26.07.2011 (ubr) Drucken
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HP »E5000 Messaging System«

HP »E5000 Messaging System«
HP »E5000 Messaging System«
Das »E5000 Messaging System« von Hewlett-Packard wurde dediziert für Microsoft »Exchange 2010« optimiert und kommt in fünf Modell-Varianten. Die All-in-One-Lösung soll dabei zwischen 500 und 3.000 Postfächer mit Kapazitäten von einem GByte bis zu 2,5 GByte pro Postfach bedienen. Insgesamt werden dadurch Kapazitäten von 12 bis 80 TByte abgedeckt.

Die Serie besteht aus den Varianten »E5300«, zwei Modellen an »E5500«-Geräten und zwei Modelle an »E5700«-Systemen. Alle Appliances vereinen Server-, CPU- und Speicherkapazitäten, allerdings in unterschiedlichen Ausführungen. Intel liefert die CPUs für die integrierten »ProLiant BL460c«-Server-Blades, von denen sich jeweils zwei in den Lösungen verbergen. Im E5300 steckt ein »Xeon 5502 DualCore MP«, die anderen beiden Serien agieren mit »Xeon 5520 QuadCore MP 2«, wobei nur die E5700er redundante CPUs pro Blade verbaut haben. Als Memory, ebenfalls pro Blade, stecken aufsteigend 12, 24 und 48 GByte in den Systemen. Das Betriebssystem ist Microsoft »Windows Server 2008 R2 Enterprise Edition«.

Für den Speicher sorgen »Modular Storage Array«-Speichermodule mit 12 oder 24 Einschüben und einen Storage-Controller. Die Arrays können mit 1-oder 2-TByte-SAS-Festplatten mit 6-Gbit/s-Technologie bestückt werden. Dadurch lassen sich die E5700-Modelle auf 128 TByte skalieren. Die drei kleineren Produkte kommen serienmäßig mit zwölf, 16 oder 32 TByte Gesamtspeicherkapazität. Die beiden E5700- Serientypen starten in der Grundausstattung mit je 40 und 80 TByte. Zum Booten stehen zusätzlich zwei 300-GByte-SAS-Drives zur Verfügung. Fürs Netzwerk bieten die Systeme über 1-Gbit/s-Ethernet-Ports, das 5300 über zwei, alle anderen über vier Anschlüsse. Für die Ausfallsicherheit integrierte der Hersteller zwei Netzteile und redundante Kühlung.

Aufsteigend bedienen die Appliances 500 Postfächer von einem GByte, 1.000 Postfächer derselben Größe, 1.000 Clients mit 2,5 GByte großem Individualspeicher oder 3.000 E-Mail-Accounts mit entweder einem oder 2,5 GByte Speicherplatz. Die Anzahl der Postfächer lässt sich skalieren, man kann also mit einer durchaus kleineren Anzahl Clients starten als die zur Verfügung stehende Maximalanzahl des jeweiligen Systems. HP hat in Zusammenarbeit mit Microsoft eine rein auf Exchange 2010 abgestimmte Lösung entwickelt, die auch alle Funktionalitäten der E-Mail-Anwendungen optimal nutzen bzw. verteilen soll, kombiniert mit hoher Leistung und großem Speicher. Die Software wurde dafür validiert und zertifiziert. Die Lösung ist vorkonfiguriert und komplett ausgestattet, was dem EDV-Verantwortlichen Installation, Inbetriebnahme und Einsatz erleichtern soll. Dazu steht dem Nutzer dann auch ein Implementierungsassistent zur Seite. Der Hersteller verspricht einen Einstieg »auf Knopfdruck« und hält zudem automatisierte Lifecycle-Management-Tools parat. Für das Management steckt der Hersteller die Software-Tools »Insight Foundation«, »Integrated Lights-Out«, »Insight Control« und »Insight Dynamics for ProLiant« in den Lieferumfang. Damit lassen sich sowohl die Server als auch der Speicher verwalten, auch standortübergreifend. Darüber hinaus verfügt die Lösung über das »System Center«-Tool von Microsoft für die Administration. Die Verwaltung ist auch remote durchführbar. Optional sind auch Cloud-Services von HP integrierbar.

Fazit

Zwei Blade-Server, DAS in Form von MSA-Speicher, integrierte Netzwerkfunktionen, zwei Lizenzen für Windows Server 2008 R2 Enterprise Edition, Integrations- und Implementierungswerkzeuge sowie drei Jahre Garantie und Support sind HPs Antwort auf steigende Anforderungen in der E-Mail-Welt. Mit der E5000-Serie will der Hersteller die breite Basis der Microsoft-User mit einer Box-Lösung überzeugen. Skalierbarkeit, Hochverfügbarkeitsoption sowie vereinfachte Implementierungsprozesse und Support aus einer Hand sprechen sicher für die Appliances. Ebenso argumentiert der Anbieter, dass durch weniger eingesetzte Komponenten auch Strom und Kühlung eingespart werden. Die Preise starten bei 26.930 Euro für die Lösung HP E5300 mit 500 E-Mail-Fächern, die Garantielaufzeit beträgt drei Jahre. Sinnvoll ist sicher der Support aus einer Hand für Hard- und Software, denn bei Schwierigkeiten möchte man nicht erst überlegen, wer zuständig ist oder gar zwischen diese Fronten geraten.

Kurzinfo

Hersteller: Hewlett-Packard GmbH
Herrenberger Straße 140
D-71034 Böblingen
Tel. +49 (0)8 00/182 68 31
Fax + 49 (0)70 31/14 29 99
Web: www.hp.com/de
Link zum Produkt:  E5000 Messaging System  oder Quickspecs (Quick-Specs als PDF)
Preis (Liste, netto): 26.930 Euro (500 Postfächer)

Garantie: 3 Jahre

 

Technische Details

Anzahl Server-Blades: 2

Server-Blade: Proliant BL460c

CPU: Intel Xeon 5502 Dualcore MP oder Xeon 5520 QuadCore MP 2 (in E5500/5700)

Speicherkapazität: 12, 16, 32, 40 oder 80 TByte (jeweils Standardlieferung)

Speichererweiterung: durch 12- oder 24-Drive-Nodes, maximal auf 128 TByte (nur E5500/5700)

Memory: DDR3 mit 12/24/48 GByte

Unterstützte Festplatten: 1-/2-TByte SAS mit 6-Gbit/s

Netzwerkanschluss: 2x/4x 1-Gbit/s-Ethernet

Redundante Komponenten: Kühlung, Netzteile, Drives für OS, CPUs (nur E5700)

Betriebssystem: Windows Server 2008 R2 Enterprise Edition

Speicher für OS: 2x 300 GByte SAS

Anzahl Postfächer: 500x 1 GByte (E5300), 1.000x 1 GByte oder 1.000x 2,5 GByte (E5500), 3.000x 1 GByte oder 3.000x 2,5 GByte (E5700)

Integrierte Software: Microsoft Exchange 2010

Verwaltungssoftware: Insight Foundation, Integrated Lights-Out, Insight Control und Insight Dynamics for Proliant

Plus

+ hohe Systemsicherheit durch redundante Komponenten

+ Skalierbarkeit

+ Exchange-optimiert

+ Server- und Speicherleistung kombiniert

Minus

- nur E5700-Modelle durch Erweiterungs-Nodes skalierbar

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