SNW 2012: IBM konkretisiert Pläne um Texas Memory
Generell ist bekannt, dass IBM nie viel Aufhebens um neue Technologien oder Übernahmen macht. Man erfindet oder kauft etwas, macht es arbeitstauglich und dann wird es angeboten. Kurze Pressemeldungen, nie viel Geschrei, so herrlich unaufgeregt läuft das bei Big Blue. Da verwundert es auch nicht, dass die Übernahme von Texas Memory Systems und der »RamSan«-Serie mit einer kleinen unspektakulären Meldung begleitet wurde.
Zur SNW Europe dieses Jahres war der Gesprächsdrang etwas größer und IBM ließ sich ein paar – wenn auch wenige – Zukunftsaussagen entlocken. Unisono zeigten sich Erik Eyberg, Director of Business Development bei TMS und Dr. Axel Koester, Chief Technologist bei IBM, höchst erfreut über den kürzlich abgeschlossenen Deal. »Für uns war es wichtig, nicht überhastet irgend ein Start-up-Unternehmen zu kaufen«, so Koester. »Vielmehr ging es darum einen Partner zu finden, der langjährige Erfahrung im Flash- und High-Performance-Bereich hat, so dass wir den Kunden eine ausgereifte und optimale Lösung bieten können.«
Bis Anfang nächstes Jahr fungiere die TMS noch als eigene Tochter der IBM und ginge dann in einer Abteilung auf. Damit ist gleichbedeutend, dass IBM dann die bisherigen Ramsan-Lösungen als IBM-Brand verkauft. Interessanter wird es bei den weiterführenden Plänen, denn die Flash-Technologie aus dem Hause TMS soll mit Systemen wie der »DS«-Familie oder mittels »San Volume Controller« mit »Storwize« verheiratet werden. Gerade mit der letzteren Konfiguration profitiert der Kunde von höherer Performance sowie mehr Funktionen und geringeren Latenzen, ohne das gesamte RZ umstricken zu müssen.
Wie auch sonst, geht IBM hier derzeit noch gemächliche Schritte und es bleibt zu hoffen, dass alsbald Lösungen auf den Markt kommen. Immerhin verwendete IBM in letzter Zeit enorm viel Aufwand, die Speichersparte umzustrukturieren und es wird sich zeigen, ob Big Blue sich dann so wie der rot-gelbe Flash im Flash-Markt bewegen kann.