03.12.2016 (eh)

Studie: Deutsche speichern ihre privaten Fotos viel zu unsicher

  • Inhalt dieses Artikels
  • Sehr sichere NAS-Server werden zu wenig genutzt
  • Speichern in einem Cloud-Dienst wird zunehmend beliebter
  • Beliebtes Zubehör: Blitzlicht rangiert vor Ersatzakku

Das bevorzugen Deutsche beim Umgang mit ihren privaten Fotos (Bild/Quelle: reichelt elektronik)Das bevorzugen Deutsche beim Umgang mit ihren privaten Fotos (Bild/Quelle: reichelt elektronik)Deutschland einig Fotoland: Rund drei Milliarden Mal drücken die Deutschen auf den Auslöser von Digitalkamera oder Smartphone – pro Monat! Der Online-Distributoren für Elektronik und IT-Technik reichelt elektronik wollte es genau wissen und hat 1.008 Bundesbürger befragt. Womit fotografieren die Deutschen? Welches ist ihr liebstes Fotozubehör? Wo werden die Unmengen an Fotos abgespeichert?

Dank Smartphone und Co gibt es kaum noch Situationen, in denen ein schnelles Foto nicht möglich ist. Doch damit die Erinnerung, der Schnappschuss auch noch Jahre später für Freude sorgen, sollte das Digitalfoto vernünftig gesichert werden. Doch das tun die wenigsten Menschen, wie die repräsentative Umfrage von Kantar Emnid im Auftrag von Reichelt Elektronik ergab.

Sehr sichere NAS-Server werden zu wenig genutzt

Auf die Frage, wo sie ihre Digitalfotos sichern, antworteten die Befragten (Mehrfachnennungen möglich):
► auf dem Computer (52 Prozent)
► auf dem Smartphone (40 Prozent)
► auf USB-Sticks (40 Prozent)
► auf SD- und anderen Speicherkarten (36 Prozent)
► auf einer externen Festplatte (36 Prozent)
► in der Cloud (11 Prozent)
► auf einem digitalen Bilderrahmen (6 Prozent)
► auf einem NAS-Server (2 Prozent)

Ausgerechnet die sicherste Methode, das Speichern auf einem NAS-Server (Netzwerk-Festplatte), nutzen die wenigsten. Ein NAS-Server ist ein Speicher, der ins heimische Netzwerk eingebunden wird und völlig autonom von einem PC läuft.

»Gute NAS-Server sichern die gemachten Fotos auf Knopfdruck auf zwei oder mehr Festplatten gleichzeitig«, erläutert Ulf Timmermann, Geschäftsführer von Reichelt Elektronik. »Selbst wenn eine dieser Speicherplatten nicht mehr funktionieren sollte, sind alle gespeicherten Inhalte auf den anderen Platten vorhanden. Ein Verlust ist somit ausgeschlossen.«

Speichern in einem Cloud-Dienst wird zunehmend beliebter

Die einfachere, aber deutlich unbequemere Methode: Man speichert seine Fotos nicht nur auf dem eigenen Computer und Smartphone, sondern auch auf einer separaten Festplatte. Eine Alternative ist das Speichern in einem Cloud-Dienst. Es wird zunehmend beliebter. Ausfälle sind hier sehr selten, Garantien gibt es aber in der Regel nicht. Trotzdem allemal besser als Selfies, Kinderfotos und Urlaubserinnerungen einfach auf der Speicherkarte zu belassen, und nur auf den Computer zu überspielen.

Die Speicherkarte führt mit weitem Abstand die Beliebtheitsskala beim Fotozubehör an. Großer Vorteil: SD-Karte und andere Kartentypen lassen sich auch für weitere Anwendungen und Geräte nutzen. Außerdem punkten Speicherkarten beim Preis: Eine 4 GByte große SD-Karte kostet bei reichelt elektronik keine fünf Euro.

Beliebtes Zubehör: Blitzlicht rangiert vor Ersatzakku

Beim Fotozubehör-Ranking ist erstaunlich, dass das Blitzlicht noch vor dem Ersatzakku genannt wird. Auch interessant: Besonders unter 30-Jährige scheinen beim Fotografieren experimentierfreudig zu sein: 29 Prozent in dieser Altersgruppe nannten Objektiv-Filter als beliebtestes Fotozubehör – mehr als doppelt so viele wie in den anderen Altersgruppen. Fernauslöser (14 Prozent) und Stativ (17 Prozent) spielen für diese Altersgruppe ebenfalls eine größere Rolle als für den Durchschnitt. (Mehrfachnennungen waren hier ebenfalls möglich.)

Keine Überraschung: Die Deutschen fotografieren am häufigsten mit dem Smartphone (51 Prozent), gefolgt von der Kompaktkamera (20 Prozent) und einem Kamerasystem mit Wechselobjektiv (7 Prozent). Das Tablet scheint zum Fotografieren ungeeignet, nur ein Prozent der Befragten nutzt es dafür. 19 Prozent der Umfrageteilnehmer fotografieren übrigens gar nicht. In der Altersgruppe der über 60-Jährigen sind es sogar 40 Prozent.

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