Fibre Channel SAN: Point-to-Point-Topologie
von Ulf Troppens, Rainer Erkens
Die Point-to-Point-Topologie verbindet nur zwei Geräte und ist nicht auf drei oder mehr Geräte erweiterbar. Für Speichernetze heißt dies, dass die Point-to-Point-Topologie einen Server mit einem Speichergerät verbindet. Die Point-to-Point-Topologie ist zwar wenig aufregend, bietet aber zwei wichtige Vorteile gegenüber einer SCSI-Verkabelung. Zum einen sind mit Fibre Channel wesentlich längere Kabellängen möglich als mit SCSI, denn Fibre Channel unterstützt ohne Repeater Entfernungen bis zu zehn Kilometer, SCSI nur bis zu 25 Meter. Zum anderen definiert Fibre Channel neben Kupferkabeln auch diverse Glasfaserkabel. Die optische Übertragung über Glasfaser ist robust gegenüber elektro-magnetischen Störungen und sie strahlt auch keine elektromagnetischen Signale ab. Dies ist insbesondere in technischen Umgebungen sehr vorteilhaft.
Speichernetz mit intelligenten Disksubsystemen
Fibre-Channel-Kabel sind einfacher zu verlegen als SCSI-Kabel. Beispielsweise kann das auf Seite 63 in Abbildung 3.8 gezeigte SCSI SAN sehr einfach mit der Point-to-Point-Topologie realisiert werden: Anwendungsserver zur Steuerung der Produktion könnte man in der Nähe der Produktionsmaschinen aufstellen und die Daten der Anwendungsserver auf gemeinsam genutzten Speichersystemen ablegen, die in einem Raum stehen, der vor fremdem Zutritt und physikalischen Einflüssen wie Feuer, Wasser und extremer Temperatur geschützt ist.
Auszug ausUlf Troppens, Rainer Erkens
Speichernetze
mit freundlicher Genehmigung dpunkt.verlag