18.08.2016 (kfr) Drucken
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Supremery USB 3.1 PCI-E Express Card im Hands-on-Test

Supremery Superspeed+ USB 3.1 PCI-E Express CardSupremery Superspeed+ USB 3.1 PCI-E Express CardMit USB 3.1 soll sich die spezifizierte Datenübertragungsrate auf bis zu zehn Gbit/s erhöhen. Gegenüber USB 3.0 (5 Gbit/s) entspricht dies einer Verdoppelung, zumindest theoretisch. Noch sind nur wenige USB-3.1-Produkte erhältlich. Wer seinen PC nachrüsten möchte, kann dies unter anderem mit der Supremery Superspeed+ USB 3.1 PCI-E Express Card.

Die Erweiterungskarte passt in jeden PCIe x4-, x8- oder x16-Steckplatz. X1-Slots werden nicht unterstützt. Es empfiehlt sich vor dem Kauf zu prüfen, ob man einen Steckplatz auf dem Mainboard frei hat und dieser auch zugänglich ist und nicht beispielsweise vom Lüfteraufbau der Grafikkarte blockiert wird. Die Karte stellt je einen USB-Port Typ-A und Typ-C zur Verfügung.

Wir testen die Supremery-Karte mit der USB-3.1-Festplatten LaCie Porsche Design Mobile von Seagate. Um es vorweg zu nehmen, die Karte ärgert uns von Beginn an. Zuerst verzögert sich der Auslieferungstermin um mehrere Wochen. Aber das kann bei einem neuen Produkt schon mal vorkommen. In unserem eigentlichen Testrechner ist kein passender Slot verfügbar. Dass kann man der Karte zwar nicht anlasten, passt aber ins Bild. Da es uns an Gerätschaften nicht mangelt, findet sich ein Rechner mit einem passenden Slot. Wir stecken die Platte an, diese springt auch an, Windows erkennt aber kein Laufwerk. Nach einigem herumprobieren, lesen wir in den Kommentaren bei Amazon, die Karte benötigt einen Stromanschluss (SATA). Darauf gab es beim Kauf im Web keinen Hinweis. Bei Amazon gibt es mittlerweile einen Hinweis. Den meisten Käufern dürfte aber nicht so richtig klar, dass sie einen zusätzlichen SATA-Stromanschluss benötigen. Die Beschreibung schweigt sich dazu auch aus.

Nun sind bei uns zwar noch freie Stromkabel vorhanden, jedoch keine mit SATA-Stecker. Aber es findet sich in der Kabelkiste ein passender Adapter. Mit dieser Verlängerung schaffen wir es die Karte mit dem Netzteil zu verbinden, ohne wäre das Kabel zu kurz gewesen. Und auch so fabrizieren wir eine Konstruktion, von der wir eigentlich abraten. Die Leitung ist straff gezurrt, an der Grafikkarte vorbei, und lässt sich nur gerade so einstöpseln. Ein Manko, dass wir bei allen unseren Desktop-Rechnern feststellen. Bei Bedarf reichen die Stromkabel nicht bis quer über das Mainboard zum hintersten Erweiterungsslot.

Fazit: Nutzwert grenzwertig

Der Performance-Gewinn hält sich in Grenzen. Die Unterschiede in der Transferrate liegen bei maximal rund zehn bis 15 MByte/s zu Gunsten von USB 3.1. Die durchschnittlichen Werte, die wir beispielsweise mit HD Tune messen sind mehr oder weniger gleich.

Die Supremery USB 3.1 PCI-E Express Card kostet nur zirka 30 Euro (brutto). Damit lassen sich bestehende PCs mit relativ geringem Investment aufrüsten und die Karte besitzt einen Typ-C-Port. Mehr spricht aus unserer Sicher jedoch nicht für diese USB-3.1-Karte. Die Installation ist umständlich, was nicht grundsätzlich der Karte anzulasten ist. Aber der nötige Stromanschluss ist ein generelles Problem und da erwarten wir, dass dem Produkt beispielsweise ein passender Adapter beiliegt. Auch wenn sich der Preis damit etwas erhöhen würde. So würden wir die USB-3.1-PCIe-Karte jedenfalls nicht noch einmal erwerben.

Kurzinfo
Hersteller: Supremery GmbH
Günther-Wagner-Allee 43
D-30177 Hannover
Web:
www.supremery.de
Direkter Link zum Produkt:
Superspeed+ USB 3.1 PCIe
Preis: 29,95 Euro