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29.01.2014 (eh)
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Gastkommentar: Zehn Prognosen und Trends für 2014

Überlebt OpenStack den Hype? Kommen Storage-Virtual-Machines? Und: Was hat es mit Software-defined Storage auf sich? Jay Kidd, Chief Technology Officer und Senior Vice President von Netapp, hat zehn interessante Prognosen und Trends für 2014 aufgestellt. Big Data wird sich seiner Meinung nach übrigens zu einem Treiber zum Erfassung von neuen Daten wandeln.

*** Gastkommentar von Jay Kidd, Netapp ***

Jay Kidd, Chief Technology Officer und Senior Vice President, NetApp
Jay Kidd, Chief Technology Officer und Senior Vice President, NetApp
1. Hybrid-Clouds werden für die Unternehmens-IT richtungsweisend: Die Aufregung innerhalb der IT auf dem Weg in die Cloud wird sich legen, wenn Organisationen erkennen, dass ein Hybrid-Cloud-Modell benötigt wird, um ihr Anwendungsportfolio zu unterstützen. CIOs werden ihr Anwendungsportfolio in verschiedene Bereiche unterteilen: erstens in solche, die sie gänzlich kontrollieren müssen (in On-Premise-Private-Clouds), zweitens in solche, die sie teilweise kontrollieren müssen (in der Unternehmens-Public-Cloud), drittens in kurzlebigere Bereiche (Public Hyperscalar Clouds), und viertens in Workloads, die am besten als SaaS eingekauft werden. Die IT wird als Vermittler zwischen diesen vielfältigen Cloud-Modellen agieren. Dies wird auch die Notwendigkeit offen legen, Anwendungsdaten einfach zwischen den Clouds zu bewegen und konsistente Storage-Services über verschiedene Cloud-Modelle hinweg bereitzustellen.

2. Wandel im Flash-Markt: Der Flash-Markt wird verstärkt wachsen, da die Präsenz der großen Enterprise-Storage-Unternehmen diesen Technologie-Trend bestätigt. Der Wettstreit zwischen den Mainstream-Anbietern und den allerneuesten Flash-Technologie-Angeboten wird zugunsten derjenigen entschieden, die es den Kunden am besten ermöglichen, das richtige Maß an Performance, Zuverlässigkeit und Skalierbarkeit für ihre spezifischen Bedürfnisse und Workloads zu nutzen. Das Wachstum in den internationalen Märkten wird von den großen Marktteilnehmern angeführt, die in der Lage sind, Produkte global zu liefern und zu warten.

3. Wenn Sie in der IT arbeiten, sind Sie ein Service-Provider: Da sich CIOs zunehmend zu Managern des Cloud-Services-Portfolios wandeln, werden sie ihre interne IT ebenso als nur eine mögliche Service-Option ansehen. Die gesamte IT eines Unternehmens wird als »Private Cloud« betrachtet werden, und die Erwartungen hinsichtlich der Reaktionsfähigkeit auf den Betrieb sowie auf die Wettbewerbsfähigkeit der Kosten und Service-Level-Vereinbarungen werden mit externen Cloud-Alternativen verglichen werden.

4. Die Frage, ob Software-Defined Storage Realität oder Hype ist, wird sich klären: Da sich die Vision des Software-Defined Datacenter zunehmend durchsetzt, wird auch der Entwicklungspfad der Infrastruktur-Komponenten klarer werden. Policy-basierte Software-Steuerung über herkömmliche Infrastruktur-Komponenten wird sich nach und nach durchsetzen. Virtuelle Versionen von Infrastruktur-Komponenten – Netzwerk-und Storage-Controller – verbreiten sich zunehmend. Die wertvollsten virtuellen Komponenten sind diejenigen, die sich einwandfrei in bestehende physische Netzwerk- und Speichersysteme integrieren lassen, und Funktionen und Services anbieten, die mit denen von traditionellen physischen Controllern übereinstimmen.

5. Storage-Virtual-Machines ermöglichen Data-Mobility und die Agilität der Applikationen: So wie Virtual-Machines das Verschieben von laufenden Applikationen zwischen physischen Servern ermöglichen, werden Storage-Virtual-Machines Daten aus dem spezifischen physischen Speicher lösen. Diese logischen Container von Datenvolumen vereinfachen die Migration von Workloads zwischen Storage-Clustern und ermöglichen hochverfügbare Storage-Cluster in Metro-Areas.

6. OpenStack überlebt den Hype und wächst über die Early-Adopter-Phase hinaus: OpenStack wird 2014 weiter an Fahrt gewinnen und sich zur »offenen« Alternative zu kommerziellen Produkten für die Datacenter-Orchestrierung entwickeln. Indem OpenStack-Distributionen mehr »Produkt« als »Projekt« werden, werden sich immer mehr Unternehmen und Service-Provider dazu entschließen, OpenStack anzunehmen. OpenStack wird die erfolgreichste Open-Source-Enterprise-Technologie seit Linux.

7. Fragen zur Datenhoheit werden auf Private- und Public-Storage einwirken: Cloud-Computing und Storage-Services sind mittlerweile weit verbreitet und haben die traditionellen geopolitischen Barrieren überwunden. Dies führt bei Großunternehmen in vielen Ländern zu Bedenken in Bezug auf die Gesetze zur Offenlegung ihrer Daten gegenüber der Regierung. Organisationen außerhalb der USA werden Hybrid-Cloud-Optionen anstreben, um weiterhin souveräne Kontrolle über ihre Daten zu behalten und zugleich die Vorteile von Cloud-Computing zu nutzen.

8. Die Einführung des 40-GbE startet im Datencenter: 40 Gbit/s ist die nächste Evolutionsstufe des Ethernets und beginnt, sich im Kern des Rechenzentrums weit zu verbreiten. Höhere Bandbreiten ermöglichen es, größere Datenmengen schnell und leicht zu bewegen, was wiederum das Wachstum von Daten vereinfacht.

9. Big Data entwickelt sich von der Analyse vorhandener Daten hin zum Treiber der Erfassung von neuen Daten: Da die Unternehmen Nutzen aus den Analysen ihrer vorhandenen Daten ziehen, werden sie stärker zusätzliche Daten sammeln, die ihren Einblick vergrößern. Neue Systeme werden entstehen, um mehr Daten über das Verhalten der Verbraucher, industrielle Prozesse oder auch Naturphänomene zu sammeln. Diese Datenquellen werden durch die bestehenden Analysen genutzt werden, um den Einblick zu verbessern und zu völlig neuen Analyseanwendungen führen.

10. Ob Clustered-Storage, Converged-Infrastructure, Object-Storage oder In-Memory-Datenbanken – alle Bereiche werden im Jahr 2014 weiter an Fahrt gewinnen: Mehrere Technologie-Trends, die im Jahr 2013 an Dynamik gewonnen haben, werden weiter wachsen. Die Einführung von Clustered-Storage wird weiter beschleunigt. Converged-Infrastructure wird der beherrschende Baustein der Datencenter-Infrastruktur werden. Der Einsatz von Object-Storage nimmt weiter zu, weil die Applikationen, die große Kapazitäten von Datenobjekten monetisieren, an Bedeutung gewinnen. Und In-Memory-Datenbanken werden durch die Popularität von SAP HANA massenkompatibel.

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