11.09.2014 (eh) Drucken
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Fujitsu plant Storage-Appliances mit Open-Source-Software »Ceph«

  • Inhalt dieses Artikels
  • Klassische Storage-Architekturen stoßen an ihre Grenzen
  • Neue Fujitsu-Appliances mit massiver Scale-Out-Architektur

Die Ceph-Storage-Architektur (Bild: Inktank)Die Ceph-Storage-Architektur (Bild: Inktank)Auf dem in diesen Tagen laufenden »Intel Developer Forum« lässt der IT-Konzern Fujitsu eine Katze aus dem Sack: Geplant werden neue Software-basierte verteilte Speicherlösungen auf Grundlage von neuesten Intel-Technologien. Softwarebasis wird die Open-Source-Software »Ceph«, die Anwendern den unmittelbaren Zugriff auf sehr große (Online-)Datenvolumina ermöglicht. In der Zusammenarbeit zwischen Fujitsu und Intel lag das Hauptaugenmerk auf der Skalierbarkeit des auf Ceph basierenden File-Systems und der Integration des »Intel Virtual Storage Manager« (Intel VSM), der ein vereinfachtes Ceph-Cluster-Management ermöglichen soll.

Der Anbieter, der hinter Ceph steht – Inktank –, wurde vor wenigen Monaten vom Linux Spezialisten Red Hat übernommen. Die Vorzeigetechnologie von Inktank, »Ceph Enterprise«, bietet Unternehmen, die eine Public- oder Private-Cloud nutzen, eine Object- und Block-basierte Storage-Software, die auch in OpenStack-Clouds zum Einsatz kommt. Für Inktank legte Red Hat immerhin 175 Millionen US-Dollar hin.

Klassische Storage-Architekturen stoßen an ihre Grenzen

Alternative Filesysteme liegen derzeit im Rennen. Denn das exponentielle Datenwachstum zeigt den aktuell vorherrschenden Speicherarchitekturen deutliche Grenzen auf. Faktoren wie die Systemleistung bezüglich Daten-Input/-Output, Skalierbarkeit von Speicherressourcen, die Verwendung klassischer RAID-Technologien oder die Migration von Daten in Größenordnungen von PByte stellen Storage-Verantwortliche vor enorme Herausforderungen. Der Wechsel auf ein Software-basiertes verteiltes Speichersystem (Software-defined Storage, SDS) kann hier gezielt Abhilfe schaffen, und ermöglicht in Bezug auf verfügbare Speicherressourcen eine höhere Skalierbarkeit, Flexibilität und Agilität. Nicht umsonst sagen die Marktforscher von IDC schon längst, dass Software-defined Storage ein Megatrend wird.

Fujitsu positioniert ihre kommenden Speicher-Appliances für kostenbewusst handelnde Anbieter von IT- und Cloud-Services, Forschungseinrichtungen und Einrichtungen der öffentlichen Hand, die tagtäglich große Datenvolumina verarbeiten müssen, sowie für Unternehmen der Unterhaltungs- und Medienbranche. Fujitsu will mit der neuen Lösung überdies ebenso Unternehmen aus dem Finanzsektor adressieren, die unmittelbaren Zugriff auf historische Daten wie zum Beispiel Vertragsunterlagen benötigen. Da Ceph integraler Bestandteil der OpenStack-Initiative ist, dürften die neuen Fujitsu-Appliances auch die ideale Speicherarchitektur für Anwender von OpenStack bieten.

Neue Fujitsu-Appliances mit massiver Scale-Out-Architektur

Die neuen Speicherlösungen sind laut Fujitsu in der Lage, PByte an Daten in einer massiven Scale-Out-Architektur zu verarbeiten. Dabei werden in den Appliances neben den bewährten Fujitsu-Architekturen Ceph-Software sowie Intel-Xeon-Prozessoren, Solid-State-Disks von Intel sowie der neue Intel-VSM zu einer Komplettlösung vereint.

Damit stehen nach Meinung von Fujitsu extrem skalierbare, hochleistungsfähige, fehlertolerante Speicherumgebungen für höchste Anforderungen zur Verfügung. Gleichzeitig sollen mit ihrem Einsatz die Kosten für Online-Speicher je GByte erheblich sinken.

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