Ulrike Rieß, Redaktion speicherguide.deDer Erfolg von SAS und SATA lässt sich nicht mehr verleugnen und es bahnt sich ein regelrechter Siegeszug dieser Standards an. SATA – am Anfang noch als qualitativ minderbemittelt belächelt – hat sich mittlerweile auf breiter Front in RAID-Systemen durchgesetzt und kommt selbst in Enterprise-Schlachtschiffen wie Tagmastor oder Symmetrix zum Einsatz. Ähnlich steil ging es mit SAS-Festplatten bergan. Fujitsu schätzt, dass bereits 95 Prozent der üblichen SCSI-Installationen durch dieses Format abgelöst wurden. Hier lässt sich mit Fug und Recht behaupten, dass beide Technologien den Kinderschuhen entwachsen sind.
Was sie so erfolgreich macht, sind die zahlreichen Vorteile. Schon die erste SAS-Generation bietet 3-Gbit/s-Durchsatz und zuckt nicht, wenn man sie transaktionsintensiven Anwendungen gegenüberstellt. SATA ist hochkapazitär und kostengünstig. Darüber hinaus lassen sich beide Festplattenformate innerhalb eines Systems nutzen. Und es zeichnen sich weitere zukunftstaugliche Entwicklungen ab. So sind bei beiden Standards 2,5-Zoll-Drives zu erwarten, die 2-TByte-SATA-Festplatte liegt praktisch schon fast im Regal und SAS 2.0 verspricht Durchsatzraten von 6 Gbit/s.
SAS und SATA bieten also etwas von einer kleinen Revolution, wenn auch einer stillen. Fakt ist, dass SCSI innerhalb der nächsten vier Jahre wahrscheinlich vom Markt verschwunden sein wird. Fehleranfälligkeit und technische Limitierung von SCSI schufen die Basis für den umfassenden Erfolg von SAS. Wie steht es dann künftig um FC? Teuer, administrativ aufwendig und auf lange Sicht auch am Limit der technischen Machbarkeit angekommen. Beste Voraussetzungen also, dass auch hier die Lücken von SAS und SATA geschlossen werden. SAS auf Enterprise-Ebene, SATA im mittleren Segment. Der Markt sieht das ähnlich. Zusätzlich erledigen günstiger werdende SSDs den Rest der Marktbereinigung. Denn auch mit dieser Technologie lassen sich höchste Perfomance-Ansprüche erfüllen und sie lässt sich mit SAS-Schnittstellen ausrüsten. Da SAS- und SATA-Drives über ein und denselben Controller betrieben werden können, wird FC hier zum Störfaktor. Und so kommt es nun zum Abgesang auf das ehemals Goldene Kalb der Branche. Erste Hersteller haben bereits angekündigt, dass spätestens nach der 600-GByte-FC-Festplatte mit 15.000 U/min Schluss ist und der Vorhang für FC endgültig fällt.
Ulrike Rieß, Redaktion speicherguide.de