Speicher muss sich Firmenprozessen unterordnen

Mittelständische Unternehmen stehen diesem Wachstum mitunter noch relativ gelassen gegenüber. Vieles geschieht zunächst unbemerkt und fließend. Aus einem NAS-Server werden irgendwann zwei Systeme, ein vollbestückter 19-Zoll-Schrank entwickelt sich zu einer ganzen Rack-Straße und plötzlich gibt es ein zweites Ausfallrechenzentrum an einem anderen Standort. Und dann soll das Ganze auch noch in eine Langzeitarchivierung überführt werden.
Hinzukommt, dass sich die Budgets für IT-Ausstattung nicht im Gleichschritt mit dem steigenden Datenaufkommen entwickeln. Eher ist es so, dass mit weniger Mitteln mehr erreicht werden muss. Eines dieser Abwehrmittel lautet Virtualisierung und natürlich Cloud-Storage. Wichtig ist, den vorhandenen Speicher effizient zu nutzen und mit flexiblen On-Demand-Konzepten bei Bedarf zusätzlichen Storage dazuzukaufen, egal ob als physikalische Hardware oder eben als virtueller Speicherplatz in der Wolke.
Auch wenn sich die einschlägigen Marktforscher geradezu mit neuen noch höheren Zahlen zur Cloud überschlagen, trotzdem überwiegt die Skepsis. Zu viele Fragen warten auf eine Antwort. Letztendlich läuft vieles auf den Preis hinaus. Wenn der Cloud-Storage günstig ist, wird dies das Interesse von Unternehmen schüren, denn diese wollen oder müssen Platz, Energie und an der Kühlung sparen.
Zum Teil fehlt es noch an der Vorstellungskraft, was die Cloud wirklich leisten kann – abgesehen davon was das wirklich sein soll. Lesen Sie dazu auch auf speicherguide.de wie das Auto der Zukunft von der Cloud profitieren soll. Bislang fragen IT-Leiter zu Recht, wie kommen die Daten in die Cloud. Datacore-CEO George Teixeira hat es in einer Presserunde auf den Punkt gebracht: »Bisher läuft alles auf ein manuelles Kopieren der Daten hinaus – das kann es nicht sein.« Das heißt, ein externes Wolkengebilde nutzt niemandem etwas. Cloud-Storage muss sich wie jedes andere Speichermedium auch, in die Firmenstrukturen und -prozesse einbinden. Sehen wir es positiv, Erkenntnis ist der erste Weg zur Besserung.
Ihr
Karl Fröhlich
Chefredakteur, speicherguide.de