Wir sind auf dem Weg in die Echtzeit-Wirtschaft
Editorial von Engelbert Hörmannsdorfer
Engelbert HörmannsdorferHand aufs Herz: Wenn wir an das Gesundheitswesen denken – ist Ihnen da nicht auch wohler, wenn Sie wissen, dass man im Krankenhaus Ihrer Wahl im Notfall gesichert und schnell auf ein archiviertes Röntgenbild zugreifen kann? Fakt ist: Extrem viele Industrien und Branchen brauchen mehr und mehr Hochverfügbarkeitssysteme. Denn in dem Maße, in dem unsere Wirtschaft zu einer »Realtime«-Wirtschaft wird, steigt die Abhängigkeit von IT-Systemen und wächst die Notwendigkeit, diese Systeme unter allen Umständen in Betrieb zu halten.
Den Daten und damit der Storage-Infrastruktur kommt daher eine besondere Bedeutung zu: Abgestürzte Applikationen lassen sich wieder starten oder im schlimmsten Fall auch wieder installieren. Daten und Informationen dagegen sind oft einzigartig, ihr Verlust kann daher die Existenz einer Firma in Frage stellen. Es geht also nicht nur um Hochverfügbarkeit, sondern auch um die Fähigkeit, im Notfall die Informationen überhaupt wieder verfügbar machen zu können.
Doch die Komplexität der IT und die globale Vernetzung schaffen generell neue Risiken in allen Branchen. Die Vernetzungsdichte der Applikationen nimmt zu, die Technologievielfalt wächst durch steigende Anforderungen, die auch an das Knowhow des Personals gerichtet bzw. weitergereicht werden. Moderne »offene Systeme« ermöglichen zum einen eine grenzenlose Kommunikation mit Geschäftspartnern via Internet, zum anderen nutzen Viren, Würmer und Trojaner die Sicherheitslücken gerade dieser offenen Systeme.
Schöne neue Echtzeit-Wirtschaft – kaum ist ein Problem gelöst, tun sich weitere Schlaglöcher auf. Wie heißt es so schön: Der Weg ist das Ziel.
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Ihr Engelbert Hörmannsdorfer, Redaktion speicherguide.de