26.05.2011 (kfr) Drucken
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Speicher – künftig dynamisch statt statisch

Karl Fröhlich
Flexibilität ist für viele IT-Manager ein wichtiges Kaufkriterium. Eine spätere Kapazitätserweiterung wie auch ein möglicher Mischbetrieb verschiedener Festplatten-Technologien gehören zu den Standardanforderungen. Dies gilt nicht nur für die großen Boliden, sondern reicht bis runter zum Einstiegssegment. Interessanterweise kaufen Unternehmen beispielsweise SAS/SATA-Arrays mit zwölf bis 48 Bays nahezu immer in Vollbestückung mit günstigen SATA-Laufwerken. Mit gekauft wird die Möglichkeit bei Bedarf auch SAS einzusetzen. In den meisten Fällen wird davon aber kein Gebrauch gemacht.
In größeren Systemen in denen überwiegend SAS-Drives zum Einsatz kommen, wird eine bedarfsgerechte Skalierung dagegen sehr konsequent umgesetzt. Klar, SAS-Platten sind deutlich teurer und warum für etwas Geld ausgeben, was heute noch nicht benötigt wird? Im Highend-Bereich tobt zwar bei weitem kein solcher Preiskrieg,als bei Desktop-Disks, trotzdem kann man sich eigentlich darauf verlassen, dass die Produkte in einem Zeitraum ab einem halben bis Dreivierteljahr etwas günstiger erhältlich sein werden.
Ein gutes Storage-System ist daher kein starres Gebilde, sondern lässt sich flexibel anpassen und ausbauen. Künftig wechseln Administratoren beispielsweise einfach die Controller-Einheit, wenn eine neue schnellere Technik verfügbar ist, die Platten verbleiben samt den gespeicherten Daten wo sie sind. Entsprechende Lösungen sind bereits heute in Ansätzen erhältlich. Die Zukunft wird den IT-Abteilungen aber noch deutlich dynamischere Strukturen bescheren.
Dies gilt auch für Speichernetze. Hier stehen einige neue Funktionen und Erweiterungen in der Pipeline. Gleichzeitig erklären Kritiker das nahende Ende von SANs. Lesen Sie mehr in unserem Special »Flexible Speicherkonzepte«.
Ihr
Karl Fröhlich,
Chefredakteur speicherguide.de