vorhandene Branchenwissen ist unverzichtbar, wenn man einen Mehrwert aus den gesammelten Daten generieren will.

Aufpassen bei der Definition von Big-Data-Projekten

Betrachtet man die Präferenzen für Kompetenzen im Bereich des Branchenwissens, dann zeigt sich laut Studie, dass dieses Wissen für Big-Data-Projekte nur auf höchstem Niveau wirklich wichtig ist. Daraus lässt sich nach Meinung von DAS der Schluss ziehen, dass schon bei der Definition von Big-Data-Projekten auf deren direkten Bezug zum Geschäft geachtet werden muss. Der Bezug sollte durch die Topkompetenz im Geschäftsbereich hergestellt werden.

Derzeit scheinen Präsentations- und Visualisierungskompetenzen potenzieller Mitarbeiter eine untergeordnete Rolle in Big-Data-Projekten zu spielen. Momentan sind hier wohl noch Standardlösungen, die einfach zu bedienen sind, vollkommen ausreichend, um die Aufgaben zu bewältigen.

Beste Aussichten für Big-Data-Spezialisten

Big-Data-Projekte verlangen nach überdurchschnittlich gut ausgebildeten Experten in den Bereichen Infrastruktur und Datenanalyse, so ein wichtiges Ergebnis der Studie, die auf der Website von Data Assessment Solutions kostenlos zum Download bereitsteht. Eine fundierte Weiterbildung in diesen Bereichen kann die Chance auf dem Arbeitsmarkt für das Zukunftsthema Big Data deutlich erhöhen. Im Umkehrschluss gilt für die Personalverantwortlichen, dass sie jetzt gezielt Talente im eigenen Unternehmen erkennen und fördern sollten, um gut aufgestellt zu sein, wenn die Projekte erfolgreich umgesetzt werden sollen.

Die Resultate der Studie sind etwas konträr zu Befragungsergebnissen des Hightech-Verbands Bitkom. Demnach sind Unternehmen schon mehrere Schritte weiter beim Umsetzen von Big-Data-Projekten. Allerdings gaben auch hier die Unternehmen an, dass der Mangel an entsprechenden Experten für 70 Prozent der befragten Firmen der größte Hemmschuh für den Big-Data-Einsatz ist.

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